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Migräne und erbliche Veranlagung

Bei der hemiplegischen Migräne wurde ein Gendefekt auf Chromosom 19 gefunden.

Bei bestimmten Sonderformen der Migräne, die familiengebunden auftreten, wurde ein Gendefekt auf dem Chromosom 19 gefunden. Das betrifft u.a. die hemiplegische Migräne oder die CADASIL-Erkrankung. CADASIL ist eine Abkürzung für zerebrale (cerebrale) autosomal-dominante Arteriopathie mit subkortikalen Infarkten und Leukoenzephalopathie. Diese Erkrankung führt zu einer Veränderung der kleinen Arterien, besonders im Gehirn. Das vorwiegende Symptom ist eine Migräne mit Aura und die erhöhte Gefahr von Schlaganfällen, besonders TIA. Durch die autosomal-dominante Vererbung können diese Erkrankungen in jeder Generation einer Familien auftreten und zwar unabhängig vom Geschlecht.

 

Zwillingsstudien zeigen, die Anfälligkeit für Migräne wird vererbt.

Bei den anderen Migräneformen sind auch anlagebedingte Faktoren wirksam. Das haben sogenannte Zwillingsstudien ergeben. Danach wird vermutet, dass die Anfälligkeit für Migräne vererbt wird, das tatsächliche Auftreten aber von weiteren Faktoren abhängt. Für diese Vermutung würde sprechen, dass Betroffene oft von weiteren Verwandten berichten, die ebenfalls unter Migräne leiden. bei etwa 50 bis 60 Prozent der betroffenen Frauen und 40 Prozent der betroffenen Männer wird eine solche erblich bedingte Veranlagung angenommen.

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