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Heilpflanzen - Pflanzliche Therapie

Heilpflanzen - Pflanzliche Therapie
Syzygiumrinde

Die glatten Blätter riechen nach Terpentin

Die Rinde des in Ostindien, im Malayischen Archipel, Südchina und im nördlichen Australien beheimatete Jambulbaums wird Syzygiumrinde oder Syzygii cumini cortex genannt. Der immergrüne Laubbaum wird bis zu 30 Meter hoch. Er hat glatte, ovale Blätter und eine grau Rinde. Medizinisch wirksam sind alle Pflanzenteile, allerdings wird insbesondere die Syzygiumrinde als Heilpflanze verwendet.

 

Wirkstoffe

Syzygiumrinde wird getrocknet und weiter verarbeitet. Die medizinisch wirksamen Bestandteile sind Gerbstoffe, Triterpensäuren und Phytosterole.

 

Wirkmechanismus

Gerbstoffe reagieren mit den Eiweißen der Schleimhäute und bilden unlösliche Verbindungen. Im Mund führt das z. B. zu einem typischen stumpfen, trockenen Gefühl. Entzündete und verletzte Areale werden geschützt. Im Magen-Darm-Trakt kommt es durch Gerbstoffe zu einer Verdichtung der Oberfläche, die das Eindringen von giftigen Substanzen und Krankheitserregern erschwert. Außerdem verringert sie den Flüssigkeitseinstrom in den Darm.

 

Wirkungen

Insgesamt konnten bei Syzygiumrinde folgende Wirkungen gezeigt werden:
  • zusammenziehend (adstringierend)
  • entzündungshemmend
  • austrocknend (im Mund-Rachenbereich und im Darm)
  • vermindert Juckreiz
  • verdichtet Gewebe
  • leicht oberflächenbetäubend
  • vermindert die Durchlässigkeit der feine Blutgefäße
  • senkt den Blutzuckerspiegel (im Tierversuch nachgewiesen)

 

Anwendungsgebiete

Verwendet wird Syzygiumrinde bei leichten unspezifischen Durchfallerkrankungen und bei Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenbereich. Außerdem können leichte, unspezifische Entzündungen der Haut mit Syzygiumrinde behandelt werden. In der Homöopathie wird Syzygiumrinde als blutzuckersenkendes Mittel bei Diabetes eingesetzt.

 

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen, Gegenanzeigen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind nicht bekannt. Weil - wie bei allen Gerbstoffdrogen - gleichzeitig eingenommene Medikamente möglicherweise schlechter vom Darm aufgenommen werden, sollten dies 2 Stunden vor der Anwendung von Odermennig eingenommen werden.

 

Dosierung und Anwendung

Die Gesamtdosis sollte pro Tag etwa 3 bis 6 g betragen. Für Aufgüsse wird 1 Teelöffel Syzygiumrinde auf einer Tasse mit kochendem Wasser übergossen. Nach 10 bis 15 Minuten wird der Aufguss durchgesiebt und lauwarm getrunken. Er kann auch zum Gurgeln oder als Umschlag verwendet werden.

 

Wichtig:

Durchfallerkrankungen bei Säuglingen und Kleinkindern sollten immer sofort von einem Arzt behandelt werden. Durchfall kann bei Säuglingen sehr schnell zu Austrocknung führen und ist dann lebensbedrohlich. Dauert bei Erwachsenen eine Durchfallerkrankung mehrere Tage an, so ist auch hier ein Arztbesuch unumgänglich.

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