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Analfissuren

Analfissur

Inhaltsübersicht
Beschwerden
Erkrankungsursachen
Therapie
Vorbeugung

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Beschwerden

Blut und starke Schmerzen.

Bei einer akuten Analfissur treten beim Stuhlgang sehr starke Schmerzen auf, die auch noch Stunden später bestehen können. Die Schmerzen können auch gelegentlich krampfartig in andere Körperbereiche ausstrahlen. Häufig finden sich auch helle rote Blutstreifen im Stuhl oder am Papier.

 

Anhaltende Schmerzen nach dem Stuhlgang sind typisch für die chronische Fissur.

Nicht so heftig fallen die Schmerzen bei der chronischen Analfissur aus. Die Beschwerden während des Stuhlgangs sind - im Gegensatz zur akuten Analfissur - einigermaßen erträglich. Typisch ist allerdings, dass die Schmerzen einige Minuten nach der Darmentleerung (Defäkation) an Intensität stark zunehmen. Sie können dann über Stunden anhalten.

 

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Erkrankungsursachen

Es bilden sich Risse.

Analfissuren sind Risse in der Analschleimhaut bzw. im Afterkranz. Diese Verletzungen können immer wieder aufreißen.Bis heute ist weitestgehend ungeklärt, wo genau die Ursachen für eine Analfissur zu finden sind. Es werden mehrere Entstehungsursachen diskutiert. Eine Annahme ist, dass äußere Reize, wie z. B. Diätfehler oder Alkoholmissbrauch die Voraussetzungen für eine Fissur schaffen.

 

Auch analer Sex kann Risse verursachen.

Eine andere Annahme geht davon aus, dass Verletzungen die eigentliche Ursache sind. Auch zu harter Stuhl und starkes Pressen beim Stuhlgang sind häufige Ursachen.

Durch anale Sexualpraktiken steigt das Risiko einer Analfissur.

Als Folge einer Analfissur kann sich ein Abszess oder eine Fistel bilden.

 

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Therapie

Die Behandlung muß vorsichtig durchgeführt werden.

Meistens werden IM Rahmen der konservativen Therapie entzündungshemmende und schmerzstillende Salben und Zäpfchen verordnet.

Möglich ist eine Behandlung zur Dehnung des Afters, die mit dem Finger oder mit einem Analdehner durchgeführt wird.

In besonders hartnäckigen Fällen ist auf Wunsch eine Operation möglich, die durch eine Schwächung der Analmuskulatur für eine schnelle Heilung sorgen soll.

Neue Therapieoptionen bestehen in der Anwendung einer 0,2%ige Nitroglycerin-Salbe und Injektionen von Botulinum Toxin-A direkt in den Muskel.

 

0,2%ige Nitroglycerin-Salbe:

Das in der Nitroglycerin-Salbe enthaltene Stickstoffmonoxid sorgt dafür, dass die Spannung (Tonus) des Schließmuskels herabgesetzt wird. Das ist für eine schnelle Abheilung der Analfissur sehr wichtig. Ein weiteres Einreißen wird durch diese Ruhigstellung vermieden und die Risse können ungestört abheilen.

Die Salbe wird 3 x täglich über einen Zeitraum von etwa 4 bis 6 Wochen angewendet. Die Erfolgsrate liegt bei bis zu 88 Prozent. Eine Nebenwirkung jedoch, die bei ca. 20 von 100 Betroffenen vorkommt, ist das Auftreten von Kopfschmerzen. Die Ursache hierfür liegt darin, dass ein geringer Teil des Wirkstoffes in den Blutkreislauf gelangt (= systemische Wirkung). Stickstoffmonoxid lässt die Muskulatur sowohl der glatten als auch quergestreiften Muskulatur erschlaffen (vgl. Muskeltypen). Der willkürliche Schließmuskel besteht aus quergestreifte Muskulatur, die Wände der Blutgefäße dagegen enthalten glatte Muskulatur. Deshalb erweitern sich durch Stickstoffmonoxid auch die Blutgefäße. Diese Erweiterung kann sich dann in Form von Kopfschmerzen äußern.

 

Botulinum Toxin- A Injektion:

Dieses vom Bakterium Clostridium botulinum produzierte starke Nervengift hemmt die Übertragung der Impulse, die von den Nerven auf die Muskeln übergehen. Die Impulse bringen die Muskeln zur Kontraktion. Das Gift sorgt dafür, dass die Muskeln ihre Spannung verlieren und erschlaffen. Vor einer Behandlung mit diesem Gift (Toxin) muss daher gesichert festgestellt worden sein, dass der Schließmuskel eine hohe Spannung aufweist. Sonst ist die Gefahr einer Stuhlinkontinenz zu groß.

Eine Schmerzlinderung tritt schon nach 2 Tagen ein. Die Erfolgsrate liegt bei ca. 80 Prozent. Eine bleibende Stuhlinkontinenz ist hierbei nicht zu erwarten, weil der Schließmuskel intakt bleibt. Ein weiterer Vorteil ist der, dass der Betroffene nicht mit Nebenwirkungen aufgrund einer systemischen Wirkung rechnen muss, denn die Wirkstoffe gelangen nicht in den Blutkreislauf. Auch die einmalige Gabe der Injektion, die meistens direkt in den Schließmuskel erfolgt, kommt den Bedürfnissen der Betroffenen sehr nahe. Das täglich mehrmalige Auftragung einer Salbe kann die Bereitschaft des Betroffenen, am Therapieerfolg mitzuwirken, erheblich verringern.

Bei Betroffenen mit Blutgerinnungsstörungen, bei Fistelbildung oder bei Menschen, die blutverdünnende Arzneimittel einnehmen, sollte von einer Therapie mit Botulinum-Toxin abgesehen werden.

 

Das Botulinum-Toxin an sich ist auf dem Arzneimittelmarkt zugelassen, aber noch nicht für die Indikation "Analfissuren" (Stand 08.2004). Deshalb sollte der Betroffene vor der Behandlung eine schriftliche Erklärung seines Einverständnisses geben. Das Mittel wird bereits mit großem Erfolg auf diesem Gebiet eingesetzt. Nach jetzigem Stand der Erfahrung hinsichtlich dieser Therapieform kann man diese Methode als sichere und sehr wirksame Alternative ansehen, wenn die konservativen Methoden nicht zum Heilungserfolg geführt haben.

 

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Vorbeugung

Weicher Stuhlgang.

Die beste vorbeugende Maßnahme gegen Analfissuren ist weicher Stuhlgang. Lesen sie dazu unsere Tipps.

 

Vorsicht bei Analsex.

Bei analen Sexualpraktiken sollten Sie unbedingt ein Kondom und Gleitmittel verwenden und äußerst behutsam vorgehen.

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