HNO - Erkrankungen der Ohren

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Traumatische Innenohrschädigung

Vielfältige Verletzungen können das Innenohr betreffen

Unter einer traumatischen Innenohrschädigung versteht man eine Schädigung des Innenohrs, die auf eine Verletzung (ein Trauma) zurückzuführen ist. Beispiele für Ursachen, die zu einer traumatischen Innenohrschädigung führen, sind:

  • Bruch des Schläfenbeins (Schädelknochenbereich in der Region der Schläfe), beispielsweise bei einem Sturz (das Innenohr befindet sich in unmittelbarer Nähe des Schläfenbeins und kann durch die Bruchlinie mit verletzt werden)
  • Schädelverletzung mit hoher Aufprallgeschwindigkeit, sodass das Innenohr hohen Beschleunigungen und einem abrupten Abbremsen ausgesetzt ist, was wiederum Blutungen sowie Funktionsstörungen des Innenohrs bedingen kann
  • Barotrauma (Verletzung durch plötzliche Veränderung des Luftdrucks bei mangelndem Druckausgleich)  mit Weitergabe des erhöhten Mittelohrdrucks über das runde oder ovale Fenster (vgl. Anatomie des Ohrs) an die Strukturen des Innenohrs

 

Symptome

Die Beschwerden bestehen zunächst in Schwindelgefühlen und Hörstörungen. Später bildet sich die Schwindelsymptomatik in der Regel zurück, eine Hörstörung kann jedoch bestehen bleiben. Diese ist auf dem stärker betroffenen Ohr meistens deutlicher ausgeprägt. Zudem ist das Auftreten von Ohrgeräuschen möglich.

 

Diagnostik

Die Diagnose ergibt sich aus den typischen Beschwerden nach einem charakteristischen Unfallereignis. Eine Hörminderung lässt sich durch einen Hörtest objektivieren. Ein direkter Nachweis einer traumatischen Innenohrschädigung, beispielsweise durch ein Röntgenbild oder spezielle Funktionsuntersuchungen, ist allerdings nicht möglich.

 

Therapie

Eine ursächliche Behandlung existiert nicht, weil sich ein beschädigtes Innenohr nicht reparieren lässt. Um das Gehör nicht weiter zu schädigen, sollte Lärm vermieden werden, beispielsweise der Besuch von Diskotheken oder Rockkonzerten. Bei starker Einschränkung der Hörfähigkeit ist eventuell die Anpassung eines Hörgeräts sinnvoll. Bei begleitenden Ohrgeräuschen erfolgt die Therapie entsprechend der dafür üblichen Herangehensweise (vgl. Tinnitus).

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