HNO - Heilkunde

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Reinke-Ödem

Flüssigkeit im Gewebe der Stimmlippen

Das Reinke-Ödem ist eine Flüssigkeitsansammlung (Ödem) im sogenannten Reinke-Raum. Der Reinke-Raum ist ein schmaler Gewebebereich der Stimmlippen direkt unterhalb der oberflächlichen Gewebeschicht, dem Epithel. Durch den Reinke-Raum ist es möglich, dass sich das oberflächliche Gewebe der Stimmlippen bei der Benutzung der Stimme verschiebt.

 

Ein- oder beidseitig

Männer und Frauen sind gleichermaßen von einem Reinke-Ödem betroffen. Das Haupterkrankungsalter liegt zwischen dem vierzigsten und dem sechzigsten Lebensjahr. Ein Reinke-Ödem kann ein- oder beiderseitig auftreten.

 

Ursachen

Ursache des Reinke-Ödems ist vermutlich eine Störung des Abflusses der Lymphflüssigkeit. Diese Lymphabflussstörung wiederum kann auf Rauchen und/oder eine Überlastung der Stimme zurückzuführen sein. Zudem wird das Reinke-Ödem als charakteristische Verlaufsform der sogenannten chronisch-hyperplastischen Variante der chronischen unspezifischen Laryngitis angesehen.

 

Beschwerden

Das Reinke-Ödem macht sich durch Heiserkeit, Räusperzwang, eine Absenkung der Tonlage beim Sprechen und eine nachlassende Belastbarkeit der Stimme bemerkbar. Zudem kann es durch die schwellungsbedingte Einengung des Kehlkopfinnenraums zu Luftnot kommen.

 

Diagnostik

Der Verdacht auf ein Reinke-Ödem ergibt sich durch die charakteristischen Beschwerden. Bei der Kehlkopfspiegelung ist eine "glasige" Schwellung der Stimmlippen zu erkennen.

 

Therapie

Die Therapie des Reinke-Ödems besteht in der Abtragung der ödematös angeschwollenen Schleimhaut mit kleinsten Operationsinstrumenten (mikrochirurgische Abtragung). Liegt ein beiderseitiges Reinke-Ödem vor, werden beide Stimmlippen im Abstand von etwa sechs Wochen getrennt voneinander operiert. Dieses zeitversetzte Vorgehen soll verhindern, dass die frisch operierten Stimmlippen aneinander haften und miteinander verwachsen. Eventuell ist es sinnvoll, nach der Operation eine sprachtherapeutische (logopädische) Behandlung durchzuführen. Zudem sollte - auch aus vielen anderen guten Gründen – auf das Rauchen verzichtet werden.

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