HNO - Heilkunde

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Phoniatrie - Störungen von Stimme, Schlucken, Sprechen und Sprache

Dysgrammatismus

Schwierigkeiten bei der Grammatik

Unter Dysgrammatismus versteht man eine Sprachstörung, bei der Schwierigkeiten bestehen, einen Sachverhalt grammatikalisch korrekt darzustellen. Dabei liegen zum einen Störungen bei der Beugung von Wörtern (zum Beispiel Beugung des Wortes "Apfel": der Apfel, des Apfels, den Äpfeln, die Äpfel), zum anderen Störungen beim Aufbau von Sätzen vor.

 

Störung in der Sprachentwicklung

Ein Dysgrammatismus ist im Verlauf der normalen Sprachentwicklung während des 2. und 3. Lebensjahres normal. Nach Abschluss des 3. Lebensjahres ist ein ausgeprägter Dysgrammatismus jedoch meist ein Zeichen für eine Störung der Sprachentwicklung. Neben dem Dysgrammatismus bestehen dann in der Regel weitere Sprachstörungen.

 

Eine umfangreiche Diagnostik sichert die Diagnose

Die Feststellung eines Dysgrammatismus erfolgt im Verlauf einer allgemeinen Sprachdiagnostik. Diese beinhaltet unter anderem eine Untersuchung aller kindlichen Entwicklungsbereiche:

  • Sprache, und zwar insbesondere:
    • spontanes Sprechen
    • allgemeines Kommunikationsverhalten
    • Sprachverständnis
    • Wortschatz, der aktiv eingesetzt, also zum Sprechen verwendet werden kann
    • Grammatik
    • Zeitspanne, während der gehörte Wörter im Gedächtnis bleiben
    • Anwendung von Lauten, die ähnlich klingenden Wörtern eine unterschiedliche Bedeutung verleihen (beispielsweise "kalt" und "Kalk")
    • Wortbildung (Artikulation)
    • Lernfähigkeit im sprachlichen Bereich
  • Hörfähigkeit. Ein unbeeinträchtigtes Hörvermögen ist eine Voraussetzung für das Erlernen von Sprache.
  • Körper- und Handbewegungen
  • intellektuelle Entwicklung
  • soziale Wechselbeziehungen
  • Spiel-, Kommunikations- und Sozialverhalten

 

Das Ausmaß der Störung wird spielerisch ermittelt

Das Ausmaß eines Dysgrammatismus lässt sich einschätzen, während die Kinder verschiedene Aufgaben bewältigen:

  • freies Sprechen
  • Nachsprechen von Sätzen
  • Erzählen einer Geschichte anhand einer Bildvorlage

 

Die Therapie ist häufig erfolgreich

Durch die Therapie ist häufig eine gute Besserung des Dysgrammatismus zu erreichen. Die Therapie erfolgt in der Regel während einer umfassenden Sprachtherapie, die auch der Behandlung eventueller weiterer Sprachstörungen dient. Die Sprachtherapie wird unter logopädischer (sprachtherapeutischer) Anleitung durchgeführt. Dabei trainiert das Kind die folgenden Elemente, welche die normale Sprachentwicklung nachvollziehen:

  • Verbesserung des Sprachverständnisses
  • Erweiterung des Wortschatzes
  • Erlernen und Verbesserung der Grammatik
  • Erlernen und Verbesserung der Bildung von Sprachlauten

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