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Heilpflanzen - Pflanzliche Therapie

Heilpflanzen - Pflanzliche Therapie
Lavendel - Lavendelöl

Lavendel

Echter Lavendel (Lavandula angustifolia Miller oder Lavandula officinalis) ist schon lange als Heilpflanze bekannt. Medizinisch verwendet werden die Blüten, weshalb man auch häufiger die Bezeichnung Lavandulae flos findet.

Der echte Lavendel wächst im Mittelmeerraum und benötigt kalkreiche Böden. Die strauchartige Pflanze wird bis zu 60 cm hoch und ist stark verzweigt. Die Blätter sind schmal und sehr lang. Die Blütenkelche sehen Ähren ähnlich. Sie sind grauviolett. Die Blütezeit ist von Juni bis August.

 

Inhaltsstoffe

Lavendelblüten oder das daraus gewonnene Lavendelöl werden in Form von Tee, Bädern, Einreibungen oder als getrocknetes Sträußchen verwendet. Lavendelblüten enthalten als wirksame Inhaltsstoffe mindestens 1,5 Prozent ätherisches Öl mit den Hauptbestandteilen Linalylacetat, Linalool, Campher, ß-Ocimen und 1,8-Cineol. Außerdem sind noch etwa 12 Prozent Lamiaceengerbstoffe enthalten.

 

Wirkung

Äußerlich angewendet haben Lavendelblüten eine hautreizende Wirkung, was zu einer Durchblutungssteigerung führt. Innerlich angewendet ist die Wirkung beruhigend und entblähend. Im medizinischen Sinne werden die Wirkungen folgendermaßen zusammengefasst:

  • sedativ = beruhigend, dämpfend
  • karminativ = gegen Blähungen, reinigend
  • cholagog = galletreibend
  • hyperämisierend = durchblutungsfördernd

 

Anwendungsgebiete

Die innere Anwendung wird laut Kommission E empfohlen bei:

In Form von Bädern wird bei funktionellen Kreislaufstörungen (z. B. funktionellen Herzbeschwerden) Lavendel äußerlich angewandt.

Erfahrungsmedizinisch wird Lavendel ebenfalls erfolgreich angewandt bei Schwindel und Kopfschmerzen und zur Beruhigung. Verwendung finden Tees, Inhalationen oder getrocknete Sträußchen. Getrocknete Sträußchen werden z. B. bei Säuglingen und Kleinkindern in das Kinderbettchen gehängt.

 

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen, Wechselwirkungen mit anderen Heilmitteln und Gegenanzeigen sind nicht bekannt.

 

Dosierung

Als Tee sollte pro Tasse 1 bis 2 Teelöffel getrocknete Lavendelblüten verwendet werden. Bei ätherischem Öl werden 1 bis 4 Tropfen z. B. auf ein Stück Würfelzucker geträufelt. Als Badezusatz sollten auf 20 Liter Wasser etwa 20 bis 100 Gramm getrocknete Lavendelblüten ausreichen.

 

Wichtig:

Lavendelöl findet auch in Fertigarzneimitteln Verwendung. Es kann außerdem mit anderen, beruhigend oder entblähend wirkenden Drogen angewendet werden.

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