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Phobische Ängste oder Zwangsbefürchtungen

Eine Phobie ist eine zwanghafte Befürchtung.

Eine Phobie ist eine zwanghafte Befürchtung. Der Betroffene weiß, dass es sich um ein harmloses oder alltägliches Phänomen handelt, das diese Angst in keiner Weise rechtfertigt - er weiß es, kann aber nichts dagegen tun.

 

Phobien werden durch äußere Bedingungen ausgelöst.

Während die meisten Angstzustände "innerseelische" Auslöser haben, werden phobische Ängste durch äußere Bedingungen ausgelöst: Gegenstände, Lebewesen, Ereignisse usw. Nachvollziehbare Befürchtungen dieser Art sind weit verbreitet, die krankhafte Zwangsbefürchtung dagegen ist relativ selten.

 

Die Betroffenen wissen um die Widersprüchlichkeit der Angstgefühle.

Obgleich manche dieser mit krankhafte Angst belegten Gegenstände, Situationen, Lebewesen oder Ereignisse durchaus eine gewisse Gefährdung aufweisen können (z. B. Schlangen, Gewitter, Krankheiten usw.), steht die Angst doch in keinem vernünftigen Verhältnis zur augenblicklichen Bedrohlichkeit. Die Betroffenen sind sich dieser Widersprüchlichkeit auch bewusst, können ihre unangemessene Angst aber nicht kontrollieren. Sie können die Ursache nur meiden - und der Teufelskreis beginnt.

 

Zwangsbefürchtungen haben vielfältige Erscheinungsformen, die abhängig sind von kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Bedingungen.

Die Art der Zwangsbefürchtungen hängt auch von den jeweiligen kulturellen, politischen, vor allem aber gesellschaftlichen Bedingungen ab. Es gibt Zwangsbefürchtungen, die sich über alle Generationen halten: Angst vor weiten Plätzen oder geschlossenen Räumen, Angst vor Tieren (vor allem Hunden, Mäusen, Pferden, Würmern, Schlangen und Spinnen), Angst vor natürlichen Erscheinungen und Belastungen (Gewitter mit Blitzschlag, Dunkelheit, Feuer, Wasser, der Höhenschwindel). Dann gibt es wieder Zwangsbefürchtungen, die uns heute ein Lächeln entlocken: Vor Eisenbahnen, die Angst, eine Sünde zu begehen oder durch Scheintod lebendig begraben zu werden usw. Verstärkt äußern sich dafür heute Zwangsbefürchtungen vor Krebs, AIDS, Flugreisen, vor zwischenmenschlichen Kontakten, dem Versagen im Beruf oder Bett, vor allem aber auch Ängste vor dem Stillstand lebenswichtiger Organe, z. B. des Herzens.

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