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Schlaf
Der gesunde Schlaf

Inhaltsübersicht:
Schlaf: Muß das sein?
Biorhythmus
Schlafdauer
Schlafphasen

 

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Schlaf: Muß das sein?

 

Können wir uns ein Stündchen "klauen"? Viele Menschen kennen diesen Gedanken. Der Tag ist viel zu kurz für all die vielen Aufgaben, die es zu bewältigen gilt. Da fragt man sich schon einmal, ob der Schlaf wirklich sein muß und ob wir ihm nicht ein paar Stündchen "klauen" können. Ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Schlaf.

 

Stand-by Funktion des Körpers.
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Aber so einfach ist das leider nicht. Der Körper hat nur eine begrenzten Energiereserve, die durch den Schlaf geschützt wird. Im Schlaf schaltet der Körper seine Funktionen auf "stand by". Die Körpervorgänge, wie Atmung und Puls, verlangsamen sich, der Blutdruck sinkt und auch die Körpertemperatur fällt um einige Zehntel Grad ab. Das Nervensystem ist vermindert erregbar.

 

pf.gif (877 Byte)Homepage der Arbeitsgemeinschaft für angewandte Schlafmedizin e.V. mit vielen Informationen zu Schlaf, Schlafstörungen, Therapiezentren. Diese "zeitweilige Bewußtlosigkeit", als die der Schlaf auch angesehen werden kann, braucht der Körper als Erholungs- und Aufbauphase. Zwar können wir ihm gelegentlich einige Stunden "klauen", aber über einen längeren Zeitraum geht das nicht. Die Folgen wären mehr oder weniger starke Beeinträchtigungen bis hin zu ernsthaften gesundheitlichen, sozialen und psychischen Problemen.

 

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Biorhythmus

 

Jeder Körper hat eine innere Uhr.
pf.gif (877 Byte)Bundesverband Schlafapnoe Deutschland e. V.
Der Körper des Menschen hat seine eigene biologische Uhr. Diese innere Uhr, die auch noch funktioniert, wenn alle Umwelteinflüsse ausgeschaltet werden, bestimmt die tagesrhythmischen Schwankungen der Kreislauf-, Organ- und Stoffwechselfunktionen. Häufig ist die periodische Dauer länger als 24 Stunden.

 

Die Kultur prägt den Biorhythmus.
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Der Rhythmus wird beim Menschen stark von der jeweiligen Kultur geprägt. Die immer wiederkehrenden Zeiträume von Arbeit, Freizeit und Schlafenszeit werden durch soziale Faktoren bestimmt, die den Biorhythmus auf einen 24-Stunden Ablauf einpendeln. Dabei spielen für den Schlaf die eigentlichen Tag und Nacht Zeiten und der Hell-Dunkel Wechsel eine eher untergeordnete Rolle. Je nach Kultur wird nicht nur Nachts geschlafen, sondern z. B. auch in der Mittagszeit.

 

Der Schlaf wird durch die Erfordernisse geregelt. Es läßt sich erkennen, daß die Geschichte für den bei uns üblichen Schlafrhythmus gesorgt hat. Der gesamte gesellschaftliche Ablauf, Arbeit, Schule, öffentliches Leben, Essenszeiten und Ruhezeiten ist auf diesen Rhythmus schon seit sehr langer Zeit eingestellt.

 

pf.gif (877 Byte)Schlafmedizinisches Zentrum Regensburg: Eine sehr ausführliche Website mit vielen nationalen und internationalen Links zu Fachverbänden und Journalen mit Fachinformationen. Dieser strikte Zeitablauf kann zu Problemen führen. Die Menschen sind in ihrem biologischen Rhythmus, obwohl stark sozial geprägt, immer noch unterschiedlich. Es gibt die "Morgenmuffel" oder "Langschläfer", die gerne morgens etwas länger schlafen, dafür aber Abends später zu Bett gehen. Und es gibt die Morgenmenschen, die nach dem Motto "Morgenstund hat Gold im Mund!" schon früh fit sind und abends viel eher müde werden. Diesen biologischen Rhythmus kann man mit seinen Unterschieden während des ganzen Tages am Verlauf der Körpertemperatur nachweisen. Es ist also nicht richtig, abfällige, diskriminierende Bezeichnungen (wie z. B. Langschläfer) für Menschen zu benutzen, die nur ihrem Biorhythmus folgen. Der Biorhythmus macht aus den Menschen Morgenmenschen und Abendmenschen.

