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Nordic Walking

Inhaltsübersicht:
Warum ist Nordic Walking so effektiv?
Die Technik
Der richtige Stock

 

 

Nordic Walking wurde ursprünglich in Finnland als Sommertraining für Skilangläufer entwickelt. Ähnlich dem Bewegungsablauf beim Langlauf verbindet Nordic Walking die Gehbewegung der Beine mit der diagonalen Bewegung der Arme und dem Einsatz von Stöcken. Mittlerweile ist Nordic Walking der Trendsport Nr. 1.

 

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Warum ist Nordic Walking so effektiv?

Es werden 46 % mehr Kalorien und Sauerstoff verbraucht, als beim Walken.

Untersuchungen haben ergeben, dass beim Nordic Walking bis zu 46 Prozent mehr Kalorien und mehr Sauerstoff verbraucht werden, als bei normalem Gehen mit der gleichen Geschwindigkeit. Da liegt die Frage nahe, warum Nordic Walking so effektiv ist. Das hat mehrere Gründe: Zum einen bietet Nordic Walking den selben gesundheitlichen Nutzen wie andere Ausdauersportarten z.B. Joggen oder Walken. Zum anderen ist Nordic Walking durch den Stockeinsatz sowohl Ausdauer- wie Kraft- und Koordinationstraining. Durch den Bewegungsablaut werden außerdem 85 Prozent der gesamten Muskulatur des Körpers aktiviert und trainiert.

 

Die natürliche Bewegung "Laufen" wird durch den Stockeinsatz effektiviert.

Gehen ist für den Menschen die natürlichste Bewegungsform. Mittlerweile verbringen wir Menschen aber den größten Teil unseres Lebens sitzend. Kaum zu glauben aber, die wichtigsten "Sitzmuskeln" liegen am Oberkörper, denn die dort liegenden Muskeln haben die Funktion, unseren Körper aufrecht zu halten. Deshalb ist es sehr wichtig auch diese Muskeln im Rahmen des Gehens zu aktivieren. Beim Nordic Walking werden die Arme durch den Einsatz der Stöcke bis zum Boden verlängert und können deshalb optimal zur Fortbewegung genutzt werden. Dadurch wird die Problemmuskulatur trainiert, das sind die bei den meisten Menschen abgeschwächten oder verkürzten Muskelgruppen wie Rücken-, Schulter-, Nacken-, Hals und Brustmuskulatur. Hinzu kommt, dass durch den Einsatz der Stöcke die koordinativen Fähigkeiten wie Geschicklichkeit und Körpergefühl geschult werden.

 

Der gesundheitliche Nutzen von Nordic Walking, der mit anderen Ausdauersportarten vergleichbar ist, umfasst die Stärkung der Muskeln, Sehnen, Gelenke und Knochen, die Stärkung des Herzkreislaufsystems, der Atmung, des Stoffwechsel- und Immunsystem, des Nerven- und Hormonsystem und der Psyche.

 

Die speziellen Vorteile von Nordic Walking sind vielfältig.

Nordic Walking hat aber darüber hinaus noch einige Vorteile zu bieten, u.a.:
  • Vergrößerung der Kapazität der Atemhilfsmuskulatur bei Einsatz der Stöcke. Durch diesen Trainingseffekt wird die Sauerstoffversorgung des gesamten Organismus verbessert.
  • Verbesserung der Bewegungssteuerung (Koordination, Reaktionsfähigkeit, Gleichgewicht, Raumorientierung, Aufmerksamkeit).
  • Weder Muskulatur, noch Gelenke noch das Herz-Kreislaufsystem werden beim Nordic-Walking überfordert. Aus diesem Grund ist Nordic Walking ein optimaler Einsteigersport für untrainierte oder übergewichtige Menschen.
  • Der Bewegungsapparat wird beim Nordic Walkind um 30 Prozent entlastet. Deshalb ist dieser Sport besonders geeignet für Menschen mit Rücken- und Knieproblemen.
  • Bei korrekter Technik wird der Griff der Stöcke im Rhythmus fest gefasst und wieder locker gelassen. Dieses Spannen und Entspannen der Arm- und Schultermuskulatur führt zu einer "Muskelpumpwirkung" im gesamten Oberkörper, die die Durchblutung dieses Gebietes verbessert.. Durch die Pumpbewegungen wird Sauerstoff angeliefert und Stoffwechselendprodukte abtransportiert. Damit erklärt sich die spezifische Wirkung von Nordic Walking auf Verspannungen der Nacken-, Schulter- und Rückenmuskulatur.

 

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Die Technik

Viele Krankenkassen zahlen Kurse.

Die Technik ist schnell und einfach erlernbar. Um aber Erfolg mit dem Training zu haben, ist es sinnvoll an einem Nordic Walking Training teilgenommen zu haben. Bei einem lizenzierten Nordic Walking Trainer übernehmen viele der Krankenkassen einen großen Teil der Kosten. Ebenso bieten viele Krankenkassen Nordic Walking Kurse für ihre Mitglieder an.

 

Die Technik ist einfach und schnell erlernbar.

Die Bewegungsabläufe von Armen und Beinen sind wechselseitig, ist das linke Bein vorne, sollte der rechte Arm hinten sein und umgekehrt. Die Schultern sollten locker sein und die Füße gerade nach vorne zeigen. Bei der Bewegung wird der Stock bewusst und nah am Körper eingesetzt. Die Arme  werden lang gestreckt und nach vorn geführt. Wichtig ist, dass der Arm nicht weiter als "Bauchnabelhöhe" geführt wird. Die Stöcke werden nicht vor dem Körper (wie beispielsweise beim Wandern), sondern schräg nach hinten gesetzt. Durch den schrägen Stockeinsatz bekommt der Nordic Walker einen größeren Schub nach vorn. Der rechte Stock kommt mit dem Boden in Berührung, wenn die linke Ferse aufsetzt und umgekehrt. Die Hände sollten dabei den Stock nicht fest umschließen, sondern leicht geöffnet sein. Nur beim Aufsetzen des Stock erfolgt ein kurzes Zugreifen. Der kräftige Stockeinsatz bewirkt einen größeren Schub. Dadurch werden beim Nordic Walking große Schritte gemacht. Das Training kann durch Variation von Armschub und Schrittlänge an den Trainingszustand des Einzelnen angepasst werden.

 

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Der richtige Stock

Ein guter Stock hält lebenslang.

Grundvoraussetzung um Nordic Walking ausüben zu können sind die speziellen Stöcke. Ein guter Stock ist aus leichtem Carbon/Glasfasergemisch. Dieses Material ist zum einem stabil, zum anderen werden belastendende Schwingungen auf Handgelenke, Ellbogen und Schultern absorbiert. Durch eine spezielle Handgelenkschlaufe wird ein fester Sitz bei freie Blutzirkulation sowie die optimale Position der Hand gewährleistet. Die optimale Stocklänge wird anhand der Faustregel: Körpergröße x 0,66 errechnet.

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