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Bücherliste: Schilddrüse
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| Kurzinfo:
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Bösartige
Schilddrüsentumore zählen zu den seltenen Tumorerkrankungen. Von allen Krebserkrankungen
machen sie nur etwa 0,5 bis 1 Prozent aus. |
| Symptome |
Verdacht
besteht bei schnell wachsenden einzelnen Knoten und
schnellwachsenden Struma. Begleitend können Gewichtsverlust,
Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Heiserkeit, Schluckbeschwerden auftreten. |
| Therapie |
Operation,
meistens vollständige Thyreoidektomie, Radiojodbehandlung,
Chemotherapie, Strahlentherapie, lebenslange Hormonsubstitution. |
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Inhaltsübersicht:
Häufigkeit und Ursachen
Symptome
Diagnostik
Therapie und Prognose |
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Top
Häufigkeit und Ursachen
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Tumore
der Schilddrüse sind sehr selten.
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Bösartige
Schilddrüsentumore zählen zu den seltenen Tumorerkrankungen. Von allen Krebserkrankungen
machen sie nur etwa 0,5 bis 1 Prozent aus. 90 Prozent der Schilddrüsentumore gehen von
den Thyreozyten, den Schilddrüsenzellen, oder
von den C-Zellen aus. Das
C-Zellenkarzinom kommt bei 20% der Patienten familiär gehäuft vor. Frauen sind häufiger
betroffen, als Männer. Meistens entstehen die Tumore im Alter zwischen 40 und 65. Ursache für die Entstehung von Schilddrüsenmalignomen ist u. a.
die über einen langen Zeitraum erhöhte Einwirkung von TSH. Eine wichtige Rolle bei der Entstehung von
Schilddrüsenkarzinomen spielt auch die Röntgenstrahlung, der sich ein Betroffener in
jungem Jahren im Kopf- oder Halsbereich aussetzen mußte. Schilddrüsenmalignome kommen
auch als Metastasen anderer Tumorerkrankungen vor. Deshalb ist bei unklaren Befunden immer
an ein Primärkarzinom zu denken. Am häufigsten sind Lungenkrebs, Brustkrebs, Magenkrebs, Malignes Melanom und Hypernephrom
(Krebserkrankung der Nieren).
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Top
Symptome
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| Verdacht
bei schnellem Wachstum von Knoten. |
Bei
schnell wachsenden einzelnen Knoten und schnellwachsenden Struma ist der Verdacht auf ein Schilddrüsenmalignom besonders
groß. Die Schilddrüse fühlt sich knotig und derb an und läßt sich nicht gut
verschieben. |
| Bei
aggressiven Tumoren begleitende Beschwerden. |
Begleitend
können Gewichtsverlust, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Heiserkeit, Schluckbeschwerden
auftreten. Schmerzen strahlen vom Hals in die Ohren aus. Diese Symptomatik zeigt sich bei
aggressiven Tumorformen. |
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Diagnostik
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| Der
Tumor wird bei einer Sonografie sichtbar. |
Die
Sonographie hat in der Tumordiagnostik einen
großen Stellenwert. Bösartige Tumore können anhand ihres Echoverhaltens sehr gut
diagnostiziert werden. Bei dringendem Verdacht auf einen radiojodspeichernden Tumor sollte
auch eine Szintigraphie mit Jodisotopen
durchgeführt werden. Um Knotengewebe beurteilen zu können, wird oft auch eine
Gewebeentnahme mit einer feinen Nadel durchgeführt. Das muß sehr vorsichtig geschehen
und sollte zur Sicherheit immer gleichzeitig mit einer Ultraschallkontrolle durchgeführt
werden. |
| Verschiedene
Verfahren werden angewandt. |
Jede
einzelne dieser Methoden und auch der Tastbefund kann einen Tumor finden. Allerdings ist
die Sicherheit, mit der man von einer bösartigen Entwicklung sprechen kann, nicht für
alle Methoden gleich. Deshalb werden zur Abklärung meistens mehrere Verfahren angewandt. |
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Therapie und Prognose
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| An
erster Stelle steht eine Operation. |
Die
Primärtherapie besteht immer aus einem chirurgischen Eingriff, um das bösartig erkrankte
Tumorgewebe zu entfernen. Dabei gilt die Regel: so radikal wie nötig und so schonend wie
möglich. Meistens wird, bis auf wenige Ausnahmen, eine vollständige Thyreoidektomie
durchgeführt. Bei einigen Tumorformen ist es auch erforderlich, daß gesundes
Schilddrüsengewebe mit entfernt wird. |
| Nach
der Operation kommt die Radiojodbehandlung. |
Im
Anschluß an die Therapie wird immer eine Radiojodbehandlung
durchgeführt. Das ist notwendig, damit mikroskopisch kleine Restgewebe, die bei der
Operation nicht entfernt wurden, ebenfalls zerstört werden. Auch eventuell auftretende
jodspeichernde Metastasen außerhalb der Schilddrüse werden so behandelt. |
| Lebenslanger
Hormonersatz ist notwendig. |
Die
medikamentöse Therapie besteht in einer lebenslangen Substitution von
Schilddrüsenhormonen. Sie muß grundsätzlich bei allen Betroffenen durchgeführt werden.
Betroffene, bei denen weiterhin wachsende Malignome bestehen, müssen mit Zytostatika,
Strahlen- und Chemotherapie behandelt werden. Die Anwendung hängt von der Art des Tumors
ab. |
| Bei
begrenzten Tumoren ist fast immer eine vollständige Heilung möglich. |
Der
Verlauf hängt von verschiedenen Faktoren ab, z. B. Lebensalter, Geschlecht, Tumortyp und
Tumorstadium. Differenzierte Karzinome wachsen nur langsam. Bei schwangeren Frauen
verhält sich der Tumor ebenso, deshalb kann man mit der Therapie warten, bis die Geburt
stattgefunden hat. Ist der Tumor auf die Schilddrüse begrenzt, ist praktisch immer eine
Heilung möglich. Nur, wenn sich der Tumor ausbreitet, ist die Lebenserwartung begrenzt. Top |
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