HNO - Heilkunde

Bücher zum Thema aussuchen Bücherliste: HNO

Leitsymptome
 

Krankheitsbilder des Halses
Mundhöhle, Rachen und Speicheldrüsen

Krankheitsbilder der Nase
Erkrankungen der Ohren

Phoniatrie - Störungen von Stimme, Schlucken, Sprechen und Sprache

Maligne Lymphome

Zwei Formen

Ein malignes Lymphom ist ein bösartiger Tumor, der von den Lymphknoten ausgeht. Umgangssprachlich wird auch von Lymphknotenkrebs gesprochen. Dabei werden zwei Formen unterschieden:

Umfangreiche Informationen dazu finden Sie im Bereich MedizInfo®Krebs. Da im Halsbereich viele Lymphknoten lokalisiert sind, können Lymphome auch in dieser anatomischen Region vorkommen.

 

Symptome

Ein Lymphom im Halsbereich wird in der Regel schnell auffällig. Die Lymphknoten im Hals liegen sehr nah an der Oberfläche. Deshalb ist die durch das Lymphom bedingte Lymphknotenvergrößerung gut zu erkennen. Der Verdacht auf ein Lymphom im Halsbereich ergibt sich insbesondere dann, wenn parallel zu den Lymphknotenvergrößerungen sogenannte B-Symptome bestehen, die auf das Vorliegen einer bösartigen Tumorerkrankung hindeuten. Diese B-Symptome umfassen:

  • unbeabsichtigter Gewichtsverlust von mehr als zehn Prozent des Ausgangsgewichts über einen Zeitraum von sechs Monaten
  • Fieber von mehr als 38°C, das nicht auf andere Ursachen zurückzuführen ist (beispielsweise auf eine Infektion)
  • nächtliches Schwitzen

 

Feingewebliche Untersuchung

Bei Verdacht auf ein bösartiges Lymphom ist eine feingewebliche Lymphknotenuntersuchung erforderlich. Zu diesem Zweck wird unter lokaler Betäubung einer der vergrößerten Halslymphknoten chirurgisch entfernen. Die feingewebliche Untersuchung ist zum einen bedeutsam, um die Diagnose eines Lymphoms überhaupt zu stellen. Sie ist aber auch wichtig, um das Lymphom einer der beiden Untergruppen zuzuordnen. Das hat entscheidende Auswirkungen auf die Therapie.

 

HNO-Untersuchung und Staging

Ist die Diagnose eines bösartigen Lymphoms der Halslymphknoten gesichert, ist eine anschließende, gründliche Hals-Nasen-Ohren-ärztliche Untersuchung des Mund- und Rachenraums erforderlich. Diese Untersuchung dient der Feststellung beziehungsweise dem Ausschluss weiteren Lymphomgewebes in dieser Region. Zwar sind im Mund- und Rachenraum selbst keine Lymphknoten zu finden, aus denen ein Lymphom hervorgehen könnte, allerdings befinden sich hier viele Bereiche mit sogenanntem lymphatischem Gewebe, welches der Infektabwehr dient (z. B. die Mandeln). Auch aus diesem Gewebe können sich bösartige Lymphome entwickeln. Auch ist eine sorgfältige Diagnostik des gesamten Körpers (Staging) erforderlich, um die exakte Ausbreitung der Lymphomerkrankung festzustellen.

 

Therapie

Die Therapie von Lymphomen im Halsbereich entspricht der Therapie von Lymphomen in anderen anatomischen Regionen. Umfangreiche Informationen dazu finden sie in den Kapiteln Hodgkin-Lymphome und Non-Hodgkin-Lymphome.

Top

Zur Übersicht
Krankheitsbilder des Halses

 

MedizInfo®Homepage

Zur Startseite
HNO - Heilkunde

MedizInfo®Shop