Kopf und Seele

Alzheimer-Demenz
Angst
Nervöse Unruhezustände
Bipolare Störung / Manie

Depressionen
Epilepsie
Multiple Sklerose
Parkinson

Psychosen
Schizophrenie

Schlafstörungen

Schwindel
Stress
Trauma (PtBs)
Neurologie

Psychosen und Schizophrenie
Störungen der Affektivität
Gefühlsausdruck und -empfinden und die Stimmungslage sind verändert. Unter Affektivität versteht man zum einen meistens kurz andauernde starke Gefühlszustände (Affekte) wie Zorn, Wut, Hass oder Freude. Es gehören aber auch die längerfristig bestehenden Stimmungen dazu, die eine Gesamtlage über einen längeren Zeitraum beschreiben, wie z. B. bei Depressionen.

 

Die Ausprägung von Affektstörungen kann sehr unterschiedlich sein. Unterschieden werden folgende Affektstörungen:
  • Affektlabilität/Stimmungslabilität: Schneller Wechsel in der Stimmungslage oder der Affekte, meistens bei organisch bedingten psychischen Störungen.
  • Affektarmut: Kaum auslösbare Gefühlsregungen bzw. Affekte. Die Betroffenen wirken interesselos und emotional zurückhaltend.
  • Gefühl der Gefühllosigkeit: Der Mangel oder vollständige Verlust von affektiven Regungen wird von den Betroffenen als leidvoll und quälend erlebt. Der Zustand wird auch als Gemütsleere beschrieben. Das Leidenserlebnis bildet den Unterschied zur Affektarmut.
  • Affektinkontinenz: Fehlende Beherrschung von Gefühlen. Gefühlsäußerungen sind bei geringen Anlässen übertrieben und unkontrolliert.
  • Euphorie: Übersteigertes Wohlbefinden, Heiterkeit, Zuversicht oft verbunden mit einem übermässigen Vitalgefühl.
  • Depressivität: Starke Niedergeschlagenheit, Lustlosigkeit und Hoffnungslosigkeit. Die Betroffenen leiden unter Gefühlen von Gefühllosigkeit, Freudlosigkeit und vermindertem Antrieb.
  • Ambivalenz:Gegensätzliche Gefühle, z. B. im Hinblick auf eine Person oder eine Handlung, bestehen nebeneinander. Das führt bei den Betroffenen zu einem angespannten Zustand, den sie als quälend erlebend.
  • Parathymie: Der Gefühlsausdruck der Betroffenen stimmt nicht mit der Realität überein, z. B. Weinen über einen Witz, Lachen über Trauer.
  • Angst: Die Betroffenen empfinden unbestimmte oft starke Gefühle der Gefahr oder Bedrohung. Meistens sind körperliche Begleitsymptome wie Zittern, Schwitzen, Herzklopfen, Atemnot, Mundtrockenheit oder Magendruck zu finden.

Top

Zur Übersicht:
Psychosen und Schizophrenie
 




MedizInfo®Homepage
zur Startseite

zur Übersicht
des Unterthemas
zur Übersicht
des Oberthemas