Erkrankungen von Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse

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Aufbau und Funktion von Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse

Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse

Erkrankungen der Galle

Erkrankungen der Leber

Hepatitis E

Das Virus wird durch Schmierinfektion und verunreinigte Nahrung übertragen

Die Hepatitis E wird durch das Hepatitis-E-Virus (HEV) ausgelöst. Die Übertragung erfolgt über verunreinigte Lebensmittel und als Schmierinfektion durch infektiöse Ausscheidungen erkrankter Patienten.

 

Vorkommen vorwiegend auf dem indischen Subkontinent

Die Hepatitis E tritt hauptsächlich auf dem indischen Subkontinent auf, wo es zu schweren Hepatitis-E-Epidemien unter der Erwachsenenbevölkerung kommen kann. Aber auch in Südostasien, Ostafrika und Mittelamerika ist diese Erkrankung nicht selten. In Mitteleuropa dagegen treten nur gelegentlich Hepatitis-E-Erkrankungen auf, von denen zudem vornehmlich Reiseheimkehrer aus Gebieten mit häufigem Auftreten der Hepatitis E betroffen sind.

 

Es besteht Meldepflicht

Hepatitis E ist eine nach dem Infektionsschutzgesetz meldepflichtige Erkrankung. Bei Verdacht auf eine Hepatitis E, sicher diagnostizierter Erkrankung und bei Tod durch Hepatitis E muss der Arzt dies an das Gesundheitsamt melden. Zudem muss ein Labor, welches bei der Blutuntersuchung eines Patienten eine akute Infektion feststellt, dies ebenfalls an das Gesundheitsamt melden.

 

Häufig nur milde Beschwerden

Die Inkubationszeit (Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Erkrankung) beträgt 20 bis 75 Tage. Der Verdacht auf eine Hepatitis E ergibt sich bei Patienten mit akuter Lebererkrankung, die sich vorher in tropischen Regionen aufgehalten haben. Neben unspezifischen Symptomen wie Müdigkeit, Übelkeit und Abgeschlagenheit kann als äußerlich sichtbares Krankheitszeichen eine Gelbsucht auftreten.

 

Diagnostik bei Hepatitis E

Gesichert wird die Diagnose durch eine Blutuntersuchung, bei der das Vorkommen spezifischer Antikörper untersucht wird. Antikörper sind vom Immunsystem gebildete Eiweißstoffe, welche sich gegen in den Körper eingedrungene Krankheitserreger richten. Eine Ultraschalluntersuchung der Leber ist hilfreich, um die Gewebebeschaffenheit des Organs zu beurteilen. Die Untersuchung einer Gewebeprobe aus der Leber ist in der Regel nicht erforderlich, da eine Hepatitis E normalerweise einen leichten Verlauf nimmt und auch nicht chronisch wird.

 

Schwere Verläufe bei Schwangeren

Schwere Verläufe mit Leberversagen (vgl. Allgemeine Grundlagen und Verlaufsformen bei Hepatitis) sind aber für Schwangere bekannt, und zwar mit einer Häufigkeit von 20 Prozent der an einer Hepatitis E erkrankten schwangeren Frauen.

 

Therapie

Eine ursächliche, gegen das Virus gerichtete Therapie, steht nicht zur Verfügung und ist aufgrund des meist nur leichten Krankheitsverlaufes in der Regel auch nicht erforderlich. Daher erfolgt die Behandlung symptomatisch. Beim einzelnen Patienten bestehende Beschwerden wie z.B. Übelkeit werden gezielt behandelt. Kommt es bei einer Schwangeren aufgrund der Hepatitis E zu einem Leberversagen, bleibt als letzte therapeutische Möglichkeit oft nur die Lebertransplantation.

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