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Wirkstoffverteilung im Körper

Zur Resorption müssen Wirkstoffe gelöst sein.

Jedes Arzneimittel ist dafür geschaffen, an einem bestimmten Ort im Körper seine Wirkung zu entfalten. Die Reaktion der Körpers und ihre Stärke hängt davon ab, wie stark die Konzentration des Wirkstoffes an seinem Wirkort ist. Nicht immer gelingt es, den Wirkstoff direkt an den Wirkort zu bringen. Meistens wird ein Arzneimittel von fern an den eigentlichen Wirkort herangeführt. Die Aufnahme kann z. B. bei Tabletten durch den Magen-Darm-Trakt erfolgen. Nach dem Übertritt in die Blutbahn verteilt sich dann der Wirkstoff in gesamten Organismus und gelangt so auch an seinen Wirkort. Damit der Arzneistoff in die Blutbahn aufgenommen (resorbiert) werden kann, muss er in gelöster Form vorliegen. Deshalb wirken z.B. Tropfen schneller als Tabletten, die sich zuvor im Magen oder Darm lösen müssen. Erst dann geben sie den Wirkstoff frei.

 

Das Blut verteilt die Wirkstoffe.

Bevor der gelöste Wirkstoff aber schließlich in die Blutbahn gelangen kann, muss er noch einige Barrieren durchdringen. Das kann z. B. die Magen-Darm-Schleimhaut sein, oder die Oberflächenhaut des Körpers oder das Unterhautfettgewebe bei Injektionen unter die Haut oder das Muskelgewebe bei Injektionen in den Muskel. Nur bei Injektionen in die Blutbahn erfolgt direkt eine Verteilung im Körper. Da aber der Wirkstoff immer aus der Blutbahn heraus in die Zellen seines eigentlichen Wirkortes gelangen muss, um seine Wirkung zu entfalten, muss der Wirkstoff  weitere Membranen durchdringen können.

 

Der Wirkstoff muss mehrere Barrieren überwinden.

Es müssen bei der Wirkstoffverteilung im Körper folgende Barrieren überwunden werden, bevor das Arzneimittel seine Wirkung am Zielorgan entfalten kann:
  • Durchtritt durch die Oberfläche und Aufnahme in die Blutbahn
  • Austritt aus der Blutbahn in den Raum zwischen den Zellen, den interstitiellen Raum
  • Durchtritt durch die Zellwand in das Zellinnere
  • Durchtritt durch die Membran von Zellkörperchen in inneren einer Zelle

Allgemein unterteilen sich diese Barrieren in zwei Bereiche: Die äußeren Schranken des Körpers beinhalten die äußere Haut mit ihrem verhornten Plattenepithel, das unverhornte Plattenepithel im Mund, das Epithel mit Bürstensaum im Darm und das Flimmerepithel in der Lunge. Bei den inneren Barrieren handelt es sich um Blut-Gewebe-Schranken, bei der der Wirkstoff aus den Blutgefäßen in umliegende Gewebe austritt. Die Membranen zwischen Blut und umliegendem Gewebe sind unterschiedlich durchlässig. Unterschiedliche Durchlässigkeiten bestehen bei der Blut-Hirn-Schranke, der Blut-Leber-Passage, der Plazenta-Schranke und der Blut-Hoden-Schranke.

Treibende Kraft bei der Wirkstoffaufnahme ist die Diffusion. Eine genaue Beschreibung der Diffusion finden Sie hier.

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