Dokumentation: Qualitätssicherung in der MedizinBücher zum Thema aussuchenBücher zum Thema aussuchen

Die Veröffentlichung hier im Internet erfolgt mit freundlicher Genehmigung durch den Verlag Eckardt, Berlin, der diese Texte auch als Supplement zu "Klinik & Forschung" herausgibt.. H. Eckardt Verlag, Großgörschenstr. 5, D-10827 Berlin, Germany.

Buch dazu anzeigenQualitätstechniken. Werkzeuge zur Problemlösung und ständigen Verbesserung.Philipp Theden, Hubertus Colsman / Taschenbuch / Erschienen 1997

Buch dazu anzeigenDie sieben neuen Qualitätsmanagement- Werkzeuge. CD- ROM für Windows. ( NM)  CD / Erschienen 1996

Techniken, Tools und Training im Qualitätsmanagement

T. Werner, B. Sens, Hannover

Einführung

Hohe Qualität einer Dienstleistung meint die Zufriedenstellung des Kunden. bertragen auf das Gesundheitswesen bedeutet dies die Erwartung des Patienten von hochwertiger medizinischer und pflegerischer Leistung in Verbindung mit gutem Service unter Beachtung der Wirtschaftlichkeit zu erfüllen. Modernes Qualitätsmanagement ist ein System von Maßnahmen, dieses Ziel erreichen zu helfen. Ein wesentliches Element dazu sind die persönlichen Techniken und Instrumente, die jeder Mitarbeiter beherrschen muß, der bei Einführung und Umsetzung von umfassendem Qualitätsmanagement mitwirkt. Ein großer Teil dieser Fertigkeiten besteht aus menschlichen Fähigkeiten oder aus sozialen und organisatorischen Eigenschaften.

Klassifikation der Instrumente

Im folgenden werden diese Werkzeuge einzelnen Kategorien zugeordnet:

Inhalte

Im Rahmen des Lübecker Symposiums zum Thema Qualitätsmanagement 1996 wurden in einem Workshop Moderationstechniken und Regeln für eine effektive Gruppenarbeit im Teilnehmerkreis durch Brainstorming erarbeitet. Viele sogenannte Qualitätszirkel sind unwirksam und reine Zeitverschwendung. Einige glauben, die Teilnahme an einer Besprechung sei keine richtige Arbeit. Effektive Gruppenarbeit bietet jedoch eine Gelegenheit, sich miteinander zu verständigen und gemeinsam das zu bearbeiten, wozu der Einzelne nicht in der Lage ist. Gut organisierte Teams nehmen mehr Informationen auf, erkennen mehr Probleme und das Problemlösungsvermögen einer Gruppe ist stets größer als die Summe der Fähigkeiten der Einzelnen.

Im zweiten Teil des oben bezeichneten Workshops werden die sieben einfachen Werkzeuge anhand von Beispielen aus dem Krankenhausbetrieb vorgestellt:

  • Die Fehlersammelliste ist ein einfaches Merk und Darstellungsmittel für die Datenerfassung und -darstellung. Mit ihrer Hilfe kann die Anzahl von Eintritten bekannter Probleme gesammelt und veranschaulicht werden.
  • Das Histogramm ist die graphische Darstellung einer Verteilung. Es hilft, Einzelergebnisse in eine Gruppe gleicher Ergebnisse einzuordnen oder den Bereich zu bestimmen, in dem ein einzelnes Ereignis zu erwarten ist.
  • Durch das Pareto-Dagramm werden die wichtigen von den weniger wichtigen Ursachen eines Problems getrennt. Die Hauptursachen können besser erkannt und gezielt behandelt werden.
  • Im Korrelationsdiagramm wird untersucht, wie die Größe, die beeinflußt werden soll (Zielgröße) von der Größe abhängt, die beeinflußt werden kann (Steuergröße). Das Korrelationsdiagramm zeigt die Beobachtungen (Wertepaare) im Zusammenhang und läßt Gesetzmäßigkeiten erkennen.

Abb. 1: Kreislauf der kontinuierlichen Verbesserung


  • Die Qualitätsregelkarte macht sichtbar, ob die schwankenden Einzelwerte eines sich wiederholenden Prozesses in tolerierbaren Grenzen liegen. Werden festgelegte Grenzen überschritten, muß steuernd eingegriffen werden, um Störungen zu vermeiden.
  • Im Ursache-Wirkungs-Diagramm wer den einem Problem die potentiellen Fehlerursachen zugeordnet und dadurch die Lösung des Problems erleichtert. Häufig haben Probleme mehrere Ursachen, die in vielen Fällen miteinander in Zusammenhang stehen und mit dieser Technik übersichtlich gesammelt werden können.
  • Brainstorming ist eine Technik der Ideensammlung, die nach festen Regeln innerhalb einer Gruppe abläuft.

Anhand des Beispiels "Verzögerter Beginn einer OP" sollen im Teilnehmerkreis die Techniken Brainstorming, Paretoanalyse und Ursache-Wirkungs-Diagramm angewandt werden.

Ferner werden diese Werkzeuge als Schritte in einem Kreislauf erklärt, der durch systematisches Vorgehen Probleme bewertet, mit Prioritäten versieht und die nötige Vorgehensweise zur kontinuierlichen Verbesserung aufzeigt (Abb. 1).

Autoren:

Dr. T. Werner, TV Hannover/Sachsen-Anhalt, Am TV 1, 30519 Hannover

Dipl. Soz.Wis. Brigitte Sens, Zentrum für QM, Berliner Allee 20, 30047 Hannover


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