Magen-Darm-
Erkrankungen

Alltägliche Magen- Darm- Beschwerden
Reizdarm
Helicobacter pylori

Hämorrhoiden
Speiseröhre
Magen
Darm

Leber, Galle und Pankreas
Enddarm-Leiden
Verstopfung

Integrative Gastroenterologie

 

 

Verstopfung und Abführmittel:
Füll- und Quellstoffe

Leinsamen, Weizenkleie und Flohsamen gehören auf den Speiseplan

Bei leichten Verstopfungen sind Füll- und Quellstoffe, bzw. Ballaststoffe hilfreich. Allerdings kann es einige Tage dauern, bis sie ihre Wirkung tun. Zu den häufigsten Quellstoffen gehören Leinsamen, Weizenkleie oder indischer Flohsamen, der als besonders verträglich gilt. Ganz wichtig ist, dass gleichzeitig mit den Quellstoffen unbedingt auf eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit geachtet werden muss. Die Flüssigkeit brauchen diese Stoffe, um aufzuquellen. Auf diese Weise kommt es zu einer Dehnung der Darmwand und der Darm wird zu einer verstärkten Bewegung angeregt.

 

Quellstoffe brauchen Flüssigkeit

Wenn Sie nicht genug trinken, kommt es zu unangenehmen Nebenwirkungen wie Völlegefühl, Blähungen und Bauchschmerzen. Die Verstopfung selbst kann sich verschlimmern. Am sinnvollsten ist es, ausreichend Quellstoffe in eine ausgewogene Ernährung einzubauen. Eine kurze Übersicht über den Anteil von natürlichen Faserstoffen in Lebensmittel finden Sie hier.

 

Ballaststoffe wirken nicht bei jeder Form der Verstopfung

Ballaststoffe galten lange Zeit als wirkungsvollste und gesündeste Form des Abführens. Eine umfassende Übersicht über kontrollierte Studien hat aber inzwischen aufgezeigt, dass die Wirksamkeit von Ballaststoffen von der Art der Verstopfung abhängt (Petticrew et al. Effectiveness of laxatives in adults. Quality in Health Care 2001)). Bei einer kologenen Verstopfung, der Slow-Transit-Obstipation, wirken eine ballaststoffreiche Ernährung, mehr Flüssigkeit und mehr Bewegung nicht. Diese Betroffenen sollten mit motilitätsfördernden Laxantien behandelt werden, z. B. mit Senna, Bisacodyl oder Polyethylenglykol.

 

Ballaststoffe sind pflanzlich

Natürliche Ballaststoffe sind ausschließlich pflanzlichen Ursprungs und z.B. in Vollkornprodukten, Vollkornreis, Obst und Gemüse enthalten. Ballaststoffe bestehen hauptsächlich aus den beiden Bestandteilen Cellulose und Kohlenhydraten, die beide Mehrfachzucker sind. Mehrfachzucker sind Verkettungen mehrerer Zucker zu einem größeren Zuckermolekül.

 

Ballaststoffe sind unverdaulich

Der menschliche Organismus ist nicht in der Lage, Ballaststoffe zu verstoffwechseln. Sie passieren vorwiegend unverdaut den Darmtrakt, nur ein Teil wird von Bakterienenzymen zersetzt. In normalen Mengen verzehrt, fördern Ballaststoffe die Verdauung. Dies geschieht folgendermaßen:

 

Ballaststoffe regen die Darmbewegung an

Weil Ballaststoffe unverdaulich sind, vergrößern die das Volumen des Darminhaltes. Die Ballaststoffe behalten außerdem ihre Fähigkeit zu Speicherung von Wasser, deshalb quellen sie im Darm auf. Es entsteht ein Druck auf die Darmschleimhaut. Diese enthält bestimmte Rezeptoren, die das Darmvolumen kontrollieren und auf eine entsprechende Füllmenge reagieren, indem sie für die Auslösung des Defäkationsreflexes sorgen. Auf diese Weise wird der Darm zur Entleerung angeregt und einer Verstopfung entgegengewirkt.

 

Ballaststoffe brauchen Wasser

Dieser Vorgang vollzieht sich aber nur unter der Voraussetzung, dass eine genügende Menge Flüssigkeit in Form von Wasser, Tee oder verdünnten Säften über den Tag verteilt getrunken wird. Empfehlenswert sind mindestens 2 Liter pro Tag. Sonst können die Ballaststoffe nicht aufquellen und aufweichen und verweilen zu lange als harter "Brocken" im Darm.

 

Ballaststoffe können zu Blähungen führen

So gesund eine ballaststoffreiche Ernährung ist, kann sie bei übermäßigem Verzehr aber auch nachteilige Auswirkungen hervorrufen. Ein großer Teil der unverdaulichen Bestandteile wird im Dickdarm durch Bakterien zersetzt. Dabei entstehen Abfallprodukte, die zu einer Gasbildung führen. Bei vermehrter Zufuhr von Ballaststoffen entstehen entsprechend gesteigerte Gasansammlungen im Darmtrakt. Besonders bei Vegetariern kommt es deshalb häufiger zu diesen Beschwerden.

 

30 Gramm pro Tag sind genug

Eine Zufuhr von Ballaststoffen ist wichtig, sollte aber immer in angemessenen Portionen erfolgen. Eine Menge von ca. 30 g pro Tag, wie sie z.B. in 3 Scheiben Vollkornbrot enthalten ist, reicht aus, um die Verdauung auf natürlichem Wege zu fördern.

 

Die richtige Zubereitung verringert die blähende Wirkung

Auch die Art der Zubereitung ist von Bedeutung, z.B. ist Gemüse wesentlich bekömmlicher, wenn es vor dem Verzehr leicht angedünstet wird. Auch gutes Kauen der Nahrung fördert die Ausscheidung der weitestgehend unverdaulichen Nahrungsbestandeile. Der Speichel sorgt u.a. durch das Enzym "Amylase" dafür, dass die in den Ballaststoffen enthaltene Stärke (Amylum), die wiederum aus Kohlenhydraten (Mehrfachzucker) besteht, weitestgehend zersetzt wird in Zweifachzucker (Disaccharide), wie z.B. Maltose. Dies erleichtert es dem Körper, die Zucker auf dem weiteren Verdauungsweg zu verwerten. So wird die Menge der unverdaulichen Ballaststoffe und die damit verbundene Gasentwicklung im Darm verringert.

Top

Zur Übersicht:
Verstopfung

Der Service Reizdarm wird
unterstützt durch
Repha - Biologische Arzneimittel
Klick zu Repha - Biologische Arzneimittel

 

Broschüre "Aus dem Schatz der Natur - Pflanzliche Hilfe bei Reizdarmsyndrom" als pdf. herunterladen.

Zum download hier klicken

Broschüre "Aus dem Schatz der Natur -
pflanzliche Hilfe bei Colitis ulcerosa und
Morbus Crohn" als .pdf kostenlos downloaden

 

Zum download hier klicken

Broschüre "Aus dem Schatz der Natur - Reisedurchfall pflanzlich vorbeugen und behandeln" als pdf. herunterladen

Zum download hier klicken
             




MedizInfo®Homepage
zur Startseite

zur Übersicht
des Unterthemas
zur Übersicht
des Oberthemas