Augenheilkunde

Augenlider
Bilder
Bindehaut
Fehlsichtigkeit
Glaskörper

Glaukom
Hornhaut
Iris und Pupille
Laserbehandlungen

Lederhaut
Linse
Motilität
Netzhaut
Papille

Tränenorgane /
Trockene Augen

Sehbahn
Sehnerv
Untersuchungen

 

 

Anatomische Grundlagen - Wie entsteht ein Glaukom?

Das Glaukom ist eine der häufigsten Ursachen für eine Erblindung in den Industieländern. Allein in Deutschland erblinden jährlich etwa 2000 Menschen daran. Wie ein Glaukom entsteht, kann man an den anatomischen Bedingungen des Auges sehr deutlich sehen.

 

Schematische Darstellung der Augenkammern Der Augapfel wird anatomisch unterteilt in drei Räume:
  • die vordere Augenkammer,
  • die hintere Augenkammer und
  • den Glaskörperraum.

Hier finden Sie eine detaillierte, beschriftete Darstellung der Augenkammern.

 

Die Augenkammern sind in ihrer Ausdehnung weit kleiner als der Glaskörperraum und nicht wie dieser von einer gallertartigen Masse ausgefüllt, sondern vom Kammerwasser. Das Kammerwasser besteht aus Elektrolyten, Eiweiß, Zuckern, Ascorbin- und Hyaluronsäure und anderen Bestandteilen. Es dient einerseits der Ernährung der Linse und der Hornhaut und andererseits hilft es, die Form des Auges zu stabilisieren.

 

Produktion und Abfluss von Kammerwasser sind normalerweise ausgeglichen. Die hintere Augenkammer wird nach hinten durch die Linse, nach vorne durch die Iris (Regenbogenhaut) begrenzt. Im Ziliarkörper im Bereich der hinteren Augenkammer findet die kontinuierliche Produktion des Kammerwassers statt. Durch eine Lücke zwischen Linse und Iris gelangt das Kammerwasser in die vordere Augenkammer. Produktion und Abfluss des Kammerwassers sind im gesunden Auge ausgeglichen, so dass die beiden Augenkammern ständig von Kammerwasser gefüllt sind. Für eine detailliertere, beschriftete Grafik, klicken Sie bitte hier. Im Kammerwinkel, das ist der Winkel, den die Iris und die Hornhaut bilden, wird das Kammerwasser durch winzige Spalten in einen kleinen Kanal, den Schlemmschen Kanal, aufgenommen und von da aus in das Blut abgegeben. Ist dieser Abfluß behindert, oder ist die Produktion von Kammerwasser höher, als der Abfluss, erhöht sich der Innendruck in den Augenkammern und auch im Glaskörperraum.

 

Fasers des Sehnervs sterben durch den Überdruck ab. Einen erhöhter Druck im Glaskörperraum drückt kontinuierlich auf den Kopf des Sehnerven. Gerade der Bereich des Sehnervenkopfes aber ist besonders empfindlich. Durch den Druck werden die feinen Fasern zusammengequetscht und können absterben. Dadurch kommt es zu einer Einschränkung im Gesichtsfeld der Betroffenen. Meisten ist der Rand des Gesichtsfeldes betroffen. Die Einschränkungen treten ganz allmählich auf. Deshalb fallen Sie auch oft gar nicht auf. Bleibt der Überdruck bestehen, schränkt sich das Gesichtsfeld kontinuierlich weiter ein. Im Spätstadium der Glaukomerkrankung kommt es dann zu Einschränkungen im Zentrum des Gesichtsfeldes. Das Glaukom verursacht normalerweise keine Schmerzen. Darum, und weil die Ausfälle ganz allmählich beginnen, gehen die Betroffenen oft erst sehr spät zum Arzt.

Der normale Innendruck ist je nach Alter unterschiedlich und wird zwischen 10 und 30 mm Hg angegeben. Normalerweise wird bei einem Erwachsenen in mittleren Jahren von einem durchschnittlichen Innendruck von 21 mm Hg ausgegangen. Bei einem akuten Glaukomanfall kann der Innendruck bis auf 70 mm Hg ansteigen.

Top

Zur Übersicht
Glaukom - Grüner Star

 




MedizInfo®Homepage
zur Startseite

zur Übersicht
des Unterthemas
zur Übersicht
des Oberthemas