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Psychosen und Schizophrenie
Therapeutische Möglichkeiten bei Psychosen
Inhaltsübersicht:
Wie kann geholfen werden?
Wo können Psychosekranke behandelt werden?
Wie wichtig sind Medikamente?
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Wie kann geholfen werden?
Es gibt Möglichkeiten, Psychosen erfolgreich zu behandeln.
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Auch wenn über die Ursachen der Psychosen längst nicht alles bekannt ist, so verfügt der Arzt doch über viele Möglichkeiten, diese Krankheiten erfolgreich zu behandeln. Das mag zunächst überraschen, aber Entsprechendes gilt auch für viele körperliche Erkrankungen. Die Verursachung eines Bluthochdruckes z. B. ist oft nicht zu klären, und dennoch kann dem Patienten mit einer langfristigen Medikamentenbehandlung gut geholfen werden.

 

Betroffene brauchen Schutz und Hilfe. Bei der Behandlung von Psychosen ist es zunächst wichtig, den betreffenden Menschen Schutz und Hilfe zu gewähren, wie sie auch jedem körperlich Kranken zustehen. Entlastend wirkt schon das Gespräch mit dem Arzt, in dem der Patient alles sagen kann, was ihn bedrückt und worunter er leidet. Der Kranke erfährt, daß nicht er allein von den Störungen betroffen ist, sondern viele andere auch, denen bereits geholfen werden konnte.

 

Krankheitseinsicht ist notwendig. Gelegentlich kommt es vor, daß ein Patient die Erlebnisse seiner Psychose nicht als krankhaft ansieht und daher nur schwer zu überzeugen ist, sich behandeln zu lassen. Dann ist es besonders wichtig, daß der Arzt den Angehörigen die krankhafte Natur der Störungen erläutert und ihnen erklärt, daß sie nicht als Unarten, Launen oder Versagen o. ä. anzusehen sind.

 

Arbeitsunfähigkeit? Oft ist es wichtig, daß der Betroffene krankgeschrieben wird, auch wenn er seine Berufstätigkeit noch mit großer Anstrengung ausüben könnte.

 

Hilfe durch den sozial- psychiatrischen Dienst. Zuweilen kann eine psychotisch erkrankte Mutter ihren Haushalt nicht mehr versorgen. In diesen Fällen kann über den sozial-psychiatrischen Dienst des Gesundheitsamtes oder eine Sozialstation für Unterstützung gesorgt werden.

 

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Wo können Psychosekranke behandelt werden?
Ambulante Behandlung durch den Nervenarzt. Viele können heute ambulant durch einen Psychiater (Nervenarzt) behandelt werden. Längst nicht mehr alle müssen, wie es früher war, in eine psychiatrische Klinik bzw. ein Krankenhaus eingewiesen werden. Die Krankenhausbehandlungen sind inzwischen wesentlich kürzer geworden. Oft kann die Behandlung in einer Tagesklinik dem Patienten am besten helfen.

 

Die Zusammenarbeit vieler Spezialisten ist notwendig. In diesen psychiatrischen Einrichtungen arbeiten Ärzte und Psychologen, Fachschwestern und Fachpfleger, Sozialarbeiter, Pädagogen und andere Fachkräfte zusammen. Alle sind speziell für diese Aufgaben ausgebildet und praktisch geschult. Anderen Therapeuten sollte der Psychosekranke nicht anvertraut werden.

 

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Wie wichtig sind Medikamente?
Medikamenten spielen eine zentrale Rolle.
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In der Behandlung spielen die Medikamente, die Neuroleptika heißen, eine sehr wichtige Rolle. Entgegen einer oft geäußerten Meinung handelt es sich dabei nicht um Medikamente, die nur beruhigend oder dämpfend wirken und den Patienten müde machen sollen.

 

Neuroleptika haben eine spezielle Wirkung. Die Neuroleptika entfalten eine viel speziellere Wirkung. Sie können bewirken, daß Angst und Erregung verschwinden, daß der Kranke sich nicht mehr von der Umwelt beeinträchtigt fühlt, und daß die Konzentrationsfähigkeit wieder besser wir. Sie beseitigen also direkt die Krankheitssymptome. Außerdem besitzen diese Medikamente noch eine vorbeugende Wirkung:

 

Neuroleptika vermindern die Rückfallneigung. Werden die Neuroleptika von den Patienten weiter genommen, nachdem die Krankheitserscheinungen bereits abgeklungen sind, so verhindern sie in den meisten Fällen das Wiederauftreten einer Psychose zu einem späteren Zeitpunkt. Untersuchungen an vielen tausend Kranken haben gezeigt: Wenn Patienten nach einer psychotischen Erkrankung diese Medikamente weitere einnehmen, erkranken sie sehr viel seltener wieder an einer Psychose, als wenn sie keine Medikamente einnehmen.

 

Die Dauer der Behandlung ist sehr unterschiedlich. Wie lange die neuroleptischen Medikamente zum Schutz vor erneuter Erkrankung eingenommen werden müssen, ist von Patient zu Patient sehr unterschiedlich und kann nur vom Arzt entschieden werden.

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