Umweltmedizin

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Grenzwerte für Lebensmittel - Lebensmittelüberwachung

Die einzelnen Bundesländer sind zuständig

In Deutschland liegt die Überwachung der Strahlenbelastung von Nahrungsmitteln in den Händen der einzelnen Bundesländer. Die Festlegung von Grenzwerten für in Deutschland erzeugte und für den Import von radioaktiv belasteten Nahrungsmitteln erfolgt auf Grundlage des Strahlenschutzvorsorgegesetz und des Lebensmittelrechts und wird durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ausgeführt.

 

EU-Grenzwerte für dem Import aus Japan

Am 8. April 2011 haben sich die EU Mitgliedstaaten auf einheitliche Grenzwerte für den Import von Nahrungsmitteln aus Japan  inklusive Fische und Fischereierzeugnisse geeinigt. Die zulässigen Höchstwerte betreffen die Elemente Strontium, Iod, Plutonium und Cäsium. Lebensmittelexporte stehen in Japan unter starken Kontrollen, und Einfuhren aus Japan in die EU oder nach Deutschland werden bei ihrer Ankunft kontrolliert und gegebenenfalls in einer Messstelle radiologisch bewertet.

 

Nur wenig Importe

Japan exportiert kaum Lebensmittel und nur ein ganz geringer Prozentsatz des von Deutschland importierten Fisches soll aus dem Pazifik kommen. Laut Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) "hat Japan nach dem Unfall in Fukushima Exportbeschränkungen erlassen und durch die verstärkten Lebensmittelkontrollen, deren Kosten der Importeur zu tragen hat, ist nicht mit einer Ausweitung der Importe zu rechnen".

 

Grenzwerte für Lebensmittel und Futtermittel (Bq/kg)

Element Säuglings- und
Kinderlebensmittel
Milch und
Milchprodukte
Andere Lebensmittel
außer Getränke
Getränke
Strontium 75  125  750  125
Iod 100
(vorher: 150)
300 (vorher: 500) 2000 300 (vorher: 500)
Plutonium 1 1 (vorher: 20) 1 (vorher: 80) 1 (vorher: 20)
Cäsium 200 (vorher: 400) 200 (vorher: 1000) 500 (vorher: 1250) 200 (vorher: 1.000)

Quelle: BfS Hinweis: Im Originaltext der Verordnung sind genauere Bezeichnungen der Radionuklide sowie erklärende Fußnoten enthalten.

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