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Zähne müssen richtig aufeinander zuführen

Die Schneidezähne und besonders die Eckzähne sollen beim Schließen der Kiefer alle Zähne richtig aufeinander zuführen (vgl. Das Erwachsenengebiss). Sie sollen den Kauvorgang sozusagen in die richtigen Bewegungsbahnen lenken. Aus diesem Grunde überlappen die oberen Schneide-und Eckzähne normalerweise die unteren Front-und Eckzähne um wenige Millimeter. Durch diese "Frontzahn-Eckzahn-Führung" klaffen schon bei der allerkleinsten Kieferbewegung die Backen- und Mahlzähne sofort auseinander.

 

Fehlerfreies Zusammenspiel ist vorrangig

Mit einem derartigen "normalen Scherenbiss" ist es kaum möglich auf den hinteren Zähnen zu knirschen. Das ist wichtig, um möglichst lange ein funktionsfähiges Gebiss zu erhalten. Bei einer kieferorthopädischen Behandlung geht es deshalb nicht vorrangig darum, eine schön geformte Zahnreihe zu machen. Viel wichtiger ist es, eine Verzahnung herzustellen, die ein fehlerfreies Zusammenspiel der Zähne gewährleistet.

 

Scherenbiss

Die Form des Mundes und der Lippen wird sehr stark von der Form des Oberkiefer- und Unterkieferzahnbogens bestimmt. Beim normalen Scherenbiss sind Ober- und Unterlippe etwa gleich stark ausgeprägt, das Lippenrot ist gleich stark sichtbar. Scherenbiss heißt es deshalb, weil die oberen Schneidezähne die unteren Frontzähnen wie die Klingen einer Schere leicht überlappen. Bei geschlossener Zahnreihe überlappen die oberen Zähne die unteren Zähne um 2 bis 3 Millimeter.

 

Deckbiss

Wenn bei geschlossener Zahnreihe die Überlappung aber 8 und mehr Millimeter beträgt, so dass die unteren Zähne völlig hinter den oberen Frontzähnen versteckt sind und wenn die Frontzähne sich dabei noch berühren spricht man von einem Deckbiss. Bei dieser Bissform ist die Oberlippe dann recht straff gespannt und zeigt nur wenig Lippenrot. Das Lippenrot der Unterlippe ist dagegen normal.

 

Offener Tiefbiss und Rückbiss

Berühren sich bei dieser Art von tiefem Biss jedoch die Frontzähne nicht mehr, weil der Unterkiefer viel zu weit hinten liegt, bzw. zu schmal ausgebildet ist spricht man vom offenen Tiefbiss und Rückbiss. Hierbei beißen die unteren Frontzähne manchmal sogar in die Gaumenschleimhaut hinein. In diesen Fällen entsteht in der Regel eine extrem nach vorne hinausgestülpte Unterlippe. Ein Lippenschluss ist oft nur durch aktive Anspannung der unteren Lippenmuskeln möglich. Im Profil betrachtet hat der Mensch eine Art "Vogelgesicht".

 

Falscher Überbiss, Vorbiss oder Progenie

Eine weitere Bissform, welche eine schmale Oberlippe mit fleischig ausgeprägter, aber nicht hinausgewölbter Unterlippe hervorruft wird der "falsche Überbiss" der "Vorbiss" oder die Progenie genannt. Hierbei überlappen die unteren Frontzähne die oberen. Sie bilden demnach einen verkehrten Scherenbiss. Diese Menschen haben infolge des vorgereckten, ausgeprägten Kinnes meist ein energisches, dynamisches Aussehen.

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