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Anpassungsstörung

Veränderungen gehören zum Leben.

Jede Situation, jedes Ereignis im Leben muss von Körper und Geist verarbeitet werden. Wer kennt nicht die "Anlaufschwierigkeiten" nach einem Umzug in eine neue Stadt oder den Liebeskummer, wenn eine Beziehung in die Brüche geht. Ein typisches Beispiel ist auch die Trauer um den Verlust eines geliebten Menschen. Menschen können in einer solchen Situation psychisch so stark belastet sein, dass sich eine Anpassungsstörung entwickelt.

 

Der Leidensdruck kann sehr groß sein.

Eine Anpassungsstörung ist nach der Definition des ICD-10 ein "subjektives Leiden und eine emotionale Beeinträchtigung mit Einschränkung der sozialen Funktionen und Leistungen nach entscheidenden Lebensveränderungen (z.B. Emigration) oder belastenden Ereignissen (z.B. Todesfall, Trennung)." Die Störung beginnt meistens innerhalb eines Monats nach dem belastenden Ereignis und hält selten länger als 6 Monate an.

 

Leicht verletzbare Menschen sind häufiger betroffen.

Besonders gefährdet durch eine Anpassungsstörung sind Menschen, die eine besondere Verletzbarkeit besitzen. Dazu gehören insbesondere Menschen mit geringem Selbstbewusstsein und Persönlichkeiten, die leicht Abhängigkeiten entwickeln. Das bedeutet aber nicht, dass nur solche Menschen von Anpassungsstörungen betroffen sein können. Auch andere Persönlichkeiten können eine Anpassungsstörung entwickeln.

 

Depression, Babysprache, Aggressivität - die Symptome sind vielfältig.

Die häufigsten Symptome sind depressive Verstimmungen, Angst oder Ängstlichkeit, Probleme bei der Bewältigung der täglichen Aufgaben. Häufig besteht die Besorgnis, die Zukunft nicht mehr bewältigen zu können. Jugendliche sind in ihrem Verhalten häufig gereizt bis aggressiv. Bei Kindern kann es zu einem erneuten Auftreten von Daumenlutschen, Bettnässen und Babysprache kommen. Solche Verhaltensweisen bei Kindern sind z. B. häufig nach der Scheidung der Eltern anzutreffen. Bei Anpassungsstörungen können Selbstmordgedanken entstehen.

 

Medikamente sind in schweren Fällen sinnvoll.

Eine Therapie sollte bei starkem Leidensdruck und entsprechend starken Symptomen erfolgen. Dabei sollten Medikamente zur Lösung starker Angstgefühle und bei Selbstmordgefährdung nur kurzfristig eingesetzt werden. Notwendig ist eine stützende psychotherapeutische Behandlung. Bei besonders gefährdeten Menschen, medizinisch spricht man von "auffälliger Persönlichkeit", sind weitere therapeutische Maßnahmen notwendig. Dazu gehören z.B. stützende Gespräche, Selbstsicherheitstraining, soziales Kompetenztraining, Entspannungstechniken. Wichtig ist auch, in Gesprächen über normale Reaktionen aufzuklären und diese gegenüber krankhaften Reaktionen abzugrenzen.

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