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Hormoninaktive
Hypophysenadenome |
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Definition
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| Adenome
können gutartig oder bösartig sein. |
Adenome
sind Tumore in endokrinen Drüsen, die sowohl
gutartig, als auch bösartig sein können. Im Bereich der Hypophyse
und des Hypothalamus wird unterschieden zwischen
Adenomen die Hormone produzieren und solchen, die hormoninaktiv sind. Ein hormonaktives
Hypophysenadenom kann z. B. für das Cushing Syndrom
verantwortlich sein. |
| Hormoninaktive
Adenomen sind durch ihre Größe oft problematisch. |
Bei
den hormoninaktiven Hypophysenadenomen ist das Problem die Raumforderung. Durch das
Wachstum der Adenome kann es sogar zu einer Verlagerung des dritten Ventrikels
(Hirnkammer) kommen. Dann wird auch die Hypothalamusregion "verschoben". Durch
den Druck auf die Sehnervenkreuzung,
die ebenfalls in diesem Bereich liegt, kommt es oft zu Sehbeeinträchtigungen. Insgesamt
können die Folgen eines hormoninaktiven Hypophysenadenoms sehr weitreichend sein. Grund
dafür ist, daß sie zu einer vollständigen oder teilweisen Insuffizienz
des Hypophysenvorderlappens führen können. |
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Krankheitsbild
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| Gesichtsfeldausfälle
sind ein typisches Zeichen. |
Charakteristisch
sind Gesichtsfeldausfälle bei
Adenomen und Tumoren, die über den Bereich der Sella
(Türkensattel in dem die Hypophyse liegt) hinauswachsen. Kleinere Adenome, die im Bereich
der Sella liegen, rufen keine Gesichtsfeldausfälle hervor. |
| Keimdrüsen
und Schilddrüse können betroffen sein. |
Ein
weiter Symptomenkomplex wird durch eine Insuffizienz des
Hypophysenvorderlappens begründet. Dabei steht der Hypogonadismus, eine hormonale
Unterfunktion der Keimdrüsen, im Vordergrund. Auch Hypothyreose und Hyperthyreose sind möglich. |
| Störungen
im Regelkreis verschiedener HVL-Hormone können auftreten. |
Zusätzlich
können Störungen der Sekretionsleistung für andere Hypophysenvorderlappen-Hormone auftreten, z. B.
eine eingeschränkte Wachstumshormonsekretion und/oder eine eingeschränkte ACTH- bzw.
TSH-Sekretion nach entsprechender Stimulation. |
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Diagnostik
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| Die
Funktionsfähigkeit aller hormonellen Regelkreise des HVL muß getestet werden. |
Zur
Abklärung ist oft das gesamte Spektrum der Hypophysenvorderlappendiagnostik erforderlich.
Wichtig ist es festzustellen, welche hormonellen Regelkreise gestört sind. Außerdem ist
eine umfangreiche Augenuntersuchung wichtig. Mit Hilfe der Computertomographie bzw.
Kernspintomographie wird die Tumorausdehnung erfasst. |
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Therapie
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| Operative
Entfernung bei entsprechender Tumorgröße. |
Ziel
einer Therapie ist die Entfernung bzw. Verkleinerung des Adenoms. Bei nicht vollständig
entfernten Tumoren ist eine Strahlentherapie unerläßlich. Die Indikation für eine
Operation hängt ab von der Größe des Adenoms und von den Krankheitssymptomen. Der
Ausfall von Funktionen des Hypophysenvorderlappens allein ist keine Indikation für eine
Operation. |
| Hormonersatztherapie |
Ein
Hormonmangel, der durch den Ausfall des Hypophysenvorderlappens entsteht, kann durch
Hormonmedikamente ausgeglichen werden. Top |
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