| Betäubung bei kurzen
Behandlungen. |
Bei ganz
kurzen Behandlungen wird eine betäubende Flüssigkeit auf die Mundschleimhaut gegeben,
wodurch ein taubes Gefühl entsteht. In manchen Fällen reicht diese Methode völlig aus,
z. B. bei der Entfernung eines locker sitzenden Milchzahnes. Auch um den Einstich der
Spritze bei einer Infiltrations- oder Leitungsanästhesie nicht so zu spüren, wird vorher
die Oberflächenanästhesie angewandt. |
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Infiltrationsanästhesie |
| Betäubung unter der
Haut. |
Wenn ein
Zahn ziemlich zerstört ist und der Zahnarzt für eine Behandlung tiefer in das Gewebe
eindringen muß, wird eine Infiltrationsanästhesie durchgeführt. Die betäubende
Flüssigkeit wird unter die Haut gespritzt und verbreitet sich in der Umgebung der
Einstichstelle. Es werden nicht nur die obersten Schmerzpunkte der Haut betäubt, sondern
auch kleinere Nervenäste. Diese Art der Betäubung findet fast ausschließlich im
Oberkiefer statt. |
| Welche
Injektionsmengen werden benötigt? |
Die
Injektion einer Ampulle reicht im Oberkiefer für den Bereich zweier benachbarter Zähne
aus. Bei den beiden Schneidezähnen allerdings, ist wegen der großen Entfernung zwischen
den beiden Wurzelspitzen, eine weitere Anästhesie nötig. |
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Leitungsanästhesie |
| Betäubungen im
Unterkiefer. |
Im
Unterkiefer muß der Zahnarzt fast immer eine Leitungsanästhesie anwenden. Der
Unterkiefer ist für eine Infiltrationsanästhesie zu kompakt. Um den Schmerz richtig
auszuschalten, muß der Zahnarzt den dritten Ast des dreigeteilten Nervs, den
Unterkieferast, ausreichend betäuben. Um ganz sicher zu gehen, werden meistens beide
Anästhesien kombiniert. Die Blockade des Unterkiefernervs wird im Bereich des
Unterkieferknochens vorgenommen, wodurch alle Zähne auf der betreffenden Kieferhälfte
betäubt werden. |
| Wird der ganze
Unterkiefer gefühllos? |
Der gesamte
Unterkiefer der gleichen Seite wird bis zur Mitte der Unterlippe gefühllos. Die
Behandlung der entsprechenden Seite kann jetzt schmerzfrei durchgeführt werden.
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