Chronische Schmerzen

 

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Naturheilverfahren
  Inhaltsübersicht
Übersicht
Blutentziehende Therapie
Diaphoretische Therapie
Derivation
Diuretische Therapie
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Übersicht
Alternative zur Schulmedizin. Obwohl gerade im Bereich der Schmerztherapie Ausnahmen bestehen, ist für Naturheilverfahren immer noch kennzeichnend, daß sie in der "Schulmedizin" kaum anerkannt sind. Man kann sie daher ruhig als alternativ bezeichnen.

 

Grundlagen der Naturheilkunde. Die Naturheilkunde geht von einigen grundlegenden Aspekten aus:
  • Im Vordergrund steht der ganzheitliche Mensch, nicht nur die Behandlung der gestörten Organfunktion.
  • Die Selbstheilungstendenz soll gefördert werden.
  • Therapie darf nicht schädlich sein.
  • Der Therapieerfolg wird am Befinden des Betroffenen gemessen.

 

Übersicht über alternative Verfahren. In seinem Lehrbuch der biologischen Medizin formulierte Heine 1997 folgende Übersicht über biologisch-medizinischen Verfahren, von denen wir nur einige näher darstellen wollen:

 

Regulierende Therapie. Klassische Regulationstherapien:
  • Homöopathie
  • Physiotherapie und Balneotherapie
  • Phytotherapie
  • Traditionelle Chinesische Medizin

 

Therapien mit gezielter Wirkung. Therapieweisen mit gezielter Wirkung auf die Grundregulation:

 

Therapien mit unspezifischer Wirkung. Therapieweisen mit unspezifischer Wirkung auf die Grundregulation:
  • Diätetische Verfahren
  • Kneippsche Heilweise
  • Alle über geistig-psychische Anregung laufenden Heilverfahren, Asiatische und indische Medizin, anthroposophische Medizin, Musik-, Mal- und Gesprächstherapie.

 

Therapeutische Verfahren zur Ableitung und Ausleitung. Ab- und ausleitende Heilverfahren:
  • Blutentziehung (Aderlaß, Schröpfen, Verfahren nach Baunscheidt, Blutegel)
  • Diaphoretische Verfahren (Hautatmung, Schweißabsonderung)
  • Derivation: Hautreizungsverfahren (Rubefaszienzen, Teil- und Vollbäder, Vesikanzien, Cantharidinpflaster)
  • Diurese
  • Emenagogene Methode nach Aschner
  • Brechverfahren
  • Purgieren

 

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Blutentziehende Therapie
Aderlaß Der Aderlaß wurde schon in der indischen Medizin erfolgreich angewandt. In der Schmerztherapie wird er bei Kopfschmerzen mit Schwindel und Ohrensausen, insbesondere bei Hypertonikern eingesetzt. Dabei wird der schmerzstillende Effekt des Aderlasses in einer reflektorischen Wirkung auf die Nozizeptoren der Gehirngefäße vermutet. Ihre Erregbarkeit wird herabgesetzt.

Insgesamt werden bei akuten Kopfschmerzen 200 bis 500 Milliliter Blut abgelassen. Bei einem bestehenden Nierenversagen werden nur 50 bis 100 ml Blut abgelassen.

 

Schröpfung Bei der Schröpfung wird Blut durch ein aufgesetztes Gefäß unter die Haut gesaugt. Es entsteht ein Hämatom. Dieses Verfahren ist unblutig. Beim blutigen Schröpfen wird vor dem Aufsetzen des Gefäßes die Haut mehrmals eingestochen. Schröpfverfahren haben Einfluß auf Ischämieschmerzen, die durch eine Unterversorgung der Muskulatur gekennzeichnet sind. Angewandt werden sie im Schulter- und Rückenbereich auf sogenannten Triggerpunkten, die in der Schmerztherapie schon lange bekannt sind.

 

Blutegel Blutegel werden in der Schmerztherapie insbesondere bei Gesichts- und Oberlippenfurunkeln angewandt. Möglich ist ihr Einsatz auch beim postthrombotischen Syndrom, Arthrosen und Gonarthrosen. Dabei wird ihnen ein entzündungshemmender, flüssigkeitsverschiebender, krampflösender und schmerzstillender Effekt zugeschrieben.

 

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Diaphoretische Therapie
Durchblutung der Haut wird gesteigert. Bei der diaphoretischen Therapie wird die Durchblutung der Haut gesteigert. Erreicht wird dies durch die Öffnung kleinster Kapillaren. Dabei entwickelt sich einer verstärkte Schweißabsonderung. Der gleiche Effekt wird mit Tiefenwärmegeräten erzielt, die eine leichte Überwärmung erzeugen. Eingesetzt werden diaphoretische Prozesse bei Zervikobrachialsyndrom, rheumatischen Erkrankungen und zervikalem Kopfschmerz, der durch eine Verspannung der Nackenmuskulatur entstanden ist.

 

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Derivation
Die Haut soll gereizt werden. Unter Derivation versteht man starke Hautreizungsmethoden, bei denen u. a. hautrötende Mittel (Rubefaszienzen), blasenziehende Mittel (Vesikanzien) und pustelerzeugende Mittel eingesetzt werden. Eine Indikation besteht vor allem bei schweren, therapieresistenten Schmerzzuständen z. B. chronisch rezidivierende Ischialgie, Lumbalgie, Arthrosen, rezidivierende Gelenkergüsse, Spondylosen.

 

Ein Pflaster zieht Lymphe an. Beispielhaft ist das Cantharidinpflaster. Nach gründlicher Desinfektion und Einfetten der Haut im Schmerzbereich wird ein bis zu 10 mal 10 Zentimeter großes Cantharidinpflaster für 12 bis 18 Stunden aufgelegt. Es kommt zu einer Ansammlung von Lymphe in einer Blase. Die Blase wird entleert und muß anschließend nachbehandelt werden. Diese Methode wirkt u.a. wegen der Gegenirritation und der einige Tage andauernden stärkeren Durchblutung schmerzlindernd. Algetische Substanzen werden durch die gesammelte Lymphe direkt abgeleitet und noch Tage später durch die verbesserte Durchblutung verstärkt abtransportiert.

 

Information und Aufklärung ist Voraussetzung. Vor der Anwendung von Hautreizungsmethoden muß der Patient umfangreich aufgeklärt werden. Wirkungen und Nebenwirkungen müssen bekannt sein.

 

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Diuretische Therapie
Harntreibende Mittel senken den Druck. Diuretische Verfahren unterstützen die Nierentätigkeit und verstärken die Harnaustreibung. Diese ausleerende Methode wird im Bereich der Schmerztherapie bei Migräneattacken angewandt. Bei Migräne kommt es zu örtlichen Hirnödemen bzw. zu einer ödematösen Erweiterung der Gefäßwände bei den betroffenen Gehirngefäßen. Durch die verstärkte Ausscheidung   von Flüssigkeit soll der Druck gesenkt werden.

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