HNO - Erkrankungen der Ohren

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Trommelfellperforation

Trommelfellperforation

Kurzinfo:

Trommelfellperforation

Symptome

Stechende Ohrenschmerzen, plötzliche Hörverschlechterung, leichte Blutung

Wann zum Arzt?

Sofort

Therapie

Steriler Ohrverband, Trommelfellschienung, Antibiotika

Das Trommelfell wird von außen verletzt

Bei einer Trommelfellperforation handelt es sich um eine mechanische Verletzung des Trommelfells. Zu den möglichen Gefahrenquellen zählen die unsachgemäße Verwendung von Wattestäbchen beim Reinigen der Ohren oder indirekte Gewalteinwirkung wie ein Schlag aufs Ohr, wodurch eine (mechanische) Beschädigung des Trommelfells hervorgerufen werden kann.

 

Schlechtes Hören und Schmerzen kommen häufig vor

Die Betroffenen klagen über stechende Schmerzen im Ohr. Es kann außerdem zu einer plötzlichen Hörverschlechterung kommen. Manche empfinden ein "hohles" Gefühl im Ohr. Möglich sind auch leichte Blutungen.

 

Bei der Otoskopie wird die Beschädigung des Trommelfells sichtbar

Im Rahmen der ärztlichen Untersuchung erfolgt die Begutachtung des Trommelfells mit Hilfe der Otoskopie (Ohrenspiegelung). Hierbei überbrückt der Arzt zunächst die natürlichen Krümmungen des äußeren Gehörgangs mit Hilfe eines Ohrtrichters, um den Gehörgang und das Trommelfell anschließend unter Lichteinstrahlung zu begutachten. Meistens kann der Arzt dann die Trommelfellperforation sehen, die sich in Form eines schlitzförmigen oder gezackten Defekts des Trommelfells abzeichnet.

 

Die Verletzung muss abgedeckt werden

Kleinere Verletzungen des Trommelfells können mit einem sterilen Ohrenverband behandelt und zur Abheilung gebracht werden. Bei größeren Beschädigungen muss das Trommelfell evtl. mit einer Plastik abgedeckt werden, um die beschädigte Stelle des Trommelfells gewissermaßen abzudichten. Diese Behandlung nennt sich Trommelfellschienung. Dabei werden Silikon- oder Papierstreifen nach dem Glätten der eingerollten Trommelfellränder aufgelegt. Unter dieser Befestigung heilt das Trommelfell besser. Die Trommelfellschienung wird bei Erwachsenen meistens mit örtlicher, bei Kindern unter einer leichten Narkose durchgeführt.

 

Antibiotika beugen einer Infektion vor

Bei jeder Trommelfellverletzung besteht die Gefahr, dass Krankheitserreger in das Mittelohr gelangen. Dort können sie eine Mittelohrentzündung auslösen. Deshalb erfolgt zusätzlich die vorbeugende Gabe von bakterientötenden Antibiotika. Bei Verdacht auf eine Trommelfellperforation, darf aus dem gleichen Grund (mögliches Eindringen von Krankheitserregern ins Mittelohr) auf keinen Fall eine Ohrenspülungen vorgenommen oder Ohrentropfen verwendet werden. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass kein Wasser in den Gehörgang eindringt, beispielsweise beim Duschen oder Waschen der Haare.

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