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Trichomoniasis

Trichomoniasis

Trichomonas vaginalis infiziert Frauen und Männer

Die Trichomoniasis ist eine infektiöse Erkrankung des Genitaltrakts und wird durch den Parasiten Trichomonas vaginalis ausgelöst. Etwa 5 - 10 Prozent der Frauen sind von diesem Krankheitserreger befallen. Auch Männer können betroffen sein, was unter Umständen die Zeugungsfähigkeit herabsetzt.

 

Übertragung vorwiegend durch Geschlechtsverkehr

Die Übertragung von Trichomonas vaginalis erfolgt vor allem beim Geschlechtsverkehr. Es ist aber auch eine Übertragung durch Badewasser oder die Benutzung infektiöser Schwämme möglich. Die Zeit zwischen Ansteckung und Auftreten erster Krankheitszeichen (Inkubationszeit) beträgt etwa 4 Tage bis 3 Wochen.

 

Beschwerden bei der Frau

Bei Frauen  kommt es zu einer Entzündung der Scheide und selten auch des Muttermundes. Die Infektion verläuft aber in 10 bis 50 Prozent der Fälle ohne Beschwerden und wird deshalb häufig nicht bemerkt. Treten Beschwerden auf, so handelt es sich um einen schaumigen Ausfluss aus der Scheide, unter Umständen begleitet von Schmerzen beim Wasserlassen und häufig quälendem Juckreiz oder Brennen der Scheide. Häufig treten auch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr auf.

 

Beschwerden beim Mann

Bei Männern, bei denen der Erreger eine Entzündung der Harnröhre und möglicherweise der Blase und der Prostata hervorrufen kann, treten in 90 Prozent der Fälle keinerlei Beschwerden auf. Ansonsten kann es zu Ausfluss aus der Harnröhre mit begleitenden Schmerzen beim Wasserlassen kommen. Der Verlauf ist meistens nur mit leichten Beschwerden verbunden.

 

Der Erreger kann nachgewiesen werden

Der Verdacht auf eine Trichomoniasis ergibt sich aus den typischen Beschwerden. Zudem können die Krankheitserreger durch die mikroskopische Untersuchung von Harnröhren- oder Scheidensekret nachgewiesen werden.

 

Eine Paartherapie ist erforderlich

Die Therapie besteht in der Gabe von Antibiotika, welche die Krankheitserreger abtöten. In der Regel werden Imidazolderivate verordnet. Um eine erneute Infektion zu vermeiden ist eine Behandlung beider Geschlechtspartner erforderlich, auch wenn bei einem keine Beschwerden bestehen.

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