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Epidemiologie: Gesundheitsbericht 1998
Inhaltsübersicht:
Krankenhausstatistik
Regionale Unterschiede
Sterblichkeit
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Krankenhausstatistik
500 000 Menschen sind jedes Jahr betroffen. Jährlich bekommen fast 500 000 Menschen einen Schlaganfall, bei dem häufig Schäden zurückbleiben. Im Jahr 1995 starben über 100 000 Menschen an einem Schlaganfall. Nach Krebs und Herzerkrankungen ist der Schlaganfall die dritthäufigste Todesursache in der Bundesrepublik Deutschland.

 

Nicht alle werden im Krankenhaus behandelt. Obwohl ein Schlaganfall immer ein Notfall ist, bei dem sofort eine Krankenhausbehandlung erforderlich ist, werden nur 90 Prozent aller vom Schlaganfall Betroffenen im Krankenhaus behandelt. Die verbleibenden 10 Prozent werden zu Hause, oder in Altenheimen und Pflegeheimen versorgt.

 

Die Häufigkeit nimmt im Alter zu. Im Jahr 1995 wurden wegen zerebrovaskulären Erkrankungen 397 573 Menschen in ein Krankenhaus aufgenommen und stationär behandelt. Fast 50 Prozent dieser Menschen war über 75 Jahre alt.

 

Krankenhausstatistik differenziert nach Alter und Geschlecht. Die nachfolgende Tabelle zeigt eine Übersicht über die Menschen, die in einem Krankenhaus wegen zerebrovaskulärer Erkrankungen behandelt wurden. Sie ist differenziert nach Alter und Geschlecht.
(Quelle: StBA, Krankenhausstatistik)

Alter

Anzahl

% Männer % Frauen
unter 25 2 269 52,4 47,6
25-34 4 082 48,1 52,9
35-44 9 422 55,7 44,3
45-54 23 181 62,7 37,3
55-64 58 010 65,5 34,5
65-74 109 687 51,1 48,9
über 74 190 897 31,9 68,1

 

Verweildauer im Krankenhaus: 1995 betrug die Verweildauer im Krankenhaus durchschnittlich 19,0 Tage. Frauen lagen mit 19,6 Tagen im Durchschnitt einen Tag länger im Krankenhaus als Männer mit 18,4 Tagen. Der Grund dafür ist wahrscheinlich das höhere Lebensalter der betroffenen Frauen.

 

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Regionale Unterschiede
Im Osten steigt die Zahl der Neuerkrankungen. Die Versorgung im Krankenhaus unterscheidet sich, je nach Bundesland, deutlich. Im Osten wurden in den achtziger Jahren deutlich mehr Menschen mit einem frischen Schlaganfall behandelt, als im Westen. Seit dieser Zeit steigen die Zahlen der Neuerkrankungen im Osten für alle Altersgruppen weiter an. Ausnahme sind die Frauen im Alter zwischen 55 und 64 Jahren.

 

Hypertonie und andere Risikofaktoren sind im Osten stärker ausgeprägt. Die Ursachen für diese Entwicklung sind bisher nicht bekannt. Als mögliche Begründung kann aber die Tatsache gelten, dass in den östlichen Bundesländern sehr viel mehr Menschen an Bluthochdruck leiden. Davon sind sowohl die Männer, als auch die Frauen gleichermaßen betroffen. Die Entwicklung betrifft alle Altersgruppen. Insbesondere bei den jüngeren nimmt der Bluthochdruck weiter zu. Auch andere Risikofaktoren für einen Schlaganfall treten im Osten stärker auf, als im Westen. Ausnahme: Die Frauen rauchen seltener.

 

In der nebenstehenden Grafik wird die Häufigkeit der Krankheitsfälle im Krankenhaus in den verschiedenen Bundesländern für 1995 angezeigt. Verteilung der Krankenhausfälle auf die Bundesländer.

Quelle: StBA, Krankenhausstatistik

 

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Sterblichkeit
Im Osten sterben 40 % mehr Menschen am Schlaganfall. Die Sterblichkeit ist stark vom Alter der Betroffenen abhängig. Nach dem 65. Lebensjahr steigen die Zahlen stark an. Dabei sind die Einwohner der östlichen Bundesländer zu 40 Prozent stärker betroffen, als die Einwohner der westlichen Bundesländer. Besonders weit klaffen die Sterbezahlen bei den über 65. jährigen Menschen auseinander.

 

Sterblichkeit von Männern und Frauen differenziert nach Osten und Westen. Sterblichkeit von Männern und Frauen differenziert nach Osten und Westen.
Quelle: StBA, Todesursachenstatistik

 

Lesen Sie hier den vollständigen Gesundheitsbericht 1998.

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