Chronische Schmerzen

 

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Medikamentöse Behandlung bei Kindern
Inhaltsübersicht:
Altersgerechter Einsatz von Medikamenten
Dosierung von Schmerzmitteln
Tips für Eltern
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Altersgerechter Einsatz von Medikamenten
Behandlung ist selten problematisch. Der Gesamtumfang der medizinischen Erfahrungen mit der medikamentösen Behandlung von chronischen Schmerzen bei Kindern sind eher gering. Dennoch ist normalerweise die Behandlung unproblematisch. Sie muß aber den Erfordernissen und Besonderheiten der einzelnen Altersgruppen angepaßt werden.

 

Bei Neugeborenen ist die Leber noch nicht voll entwickelt. Es gilt z. B. zu berücksichtigen, daß bei Neugeborenen der Stoffwechsel der Leber noch nicht voll entwickelt ist. Aus diesem Grunde sind Halbwertzeiten von Medikamenten zum Teil erheblich länger. Einige Medikamente dürfen Neugeborenen überhaupt nicht verabreicht werden.

 

ASS kann erst ab dem 4. Lebensjahr angewandt werden. Acetylsalicylsäure (ASS) ist für Kinder zwischen zwei und vier Jahren ungeeignet. Acetylsalicylsäure birgt die Gefahr einer Fehlentwicklung der Mitochondrien. Das kann zu ernsthaften Erkrankungen führen. Bei älteren Kindern kann ASS in der Regel ohne Komplikation altersentsprechend angewandt werden.

 

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Dosierung von Schmerzmitteln
Das WHO- Stufenschema sagt, wo es lang geht. Für die Dosierung von Schmerzmitteln bei Kindern mit chronischen Schmerzen gilt prinzipiell, genau wie bei Erwachsenen, das WHO-Stufenschema. Begonnen wird mit einfachen Analgetika, die bei nicht ausreichender Wirkung zunächst durch schwache und später durch starke Opioide ersetzt werden müssen. Wichtig ist, daß jede Schmerztherapie individuell zugeschnitten ist. Die Medikation muß täglich erfolgen und darf nicht nur bei Bedarf eingenommen werden. So wird in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle eine gute schmerzlindernde Wirkung erzielt.

 

Dosierung von Analgetika. Bei einfachen Analgetika gelten in etwa folgende Grundregeln:
  • Säuglinge erhalten ca. 1/6 bis 1/5 der Erwachsenendosis,
  • Kleinkinder erhalten ca. 1/4 bis 1/3 der Erwachsenendosis und
  • Schulkinder ab 12 erhalten ca. 2/3 der Erwachsenendosis.

 

Wirkstoffe und Dosis bei Kindern. Beispiel von Dosierungen einfacher Schmerzmittel bei Kindern:
Wirkstoff Dosis Häufigkeit
Paracetamol 10-15 mg je Kg Gewicht alle 6 Stunden
Acetylsalicylsäure 10-15 mg je Kg Gewicht alle 6 Stunden
Ibuprofen 10 mg je Kg Gewicht alle 6 bis 8 Stunden
Codein 0,5-1 mg je Kg Gewicht alle 4 bis 6 Stunden

 

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Tips für Eltern
Hier sind einige Hinweise aufgelistet, die im Zusammenhang mit Schmerzmedikamenten von Bedeutung sind.

 

Vorsicht vor Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.
  • Nimmt Ihr Kind schon ein anderes Medikament ein, so sollten Sie ihm ein Schmerzmittel nur nach Absprache mit einem Arzt geben, um unerwünschte Wechselwirkungen und Unverträglichkeitsreaktionen zu vermeiden.

 

Schmerzmittel nur nach Absprache mit dem Arzt.
  • Schmerzmedikamente sollten nie über einen längeren Zeitraum ohne ärztlichen Rat eingenommen werden. Am besten geben Sie Ihren Kindern auch rezeptfreie Schmerzmittel nur nach einer ärztlichen Beratung. Das gilt auch für homöopathische Medikamente.

 

Bei Nebenwirkungen sofort zum Arzt.
  • Sollte Ihr Kind Unterträglichkeiten zeigen, sollten sie sofort einen Kinderarzt aufsuchen.

 

Die Dosis des Medikamentes genau kontrollieren.
  • Das gleiche Schmerzmittel ist meisten in unterschiedlichen Dosierungen im Handel erhältlich. Bevor Sie Ihrem Kind ein Schmerzmedikament geben, sollten Sie die Dosierung überprüfen, damit Ihr Kind nicht zu starke Medikamente erhält.

 

Nie eine doppelte Dosis einnehmen.
  • Haben Sie einmal die Zeit der Medikamenteneinnahme nicht eingehalten, sollten sie beim nächten Mal die Dosis auf keinen Fall verdoppelt. Setzen sie einfach die Medikation wie gewohnt fort.

 

Medikamente nie in Reichweite der Kinder aufbewahren.
  • Verwahren Sie Medikamente niemals an Orten, die für Ihr Kind zugänglich sind. Das ist besonders dann wichtig, wenn Medikamente farblich oder im Geschmack auf Kinder zugeschnitten sind. Abgelaufene Medikamente gehören nicht in den Mülleimer. Sie können Sie in jeder Apotheke abgeben.

 

Medikamente nur mit einem Teil der Nahrung mischen.
  • Wenn Sie ein Arzneimittel mit Babynahrung in der Flasche oder im Brei vermischen wollen, sollten Sie darauf achten, daß Ihr Kind die gesamte Medikamentenmenge zu sich nimmt. Das erreichen Sie am besten dadurch, daß sie zuerst eine kleinere Menge der Nahrung mit dem Medikament mischen. Hat Ihr Kind die "Medikamentennahrung" aufgegessen oder getrunken, können Sie Flasche oder Teller mit der unvermischten Nahrung auffüllen.

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