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Medikamente: Lithiumsalze

Lithium wird bei der Behandlung manischer Phasen angewandt.

Lithiumsalze haben eine, von den typischen Antidepressiva abweichende, Funktion. Sie werden wirksam eingesetzt zur Behandlung von manischen Phasen, wie sie bei schweren bipolaren Erkrankungen auftreten können. Besonders wirksam sind Lithiumsalze bei Erkrankungen, die eine manische und eine depressive Phase aufweisen. Sie haben dann vielfach auch eine vorbeugende Wirkung, so dass die häufig wiederkehrenden manischen Phasen verhindert werden können. Gelingt dies nicht, so zeigt sich unter der Einnahme von Lithiumsalzen aber häufig eine Verkürzung der manischen Phase mit einem geringeren Schweregrad. Insgesamt treten die manischen Phasen seltener auf. Als Akutbehandlung wird Lithium nicht angewandt.

 

Die Behandlung erfordert ein hohes Maß an Disziplin.

Lithiumsalze haben nur eine geringes Spektrum der Wirksamkeit und   können schnell überdosiert werden. Sie müssen deshalb sehr sorgfältig dosiert sein. Das gelingt nur, wenn die Betroffenen gut mit dem Arzt zusammen arbeiten. Die Dosierung wird dann langsam an die Bedürfnisse des Einzelnen angepasst. Die antidepressive Wirkung setzt häufig erst nach vier bis sechs Wochen ein. Die gegen die Manie gerichtete Wirkung kann aber schon nach einer Woche greifen. Um die Gefahr eines Rückfalls zu verringern, sollten Lithiumsalze über mindestens sechs Monate eingenommen werden. Das ist sehr wichtig. Wird das Medikament zu früh abgesetzt, oder die Einnahme unterbrochen, so kann der gesamte Erfolg zunichte gemacht werden.

 

Kontrolluntersuchungen sind wichtig.

Während der Einnahme sollten regelmäßige, ärztliche Kontrollen von Körpergewicht, Halsumfang und der Blutspiegel der Lithiumsalze, EKG und EEG durchgeführt werden. Nur so können mögliche Langzeitfolgen und schwerwiegendere Nebenwirkungen wirksam vermieden werden. Anfängliche leichtere Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Beschwerden, Schläfrigkeit, Muskelschwäche oder Fingerzittern gehen normalerweise nach einiger Zeit wieder zurück.

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