Magnetfeldtherapie

   

 

 

Wie ist ein Atom aufgebaut?

Kleinste Einheit der Materie

Um die wirklich grundlegenden Zusammenhänge zwischen Magnetismus und Elektrizität zu verstehen, ist es notwendig, sich den Aufbau eines Atoms vorzustellen. Atome sind die kleinste, mit chemischen Methoden herstellbaren Einheiten der Materie, die noch die typischen chemischen Eigenschaften des jeweiligen Elementes besitzen. Ein Atom kann weiter zerlegt werden in Elementarteilchen. Dabei gehen dann aber die typischen Eigenschaften des jeweiligen Elementes verloren.

 

Atome besitzen einen Kern und eine Hülle mit Elementarteilchen

Ein Atom besitzt einen Atomkern und eine Atomhülle.
  • Der Atomkern besteht aus Protonen und Neutronen. Protonen sind positiv geladene Elementarteilchen, Neutronen ungeladene Elementarteilchen. Die Anzahl der Protonen wird auch als Kernladungszahl bezeichnet und bezeichnet die Eigenschaften und die Stellung im Periodensystem der Elemente. Atome mit der gleichen Zahl an Protonen aber unterschiedlicher Anzahl von Neutronen gehören zum gleichen Element. Sie werden als Isotope bezeichnet.
  • Die Atomhülle wird auch als Elektronenhülle bezeichnet. In ihr befinden sich bei einem neutralen Atom genau so viele Elektronen (negativ geladene Elementarteilchen), wie Protonen im Atomkern. Die Ladungen heben sich gegenseitig auf. In der Elektronenhülle finden beispielsweise die Vorgänge statt, die mit chemischer Bindung, Emission und Absorption von Licht, Emission von charakteristischer Röntgenstrahlung, Anregung und Ionisierung durch Wechselwirkungsprozesse zwischen energiereicher Strahlung und Materie sowie mit der Strahlenwirkung auf biologische und biochemische Vorgänge zusammenhängen.

 

Atome können positiv oder negativ geladen, oder neutral sein

Atome, die in ihrer Elektronenhülle mehr Elektronen haben, als sich Protonen im Kern befinden, haben einen Überschuss an negativer Ladung. Positiv geladene Atome besitzen in der Hülle weniger Elektronen, als Protonen im Kern. Solche geladenen Atome werden allgemein als Ionen bezeichnet oder genauer:
  • Anionen sind negativ geladene Atome oder Moleküle (Elektronenüberschuss)
  • Kationen sind positiv geladene Atome oder Moleküle (Elektronenmangel)

 

Eigendrehimpuls oder Spin

Elementarteilchen und Atomkerne besitzen einen sogenannten Eigendrehimpuls oder Spin. Je nach Verteilung der elektrischen Ladung entsteht durch den Spin ein mehr oder weniger starkes magnetisches Moment. Elementarteilchen bzw. Atomkerne ähneln in ihrem Verhalten so einem Magneten, der um seine eigene Achse rotiert (vgl. Wie entstehen Magnetfelder?).

 

Magnetische Momente körperlicher Gewebe werden z.B. bei der   Magnetresonanz- Tomografie genutzt

Ein menschlicher Körper besteht aus sehr vielen unterschiedlichen Atomen und ist deshalb insgesamt "elektromagnetisch neutral". Setzt man Körpergewebe oder organische Substanzen einem äußeren Magnetfeld aus, so richten sich die magnetischen Momente der Protonen des Körpergewebes aus und rotieren in einer bestimmten Frequenz (Larmor-Frequenz), die proportional zur Stärke des von außen angelegten Magnetfeldes ist. Die Protonen richten sich sozusagen am äußeren Magnetfeld aus. Schaltet man das äußere Magnetfeld ab, kehren die Protonen wieder in ihre Ausgangsverteilung zurück. Dabei senden sie aber elektromagnetische Wellen aus, die aufgefangen werden können. Diese Zusammenhänge macht sich die Magnetresonanztomografie, die auch Kernspintomografie genannt wird, zunutze, um unterschiedliche Gewebe des Körpers bildhaft darzustellen.   weiter...

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Magnetismus und Magnetfelder

 




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