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Sport für Betroffene
Inhaltsübersicht:
Allgemeines
Gymnastik
Schwimmen
Wassergymnastik
Gehen
Ballspiele
Ungeeignete Sportarten
Grundregeln beim Sporttreiben
Sport mit Gleichgesinnten
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Allgemeines
Spaß sollte im Vordergrund stehen. Sportliche Betätigung erhöht das seelische und körperliche Wohlbefinden. Es stärkt das Selbstvertrauen und das Selbstwertgefühl. Aus diesem Grunde ist der Sport eine Möglichkeit der Prävention, aber auch der Rehabilitation. Wichtig ist, dass der Spaß an der Bewegung im Vordergrund steht. In keinem Fall sollte sich ein Betroffener von Ehrgeiz und Wettkampfgedanken leiten lassen.

 

Sport tut den meisten gut. Häufig werden Schlaganfallpatienten auch vor ihrer Erkrankung keinen Sport getrieben haben. Hinzukommt, dass die meisten Patienten schon ältere Menschen sind. Dennoch ist eine sportliche Betätigung in der Regel möglich und sinnvoll. Sie ist abhängig von der Beweglichkeit des Betroffenen und von dessen Bewegungseinschränkungen. In jedem Fall sollte der Rat eines Arztes eingeholt werden.

 

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Gymnastik
Oberste Regel: Der Puls darf nicht zu hoch sein. In den meisten Fällen ist das Durchführen von gymnastischen Übungen möglich. Dabei sollte mit den Übungen der Krankengymnastik angefangen werden, die schon aus der Rehabilitationsklinik bekannt sind. Spürt der Betroffene eine erhöhte Muskelspannung, so sollte er für diesmal sofort mit den Übungen aufhören. Der Pulsschlag während der Übungen sollte 160 minus Lebensalter nicht übersteigen. Ein Betroffene sollte sich während der Übungen noch immer ohne Atemnot unterhalten können.

 

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Schwimmen
Schwimmen ist sehr geeignet. Eine gute Möglichkeit der sportlichen Betätigung ist das Schwimmen. Dabei ist wichtig zu beachten, dass beim Brustschwimmer der Kopf nicht in den Nacken gestreckt werden darf. Er sollte in Verlängerung des Rumpfes dicht über dem Wasser gehalten werden. Gut ist das Schwimmen in der Rückenlage. Ein Betroffener sollte zu Anfang nicht allein ins Wasser gehen und die Dauer des Schwimmens ganz allmählich steigern. Die Wassertemperatur sollte ca. 24° betragen.

 

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Wassergymnastik
Bei Verspannungen sofort aufhören. Auch Bewegungsübungen bzw. Wassergymnastik sind eine nützliche sportliche Betätigung. Dabei sollte sich ein Betroffener mit der Hand am Überlauf oder einer Haltestange festhalten. Geübt wird im Wasser, die Beweglichkeit der Gelenke zu steigern. Dabei ist das Körpergewicht durch das Wasser herabgesetzt. Durch den Widerstand des Wassers wird die Muskeltätigkeit angeregt. Auch hier gilt, bei einsetzenden spastischen Verspannungen sofort aufhören.

 

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Gehen
Spaziergänge langsam steigern. Eine weitere gute Möglichkeit sportlicher Betätigung ist das Gehen für solche Betroffene, die schon Spaziergänge machen können. Spaziergänge sollten langsam aufgebaut werden. Die Schrittzahl nur allmählich steigern. Immer an die Pulsgrenze denken.

 

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Ballspiele
Gewinnen ist unwichtig. Bei Ballspielen, die in Einzelfällen möglich sind, sollte darauf geachtet werden, dass alles einen spielerischen Hintergrund hat. Niemals sollte ein Wettkampfgedanke im Vordergrund stehen. Das ist ganz wichtig, damit es nicht zu einer zu starken Blutdrucksteigerung kommt.

 

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Ungeeignete Sportarten
Kegeln ist genau so gefährlich, wie Kampfsportarten. Kegeln ist eine ungeeignete Sportart. Die Belastung während des Abwurfs der Kugel ist zu hoch, weil der Bewegungsablauf schnell durchgeführt wird und der Abwurf explosiv erfolgt und so der Blutdruck stark steigt. Ein weiterer wichtiger Grund ist, dass häufig beim Kegeln der Alkoholkonsum erheblich und die Atemluft durch Zigarettenrauch sehr schlecht ist. Außerdem steht meistens der Wettkampfgedanke im Vordergrund, dem sich ein Betroffener häufig durch die Gruppendynamik nicht entziehen kann. Alle Kampfsportarten sind ungeeignet, ebenso wie alle Wettkampfspiele. Kraft- und Gewichttraining sollte nur vorsichtig und nur unter dem Aspekt des Ausdauertrainings betrieben werden. Zu hohe Gewichte und Maximalkrafttraining sind zu stark blutdrucksteigernd.

 

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Grundregeln beim Sporttreiben
Sicherheit geht vor. Krankengymnastische Übungen und andere geeignete Übungen können auch gut zu Hause ausgeführt werden. Dabei sollte eine Haltestange an der Wand, auf dem Balkon oder im Garten zur Verfügung stehen. Sie gibt dem Betroffenen die nötige Sicherheit. Übungen in frischer Luft sind im Sommer wie im Winter vorteilhaft.

 

Erhöhter Blutdruck sollte unbedingt vermieden werden. Vom Schlaganfall Betroffene sollten bei der Auswahl der Übungen daran denken, dass die Durchblutungsstörungen im Gehirn hatten. Daher sollte die sportliche Betätigung auf folgendes verzichten:
  • Keine Übungen mit abwärts geneigtem Kopf.
  • Keine plötzlichen Drehbewegungen des Kopfes.
  • Keine Übungen mit starkem Pressen, insbesondere wenn hoher Blutdruck vorliegt.
  • Vermeiden von praller Sonne und starker Hitze.

 

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Sport mit Gleichgesinnten
Mit anderen macht Sport noch mehr Spaß. Betroffene, die sich Selbsthilfegruppen anschließen wollen können sich so auch Möglichkeiten gemeinsamen Sporttreibens erschließen. Wenn in der näheren Umgebung eine sportliche Betätigung in der Gruppe möglich ist, so bietet dies auch die Chance, die Isolation, in der sich Betroffene häufig befinden, zu durchbrechen. Jeder Kontakt nach außen erhöht das Selbstwertgefühl und die Lebensfreude.

 

Bei folgender Adresse können weitere Informationen eingeholt werden:

Deutscher Behinderten Sportsverband e.V.
Ferdinand-Lentjes-Haus
Am Schönenkamp 110
40599Düsseldorf
Tel.: 0211/7498284
Deutscher Behinderten-Sportverband
Anschrift:
Deutscher Behinderten-Sportverband e.V.
Friedrich-Alfred-Str. 10
47055 Duisburg
Telefon: 0203/7381620
Fax: 0203/7381628

Deutscher Behindertenhilfs-und Förderverein
Jahnstraße 10
40215 Düsseldorf
Telefon 0211/3840666

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