Infektionskrankheiten

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Therapie bei HIV und AIDS: Therapieprinzip und Therapieziele

Bei der Therapie wurden erhebliche Fortschritte gemacht

Seit den Zeiten der ersten HIV-Infektionen und AIDS-Fälle hat die Entwicklung immer neuer Medikamente einen enormen Fortschritt in der Behandlung HIV-infizierter Menschen gebracht, so dass die Erkrankung heute als eine chronische Erkrankung angesehen werden kann, die zwar immer noch nicht heilbar ist, die aber mit entsprechender Medikamenteneinstellung zu einem gewissen Stillstand gebracht werden kann. Das Auftreten von Symptomen kann verhindert oder zumindest hinausgeschoben werden. Selbst wenn schon Symptome aufgetreten sind, können sich diese wieder zurückbilden. Medikamente können das HI-Virus zwar nicht ganz eliminieren, sie können aber verhindern, dass das Virus sich vermehren und ständig neue Kopien von sich herstellen kann. Eine lebenslange, konsequente Therapie mit entsprechender Mitarbeit des Betroffenen ist dafür jedoch unbedingt erforderlich.

 

Ein HIV-Infizierter bleibt ein Leben lang infektiös

Außerdem kann die Therapie nicht verhindern, dass das HI-Virus bei Sexualkontakt auf den Partner übertragen wird. Ein HIV-Infizierter bleibt ein Leben lang infektiös. Deshalb müssen immer die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden.

 

Teilbereiche der Therapie

Die Behandlung der HIV- Infektion fußt auf mehreren Teilbereichen:
  1. Hochaktive antiretrovirale Therapie = HAART (Highly active antiretroviral therapy). HI-Viren gehören zu den Retroviren, daher der Name "Antiretroviral"
  2. Gesunde Lebensführung und Vermeidung resistenzmindernder Faktoren
  3. Prophylaxe und Therapie eventueller opportunistischer Infektionen
  4. Psychosoziale Unterstützung

 

Ziele der medikamentösen Behandlung

Mit einer medikamentösen Therapie werden folgende Ziele angestrebt:
  • Die Viruslast, die Menge der Hi-Viren im Blut, soll möglichst auf nicht nachweisbare Mengen (unter 50 Kopien/ml Blut) gesenkt werden, um damit ein Fortschreiten der HIV-Infektion zu verhindern.
  • Eine Resistenzentwicklung gegen die retroviralen Medikamente soll nach Möglichkeit verhindert werden. Bei einer Resistenz verändert sich das Virus so, dass das Medikament seine Wirksamkeit verliert. Um dies zu vermeiden, ist eine hohe Dosierung erforderlich. Dies erhöht andererseits aber auch die begleitenden Nebenwirkungen. Es gilt also die Dosierung so zu wählen, dass sie zwar hoch genug ist, aber die Nebenwirkungen noch akzeptabel sind.
  • Die Anzahl der CD4-Zellen soll unter der Therapie ansteigen, da damit das Risiko für opportunistische Krankheiten sinkt.

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