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Anatomie und Physiologie des Enddarms

Inhaltsübersicht:
Innenansichten
Wie funktioniert der Enddarm?

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Innenansichten

Der Enddarm kann sich stark erweitern.

Bedenkt man, dass die über dem Enddarm liegenden Darmabschnitte des Dünndarms und des Dickdarms mehrere Meter lang sind, dann ist der Enddarm mit ungefähr 15 bis 30 Zentimetern recht kurz. Der Enddarm wird auch als Mastdarm oder Rektum bezeichnet. Der obere Teil des Enddarms wird Ampulle genannt. Die Ampulle kann sich stark erweitern. Sie hat die Aufgabe, den Kot zu sammeln, bis er ausgeschieden wird. Sieht man bei einer Darmspiegelung in den Enddarm hinein, so kann man eine tiefe Falte auf der rechten Seite der Ampulle sehen. Diese Falte heißt Kohlrauschfalte.

 

Der Enddarm ist hochsensibel. Die nebenstehende Grafik zeigt ein Schnittbild durch den Enddarm. Die wichtigsten Bestandteile sind mit Zahlen gekennzeichnet, die folgende Bedeutung haben:

1 = Enddarm / Mastdarm / Rektum
2 = Schwellkörper (Corpus cavernosum recti): Aus diesen Schwellkörpern können Hämorrhoiden entstehen.
3 = Krypten oder Sägezahnlinie
4 = empfindliche Haut des unteren Analkanals
5 = Venengeflecht
6 = innerer Schließmuskel
7 = äußerer Schließmuskel
8 = Kohlrauschfalte
9 = Ampulle des Enddarms
10 = M. puborectalis: Willentlich bewegter Muskel, der den Mastdarm umgibt.

Der innere Schließmuskel besteht aus glatter Muskulatur und unterliegt nicht dem Willen. Steuern können wir lediglich den äußeren Schließmuskel, der aus quergestreifter Muskulatur besteht. Ein weiterer wichtiger Schließmuskel ist der Muskulus puborectalis, der mit einer Schlinge von vorne um den Mastdarm herumzieht. Er ist Teil der Beckenbodenmuskulatur. Wird er verletzt, so kommt es sehr häufig zur Inkontinenz.

 

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Wie funktioniert der Enddarm?

Der Kot gelangt allmählich in den Enddarm.

Der Enddarm hat die Aufgabe, den Kot bis zur Ausscheidung zu sammeln. In den 3 bis 5 Metern Dünndarm, die zwischen dem Magen und dem Enddarm liegen, werden der Nahrung die Nährstoffe entzogen. Eiweiße, Fette, Zucker, Salze, Vitamine werden nach und nach in den Blutkreislauf und in den Lymphkreislauf abgegeben. Im Dickdarm schließlich wird dem restlichen Speisebrei langsam Flüssigkeit entzogen. Er wird immer fester. Weiterbewegt wird der Dickdarminhalt durch rhythmisches Zusammenziehen der Darmmuskulatur. So gelangt der Kot langsam, nach und nach, in den Enddarm.

 

Der komplexe Schließmechanismus verhindert Inkontinenz.

Damit nicht gleich alles "durchläuft" braucht der Enddarm einen Verschluss. Dieser Verschluss soll verhindern, dass Kot, Gase und flüssiger Darminhalt sofort über den Anus nach draußen gelangen. Sonst wären wir inkontinent und müssten ein Leben lang "Pampers" tragen. Dieser Verschlussmechanismus besteht aus den Schließmuskeln. Der innere Schließmuskel kann nicht vom Willen gesteuert werden. Der äußere dagegen sehr wohl. Zusätzlich zu den Schließmuskeln befinden sich in der Schleimhaut des Enddarms sogenannte Schwellkörper. Diese Schwellkörper werden als Corpus cavernosum recti bezeichnet. Aus ihnen können sich bei krankhafter Veränderung Hämorrhoiden entwickeln. Werden die Schwellkörper stark durchblutet, schwellen sie an und unterstützen den Schließmuskel dabei, den Darminhalt zu halten. Durch das Anschwellen bilden sich eine sägezahnförmige Ausbuchtungen, die in der Fachsprache Krypten genannt werden.

 

Die Schwellkörper "wissen" immer genau, was im Enddarm los ist.

Die Schwellkörper erfüllen eine sehr wichtige Funktion. Sie sind in der Lage, den Zustand des Darminhaltes genau zu erkennen. So "wissen" sie, wann sie anschwellen müssen, und wann das nicht notwendig ist. Der Darminhalt kann, je nachdem, was der Mensch gegessen hat, eine feste oder eine eher flüssige Konsistenz haben. Er kann mit einem hohen Anteil an Gasen versehen sein, z. B. wenn blähende Nahrung wie Hülsenfrüchte oder Zwiebeln in der Nahrung enthalten waren. Dieses Gemisch immer zuverlässig zurückzuhalten, bis der äußere Schließmuskel den Befehl für den Stuhlgang  gibt, kann nur mit Unterstützung der Schwellkörper gelingen.

 

Aktion nur dann, wenn sie gebraucht wird.

Natürlich sind die Schwellkörper nicht dauern mit Blut gefüllt. Der Darm ist ja auch nicht immer gefüllt. Zwischendurch erschlaffen die Schwellpolster wieder, so dass sich im Normalzustand nur wenig Blut in ihnen befindet. Dann reicht der Schließmechanismus des inneren und äußeren Schließmuskels aus, den geringen Darminhalt drinnen zu lassen.

 

Die Stuhlentleerung wird über Nervenimpulse gesteuert.

Füllt sich dann die Ampulle, das ist der obere Abschnitt des Enddarms, wieder langsam mit Inhalt, so weitet sie sich stark aus. Auch die Schwellpolster schwellen wieder an, bis sie sich schließlich sogar berühren und wie Zahnräder ineinander greifen. Dadurch dichten sie den Enddarm vollständig ab. Über Dehnungsrezeptoren in der Darmwand der Ampulle wird der Füllungszustand gemessen. Die Dehnungsrezeptoren senden über Nervenfasern Signale an ein im Bereich des Kreuzbeins liegendes "Stuhlentleerungszentrum" weiter. Das Stuhlentleerungszentrum steht wiederum mit dem Großhirn in Verbindung, das bei einer entsprechenden Füllung der Ampulle den Befehl "Stuhldrang" erteilt. Jetzt sollten Sie sich zur Toilette begeben, denn mit dieser Empfindung werden über Nervenfasern aus dem "Stuhlentleerungszentrum" im Kreuzbein Befehle an den inneren Schließmuskel zur Erschlaffung gegeben. Gleichzeitig ziehen sich die in der Darmwand des Enddarms liegenden Längsmuskel zusammen. Der Enddarm verkürzt sich und die Kotsäule schiebt sich langsam nach draußen.

 

Geben Sie dem natürlichen Stuhldrang nach.

Das kann aber nur geschehen, wenn wir dem willentlich gesteuerten äußeren Schließmuskel befehlen, ebenfalls zu erschlaffen. So kann der Stuhlgang über eine längere Zeit verhindert werden. Das sollte aber nur im Notfall getan werden. Häufiges Unterdrücken des Stuhldrangs ist eine der wesentlichsten Ursachen für eine chronische Verstopfung. Besser ist es, dem natürlichen Impuls nachzugeben.

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