Komplementärmedizin - Alternative Medizin

Bücher zum Thema aussuchen Bücherliste: Komplementärmedizin

Chiropraktik
Darmreinigung
Heilpflanzen
Homöopathie
Kinesiologie

Magnetfeldtherapie
Osteopathie
Schüssler-Salze
Segmenttherapie

TCM
Akupunktur
Ohrakupunktur
Laserakupunktur
Chinesische Ernährungstherapie

Chinesische Kräuterheilkunde
Moxabustion
Qi-Gong
Tai Chi
TCM und Schwangerschaft
Tuina

Behandlungsverlauf in der Osteopathie

Vorgespräch

Die osteopathische Therapie verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und berücksichtigt dabei körperliche, psychische und emotionale Aspekte gleichermaßen. Bei der allerersten Begegnung informiert sich der Therapeut umfassend zur aktuellen Situation unter Berücksichtigung der medizinischen Vorgeschichte des Patienten inklusive mitgebrachter Röntgenbilder und anderer Unterlagen. Einen wichtigen Platz nehmen Unfälle ein. Auch Kleinigkeiten, bei denen es keinen Arztbesuch gab und die deshalb oft in Vergessenheit geraten (zum Beispiel Stürze, Prellungen, Sportunfälle) können später die Ursache für chronische Beschwerden sein. Traumen können auch seelischer Natur sein, die sich, wenn sie unverarbeitet bleiben, zu körperlichen Symptomen entwickeln können.

 

Manuelle Untersuchung

Bei der ausschließlich manuellen Untersuchung wird sich der Therapeut zuerst ein Bild des gesamten Körpers im Stehen und beim Gehen machen. Danach wird der Körper im Liegen untersucht, um zu klären, wo die Ursachen für Beschwerden liegen und um einzuschätzen, ob eine osteopathische Behandlung ausreicht oder ein interdisziplinäres Vorgehen viel versprechender sein könnte. Der Therapeut tastet bei der Behandlung den gesamten Körper mit seinen Händen ab. Der Patient kann dabei bekleidet bleiben. Dort, wo sich eine Blockade feststellen lässt, wird sich der Therapeut, nachdem er sich einen Überblick verschafft hat, in der ersten oder zweiten Sitzung Zeit nehmen, um gezielt an ihrer Lösung zu arbeiten.

 

Schulmedizin einbeziehen

Eine osteopathische Befunderhebung nicht gleichzusetzen ist mit einer schulmedizinischen Diagnostik. Aus diesem Grund sollte ein Osteopath so umfangreiche Kenntnisse besitzen, dass er strukturelle Störungen und vorgeschädigte Strukturen und Beschwerden eines Patienten auch medizinisch so einordnen kann, dass eine konventionelle ärztliche Therapie unter Umständen als Lösungsweg angeboten werden kann. Auf technische Hilfsmittel und Pharmaka wird in einer osteopathischen Behandlung verzichtet.

 

Dialog

In einer osteopathischen Behandlung wird der Patient immer miteinbezogen. Sei es in Form eines Feedbacks zu dem, was der Therapeut gerade tut oder in Form aktiver Beteiligung während der Behandlung durch das Anspannen von bestimmten Muskeln. Als positive Nebeneffekte einer osteopathischen Behandlung werden ein besseres Verständnis für den Umgang mit dem eigenen Körper, ein verbessertes Körpergefühl durch eine gestärkte Eigenwahrnehmung, ein verbessertes Verständnis für die Funktion des eigenen Körpers und ein gestärktes Vertrauen in die eigene Wahrnehmung angeführt. Dies kann auch speziell durch einen Dialog zwischen Therapeut und Behandelten während oder nach einer Sitzung angesprochen werden.

 

Ergebnis

Nach der Behandlung sollte sich der Patient wohl fühlen. Er sollte eine Veränderung spüren, die sich auf körperlicher, aber durchaus auch auf emotionaler Ebene zeigen kann. Da jeder Mensch eine unterschiedliche Art der Wahrnehmung hat, kann es sein, das sich eine Behandlung für den einen primär in Form seelischen Wohlbefindens und Ausgeglichenheit ausdrückt während ein anderer zuerst klare, körperliche Reaktionen wahrnimmt.

 

Dauer der Behandlung

Im Schnitt sollen 2-3 osteopathische Behandlungen ausreichen, um deutliche Veränderungen feststellen zu können. Ist dies nicht der Fall, sollte der Osteopathen darauf angesprochen werden. Unter Umständen ist der Wechsel des Therapeuten zu erwägen.

 

Wer kann sich behandeln lassen?

Für eine osteopathische Behandlung gibt es keine Altersbegrenzung. Schon bei Säuglingen soll eine Behandlung beispielsweise eines Geburtstraumas positive Auswirkungen auf die weitere Entwicklung haben. Osteopathische Verfahren werden auch von Ärzten angewendet und können grundsätzlich auch von diesen verordnet werden.

 

Indikationen

Osteopathie soll sich in hohem Masse dazu eignen, in Kombination mit anderen Verfahren in einem weiten Spektrum medizinischer Befunderhebungen und in zahlreichen Fachgebieten Heilungsprozesse zu unterstützen, Beschwerden zu erleichtern und das allgemeine Wohlbefindens zu verbessern. Das könnte nach Literaturberichten selbst die Zahl medizinischer Eingriffe verringern.

 

Kontraindikation

Von einer osteopathischen Behandlung ist in jedem Fall abzuraten bei akuten Zuständen wie Schlaganfall, Schädelverletzungen, Aneurysma und bei Hernienbildung an der Medulla oblongata.

 

Kosten

Osteopathische Behandlungen werden in Deutschland schon von vielen privaten Krankenkassen übernommen und seit Januar 2012 werden von der Techniker Krankenkasse bis zu sechs osteopathische Sitzungen pro Kalenderjahr bezuschusst. In jedem Fall lohnt es sich vor einer Behandlung bei der eigenen Krankenkasse nachzufragen, ob ein Teil der Kosten übernommen wird.

Top

Zur Übersicht
Osteopathie

 




MedizInfo®Homepage
zur Startseite

zur Übersicht
des Unterthemas
zur Übersicht
des Oberthemas

*Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass diese Darstellung die Sichtweise alternativmedizinischer Ansätze wiedergibt,
die von den Erklärungen der Schulmedizin deutlich abweichen kann. Wir überlassen dem Leser die jeweilige Interpretation und Bewertung.