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Einsatz von Telematik bei der ambulanten häuslichen Schlafdiagnostik

Bericht von A. Gundel, J. Turowski: DLR Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin Köln und R. Kaminski, R. Töpper: Neurologische Klinik der RWTH Aachen. Quelle: Somnologie (1998) 2 (Suppl. 1), S. 10

 

Inhaltsübersicht:
Einleitung
Methoden
Ergebnisse
Diskussion

 

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Einleitung

 

Ambulante Untersuchung ist möglich. Polysomnographien müssen nicht notwendigerweise stationär, sondern können auch ambulant in der häuslichen Umgebung von Patienten durchgeführt werden.

 

Vorteile der häuslichen Untersuchung.
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Eine ambulante Diagnostik bei Beschwerden über Tagesmüdigkeit oder Schlaflosigkeit bringt aus medizinischer und sozialer Sicht Vorteile mit sich. Bei der häuslichen Untersuchung schläft der Patient in der Umgebung, an die seine Schlafgewohnheiten angepaßt sind und in der auch die Beschwerden aufgetreten sind.

 

Vermeidung des first night effects. Einerseits könnte durch eine ambulante Polysomnographie dem besonderen "first night effect" eines Klinikaufenthalts entgegengewirkt werden.

 

Neue Kapazitäten werden geschaffen. Andererseits könnte sie die Untersuchungskapazitäten schaffen, um der großen Zahl von Menschen mit unbehandelten Schlafstörungen zu helfen.

 

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Methoden

 

Einbindung in ein Medizin- Telematik- Konzept. Die häusliche Polysomnographieuntersuchungen werden durch die Kooperation zwischen DLR und RWTH Aachen in ein Medizin-Telematik Konzept eingebunden, in dem die DLR ein Medizin-Telematik-Zentrum mit einer Langzeitdatenbank und die Neurologische Klinik der RWTH Aachen ein Befundungszentrum (Schlafmedizinisches Zentrum) bereitstellt. Sowohl an der Neurologischen Klinik Aachen als auch am DLR wurden Telematik-Meßplätze mit Vitaport II-Systemen eingerichtet.

 

Digitaler Datenrekorder und Auswerte- Software. Das Vitaport II-System besteht aus einem digitalen Datenrekorder und einem Rechner mit Auswerte-Software. Der Datenrekorder gestattet die Aufzeichnung von 24 verschiedenen Signalen. Er ist batteriegetrieben, klein und handlich und kann deshalb überall, d. h. auch im Hause von Patienten, eingesetzt werden.

 

Auswertung kann manuell oder automatisch sein. Die Polysomnographie-Daten werden auf einer 40MB Flashdisk gespeichert, die vom Auswerterechner gelesen werden kann. Der Auswerterechner erlaubt eine manuelle sowie eine vollautomatische Auswertung von Polygraphien nach Rechtschaffen und Kales.

 

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Ergebnisse

 

Kinderkrankheiten wurden behoben. Dieses System wurde nach Beschaffung zunächst im Labor  getestet und von "Kinderkrankheiten", wie es jedes neue technische System zeigt, befreit. Danach war es voll einsetzbar und entsprach vollkommen den Erwartungen und Erfordernissen des Vorhabens.

 

Die Qualität der Ableitung wird fortlaufend überwacht. Die Qualität der häuslich abgeleiteten Polysomnographie wird telematisch, d. h. über eine Telefonstrecke überwacht. Auf diese Weise soll ein Qualitätsstandard aufrecht erhalten und Wiederholungsmessungen vermieden werden. Um nicht das private Telefon von Patienten benutzen zu müssen, wurde der Rekorder beim Patienten  mit einem Funkmodem verbunden. Auf diese Weise kann von der Klinik aus, ohne daß der Patient etwas merkt, über Mobiltelefon die Aufzeichnung auf einem Bildschirm dargestellt und kontrolliert werden. Da wegen "weißer Flecken" im Netz der Empfang nicht überall gewährleistet ist, soll später eine satellitengestützte Übertragung geprüft werden.

 

Schaffung einer multimedialen Patientenakte. Die langfristige Datenhaltung wird auf zwei Weisen durchgeführt. Zum einen werden die Polysomnographien auf CD gebrannt, zum anderen werden sie über die Vernetzung des Auswerte-Rechners auf einem Server des DLR gespeichert. Das wichtigste Kommunikationsmittel im Netz ist die am DLR entwickelte multimediale Patientenakte.

 

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Diskussion

 

Neue Möglichkeiten werden geschaffen. Die bisherigen Erfahrungen zeigten, daß dieses Telematik- Konzept technisch durchführbar ist und ganz neue Möglichkeiten in der Versorgung von Patienten eröffnet.

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