Operationen und Eingriffe

Bücher zum Thema aussuchen Bücherliste: Chirurgie
Allgemeine Aspekte
Teilnarkose und örtliche Betäubung
Vollnarkose

Gynäkologische Operationen
Allgemeine Aspekte von Transplantationen
Pankreastransplantation - Transplantation der Bauchspeicheldrüse
Hauttransplantation
Herztransplantation
Lebertransplantation
Lungentransplantation
Nierentransplantation
 
Schönheitsoperationen
Ästhetisch-plastische Chirurgie
Operationen zur Reduzierung von Übergewicht
ERCP
Leistenbruch
Orthopädische Operationen:
Wirbelsäulenverletzungen
Bandscheibenvorfall
Facettensyndrom
Kryotherapie
Radiofrequenztherapie
Spinalkanalstenose

Herz- und Gefäßchirurgie
 

Kryotherapie (Kältetherapie) bei Wirbelsäulenschmerzen

Indikationen

Das Facettensyndrom ist das Haupteinsatzgebiet der Kryo- oder Kältetherapie. Die nachfolgende Beschreibung bezieht sich auf diesen Anwendungsbereich. Die Kryotherapie kann allerdings auch zur Linderung anderer Schmerzen eingesetzt werden, beispielsweise Schmerzen als Folge von

  • Thorakotomien (operative Eröffnung des Brustkorbs, beispielsweise bei Herz- oder Lungenoperationen)
  • Nervenschäden
  • Verletzungen
  • Sehnenreizungen
  • Trigeminusneuralgien

Kälte lindert Schmerzen

Bei der Kryotherapie wird die schmerzlindernde Wirkung von Kälte genutzt. Der Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung in Bauchlage. Zunächst wird das Operationsgebiet mit sterilen Tüchern abgeklebt und desinfiziert. Die genauen Einstichpunkte für die Kältesonde lassen sich mit Hilfe eines Röntgengerätes ermitteln. Die Einstichpunkte werden dann durch eine Injektion örtlich betäubt.

 

Sonde wird auf minus 62 Grad gekühlt

Nach einer kleinen Stichinzision kann man die Kältesonde bis an das zu behandelnde Facettengelenk heran schieben. Durch eine Probestimulation mit Strom wird die versehentliche "Verkühlung" eines motorischen Nervs (der für die Bewegungsfähigkeit erforderlich ist) ausgeschlossen. Nach korrekter Platzierung der Kältesonde folgt nun durch Abkühlen der Sondenspitze bis auf minus 62 Grad die eigentliche Kältetherapie und damit die erwünschte Schmerzlinderung.

 

Behandlung benachbarter Gelenke

In der Regel wird nicht nur das schmerzauslösende Facettengelenk behandelt, sondern auch das Facettengelenk auf der gegenüber liegenden Körperhälfte sowie die jeweils darüber und darunter gelegenen Gelenke.

 

Prognose

Bei 90 Prozent der mit Kryotherapie therapierten Patienten mit Facettensyndrom ist die Behandlung erfolgreich. Dabei ist die Dauer der Schmerzlinderung allerdings sehr unterschiedlich. Er kann einige Tage oder auch bis zu mehreren Jahren dauern. Im Mittel hält der therapeutische Erfolg ungefähr ein Jahr lang an - dann ist eine erneute Kryotherapie möglich, wobei die Behandlung auch mehrfach wiederholt werden kann.

 

Komplikationen

Komplikationen kommen bei einer Kryotherapie zur Behandlung eines Facettensyndroms nur sehr selten vor. Mögliche Komplikationen sind:

  • Nachblutung
  • Hautirritationen oder Infektion bis hin zum Abszess (Eiterherd) an der Einstichstelle der Kältesonde
  • Beschädigung von Nervengewebe

 

Quellen:

 




MedizInfo®Homepage
zur Startseite

zur Übersicht
des Unterthemas
zur Übersicht
des Oberthemas