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Krankheitsbild
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Abwehrreaktionen lassen die Lymphknoten anschwellen und schmerzen
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Lymphome sind angeschwollene
Lymphknoten. Für die Schwellung kann es verschiedene Ursachen geben.
Bei Infektionen oder Entzündungen im Körper läuft das Immunsystem auf Hochtouren. In den
Lymphknoten ist dann die Produktion von Abwehrzellen, den Lymphozyten, gesteigert. Auch
sind sie jetzt in großem Maße damit beschäftigt, die Lymphe von Mikroorganismen und
Giften zu befreien. Um diese Funktionen in ausreichendem Maße erfüllen zu können,
schwellen sie erheblich an. Dies ist normal und ein gesundes Zeichen für eine verstärkte
Aktivität des Immunsystems. Werden die geschwollenen Lymphknoten betastet, reagieren sie
schmerzempfindlich und lassen sich leicht verschieben. Jeder hat dies selber schon einmal
bei sich beobachten können, wenn er an einem grippalen Infekt der oberen Atemwege
erkrankt war. Dann sind die Halslymphknoten deutlich vergrößert. Sie schmerzen, wenn sie
betastet werden und lassen sich mit dem Finger leicht hin und her bewegen. |
Bösartige Schwellungen sind häufig schmerzlos
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Ein Lymphknoten kann aber auch durch wucherndes Zellwachstum bösartig
(maligne) vergrößert sein. Typischerweise bereiten sie dann bei Berührung keinerlei
Schmerzen und lassen sich auch nicht verschieben, denn Sie sind dann mit dem umliegenden
Gewebe verwachsen. |
Magenlymphome sind eine seltene Form des Magenkrebses
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In der Magenwand befinden sich zahlreiche Lymphknoten. Sind sie bösartig
vergrößert, werden sie als Magenlymphome bezeichnet. Das Magenlymphom ist eine sehr
seltene Form des Magenkrebses. Bei den meisten Magenlymphomen handelt es sich um
bösartige MALT-Lymphome, die auf die Magenschleimhaut begrenzt sind. MALT bedeutet:
"Mucosa Associated Lymphatic Tissue" = Schleimhaut assoziiertes lymphoides
Gewebe. |
80 Prozent der Lymphome im Verdauungstrakt entwickeln sich im Magen
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Es werden primäre und sekundäre Lymphome unterschieden.
- Primär bedeutet, dass ausschließlich die Lymphknoten in der Magenschleimhaut bösartig
verändert sind. Es liegt keine andere Erkrankung vor, die zu dieser Schwellung beitragen
würde.
- Sekundäre Magenlymphome entstehen als Begleiterscheinung im Rahmen einer bösartigen
Veränderung des gesamten Lymphsystems.
Primäre Magenlymphome machen etwa 80 Prozent aller Lymphome des Verdauungstraktes aus.
Sie entwickeln sich direkt aus dem lymphatischen Gewebe der Magenschleimhaut heraus. Es
handelt sich hierbei hauptsächlich um "Non-Hodgkin-Lymphome" (NHL), vom
B-Zell-Typ. B-Zellen sind weiße Blutkörperchen (Leukozyten), die bei dieser Krankheit
während ihrer Reifung in den Lymphknoten entarten und so den Krebs auslösen.
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Meistens handelt es sich um Non-Hodgkin- Lymphome
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Zur Unterscheidung: "Hodgkin-Lymphome" gehen mit einer
tumorartigen Wucherung einher, bei der knotenartige Zellneubildungen (Granulome) aus
Lymphozyten u. Granulozyten entstehen. Diese Zellen des Immunsystems weisen bei ihrer
Entartung charakteristische Eigenarten auf, die das Zytoplasma und den Zellkern betreffen.
Diese atypisch gereiften Zellen werden auch "Hodgkin-Zellen" genannt. Begleitet
wird die Erkrankung mit einer Bindegewebswucherung. Bei den
"Non-Hodgkin-Lymphomen" entarten zwar die Lymphknoten, aber es entstehen keine
Granulome, die Zellen mit den typischen "Hodgkin-Merkmalen" aufweisen (Hodgkin,
engl. Pathologe 1798-1866). |
Menschen ab 50 sind besonders betroffen
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Zu Beginn einer Magenlymphomerkrankung sind andere Lymphknoten außerhalb
des Magens nicht befallen. Erst im weiteren Verlauf der Krankheit sind auch die restlichen
Lymphknoten befallen. Am häufigsten erkranken Menschen ab dem 50. Lebensjahr. Frauen sind
seltener betroffen. Im Gegensatz zum Magenkarzinom wird beim Magenlymphom ein Anstieg der
Erkrankungsfälle beobachtet. Besonders im Zusammenhang mit HIV-Erkrankungen wird diese
Entwicklung festgestellt. |
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Beschwerden
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Symptome ähneln denen des Magengeschwürs
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Beschwerden äußern sich meistens sehr uncharakteristisch. In einigen
Fällen können sie auch den Symptomen eines Magenkarzinoms ähneln. Häufiger leiden die
Betroffenen jedoch an Beschwerden, die mit denen des Magengeschwürs
vergleichbar sind. |
Übelkeit ist ein frühes Zeichen
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Zu Beginn fühlen sie sich in ihrer Leistungsfähigkeit geschwächt,
leiden unter Appetitlosigkeit und manchmal an Übelkeit. Zuweilen verspüren sie ein
diffuses Druckgefühl im Bauchraum. Erst im fortgeschritteneren Stadium setzt neben
nächtlichem Schwitzen auch Fieber ein. Das Gewicht nimmt jetzt mit der Zeit immer mehr ab. |
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Ursachen
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Infektionen begünstigen die Entstehung
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Eine Infektion mit Helicobacter pylori
begünstigt in hohem Maße die Entstehung eines Magenlymphoms. Während dieser
Bakterieninfektion vermehrt sich in vielen Fällen das lymphatische Gewebe in der
Magenschleimhaut krankhaft. |
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Therapie
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Antibiotika gegen Hp.-Bakterien helfen im frühen Stadium
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Wird die Krankheit früh genug erkannt, kann mit Hilfe einer Antibiotikatherapie eine Beseitigung der Helicobacter
Bakterien bewirkt werden, was zu einer Heilung verhilft. Ist dagegen schon ein
fortgeschritteneres Stadium erreicht, hilft nur eine Operation. Dabei wird entweder nur
der betroffene Teil des Magens entfernt oder auch der gesamte Magen. Die totale Entfernung
des Magens wird als Gastrektomie bezeichnet. Häufig wird nach der Operation mit einer
Strahlentherapie oder Chemotherapie weiter behandelt. |
Zytokine und Antikörper
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Zur Unterstützung des Immunsystems werden Zytokin- und Antikörper-Therapien eingesetzt.
Die Zytokine sorgen dafür, dass die Abwehrzellen in ihrer Funktion unterstützt werden.
Antikörper sind in der Lage, bösartige Zellen direkt zu zerstören. |
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Werden entsprechende Bestandteile des Immunsystems dem Körper zugeführt,
wird dieses in seiner "Arbeit" erheblich unterstützt und erleichtert den Kampf
gegen die bösartigen Zellen.
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