 

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Schlafdauer

 

Zunehmendes Alter = weniger Schlaf. Wieviel Schlaf ein Mensch durchschnittlich braucht, ist sehr unterschiedlich. Mit zunehmendem Alter nimmt auch die Länge des täglich benötigten Schlafes ab.

 

Grafik: Schlafdauer Ein Säugling schläft ungefähr 16 Stunden am Tag. Kleinkinder haben noch ein Schlafbedürfnis von 11 bis 13 Stunden und Jugendliche kommen mit durchschnittlich 9 Stunden aus. Erwachsene verbringen ungefähr 1 Drittel des Tages, 8 Stunden, mit schlafen. Nach dem 50 Lebensjahr sinkt das Schlafbedürfnis oft unter 6 Stunden pro Tag ab.

 

Schwankungen sind normal. Diese Durchschnittswerte können individuell noch stark schwanken. Beispielsweise ist es nicht ungewöhnlich, daß Säuglinge auch 18 Stunden oder nur 12 - 13 Stunden am Tag schlafen. Diese Schwankungsbreite ist durchaus noch im Rahmen eines normalen Schlafbedürfnisses. Allerdings nimmt auch die Schwankungsbreite mit zunehmendem Alter ab. Ältere Menschen variieren in ihrem Schlafbedürfnis nur noch um ungefähr 2 Stunden.

 

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Schlafphasen

 

Das EEG kann Schlafphasen anzeigen.
pf.gif (877 Byte)Homepage der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin DGSM.
Der Schlaf ist nicht während der gesamten Zeit gleich tief. Normalerweise verläuft der Schlaf in Phasen, die sich während einer Nacht mehrmals wiederholen. Eine genaue Analyse des Schlafes ist mit Hilfe eines Elektroenzephalogramms (EEG) möglich, das die elektrische Hirnaktivität anzeigt.

 

REM-Phasen sind Traumphasen. Phasen, die von schnellen Augenbewegungen begleitet werden, den Rapid Eye Movements (REM), werden als REM-Phase bezeichnet. In der REM-Phase zeigt das EEG eine verstärkte Aktivität an, gleichzeitig ist aber der Muskeltonus stark herabgesetzt. In dieser Phase wird häufig geträumt. Das ist ein weiterer Hinweis auf die starke Aktivität des zentralen Nervensystems. Der Schläfer läßt sich in dieser Phase leicht aufwecken.

 

In Non-REM-Phasen wird selten geträumt.
pf.gif (877 Byte)Europäische Gesellschaft für Schlafforschung (ESRS).
Die Non-REM-Phasen sind Schlafphasen, in denen der Schläfer normalerweise nicht träumt. Sie wird Non-REM-Phase genannt, weil keine Augenbewegungen stattfinden. Die Körpertemperatur und der Blutdruck des Schläfers sinken ab. Die Phase reicht bis in den Tiefschlaf und der Schläfer ist schwer aufzuwecken.

 

Schaubild: Wechsel der Schlafphasen REM und Non-REM-Phasen wechseln sich ab und dauern zusammen ungefähr 1 bis 1 1/2 Stunden. Der Anteil der REM-Phase beträgt dabei zuerst nur ca. 5 Minuten. Er kann aber im Laufe des Schlafes auf bis zu 50 Minuten Dauer ansteigen. Gleichzeitig sinkt der Anteil der Non-REM-Phase ab, so daß sich zusammen immer ungefähr 1 bis 1 1/2 Stunden ergibt.

 

Die Reifung des Gehirns im Traum? Im Säuglingsalter ist der Anteil des REM-Schlafes sehr hoch. Erst im Alter von ungefähr 5 Jahren ist der Anteil des REM-Schlafes auf einen Stand gesunken, der bis ins Alter kaum verändert wird. Es wird vermutet, daß der hohe Anteil von REM-Phasen im Säuglingsalter mit der Reifung des Gehirn zusammenhängt.

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