Palliativmedizin

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Allgemeine Aspekte der Palliativmedizin
Das palliativmedizinische Team
Spezial:
Alte Menschen in der Palliativmedizin
Kinder in der Palliativmedizin

Die Sterbephase
Sterbehilfe, Sterbebegleitung, Patientenverfügung
Krankenpflege in der letzten Lebensphase

Beschwerdenkomplexe:
Dermatologische Beschwerden
Ernährung und Flüssigkeitsversorgung
Magen-Darm Beschwerden

Lungen- und Atemwegsbeschwerden
Neurologische Beschwerden
Seelische und geistige Beschwerden
Urologische Beschwerden

 

Hilfen bei belastenden Untersuchungen bei schwer kranken und sterbenden Kindern

Eltern sollten dabei sein

Bei Kindern mit schweren Erkrankungen sind häufig Untersuchungen oder Behandlungen erforderlich, die das Kind ängstigen und/oder die ihm Schmerzen bereiten, beispielsweise Spritzen, Infusionen, Entnahme von Gewebeproben oder Operationen. Die Anwesenheit der Eltern während dieser Untersuchungen und Behandlungen sind für das Wohlbefinden des Kindes sehr wichtig. Außerdem gibt es einige Maßnahmen, die helfen, die Belastungen zu reduzieren. Diese Maßnahmen orientieren sich am Alter des Kindes.

 

Hilfen bei Säuglingen

  • Säuglinge:
    • Lageänderung
    • Windelwechsel
    • Wiegen
    • Streicheln
    • Anbieten eines Schnullers
    • sanfte Musik, zum Beispiel Wiegenlieder
    • Sprechen mit sanfter Stimme
    • Dämpfung der Beleuchtung
    • Vermeidung lauter Geräusche
    • Ablenkung, beispielsweise durch ein Mobile

 

Hilfen bei Kleinkindern

  • Kleinkinder:
    • Vorbereitung des Kindes durch altersgerechte Information über die Untersuchung oder Behandlung
    • Spielen mit dem Kind vor und nach der Untersuchung oder Behandlung
    • Anbieten eines Gegenstandes, der Sicherheit vermittelt (beispielsweise vertrautes Kuscheltier)
    • Sprechen mit beruhigender Stimme
    • Spielen mit Seifenblasen oder andere ablenkende Spiele wie "Kuckuck da" sowie Ansehen von Bilderbüchern
    • Halten und Drücken der Hand
    • Singen
    • Einsatz eines Zauberstabes

 

Hilfen bei Schulkindern

  • Schulkinder:
    • Vorbereitung des Kindes durch altersgerechte Information über die Untersuchung oder Behandlung
    • Vermittlung von Atemübungen zur Entspannung
    • Vorstellungsübungen unter Anleitung, beispielsweise gedankliche Führung über eine Blumenwiese oder einen spannenden Spielplatz
    • Anbieten von Musik
    • Halten und Drücken der Hand
    • Ablenkung durch Gespräche, Bücher oder Spiele
    • Einsatz eines Zauberstabes
    • Blickkontakt mit einer Vertrauensperson
    • Konzentration auf einen Punkt im Raum

 

Kinder mithelfen lassen

Kindern fällt es häufig leichter, unangenehme Untersuchungen oder Behandlungen durchführen zu lassen, wenn sie gut darin integriert sind. Beispielsweise können sie die Desinfektion der Haut mit einem Tupfer selbst vornehmen. Außerdem sollte man mit ihnen Signale absprechen, mit denen sie in der Lage sind, die Kontrolle zu behalten. Wird eine Untersuchung zu unangenehmen, signalisiert ein "Stopp" signalisiert dem Arzt, die Untersuchung zu unterbrechen.

 

Erklärungen fördern Akzeptanz

Kinder bewältigen Untersuchungen und Behandlungen besser, wenn vorher alles genau besprochen und Ihnen die Überzeugung vermittelt wird, dass sie in der Lage sind, die Situation gut zu meistern ("Ich traue Dir zu, dass Du tapfer bist"). Des geht aber nur, wenn Kinder altersmäßig in der Lage sind, eine solche Vorgehensweise zu verstehen und die Erklärungen entsprechend kindgerecht sind.

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