Becken und Hüfte

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Hüftkopfnekrose bei Erwachsenen:
Therapie

Der Hüftkopf muss entlastet werden

Bei einer Hüftkopfnekrose ist das Ziel einer Therapie die Entlastung des geschädigten Hüftkopfes, um die dort innerhalb des Knochens ablaufenden Reparaturprozesse nicht zu beeinträchtigen. Dabei ist das Stadium der Erkrankung ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung, welche Therapie sinnvoll ist.

 

Unterarmgehstützen und Medikamente

Eine Entlastung des Hüftkopfes durch die Verwendung von Unterarmgehstützen beim Gehen ist im Initialstadium sowie im reversiblen Frühstadium Erfolg versprechend. Zudem können zur Bekämpfung der Schmerzen so genannte Rheumamittel verwendet werden, die neben der Schmerzlinderung eine Entzündungshemmung bewirken.

 

Operative Therapien sind in späteren Stadien unumgänglich

In späteren Stadien ist häufig eine operative Therapie erforderlich. Dabei kommen mehrere Möglichkeiten infrage:
  • Entlastung des Knocheninneren (Markraumdekompression) durch Entnahme von geschädigtem Gewebe aus dem Bereich der Hüftkopfnekrose. Dies ist im reversiblen und im irreversiblen Frühstadium möglich, allerdings nur dann, wenn der beschädigte Bereich weniger als ein Drittel des Hüftkopfes ausmacht.
  • Umstellung der Knochenachse (Umstellungsosteotomie), um das beschädigte Gewebe des Hüftkopfes aus dem Hauptbelastungsbereich des Hüftgelenks gelangen zu lassen. Diese Operation ist im Übergangs- und im Spätstadium sinnvoll, außerdem dann, wenn der beschädigte Bereich mehr als ein Drittel des Hüftkopfes ausmacht.
  • Einsetzen von Knochenmarktransplantaten in den beschädigten Bereich, beispielsweise aus dem Wadenbein des Patienten.
  • Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks. Diese Operation ist im Übergangs- und im Spätstadium möglich sowie dann, wenn der beschädigte Bereich mehr als ein Drittel des Hüftkopfes ausmacht. Dieser Eingriff bietet sich insbesondere bei jüngeren Patienten mit ausgeprägten Veränderungen im Hüftgelenk aufgrund der Hüftkopfnekrose an.

 

Physiotherapie sichert Kraft und Beweglichkeit

Sowohl nach einer Entlastungsbehandlung als auch nach einer Operation ist eine regelmäßige Physiotherapie von großer Bedeutung, um die Muskelkraft und die Beweglichkeit der Hüfte wiederherzustellen.

 

Therapie der Risikofaktoren

Neben der direkten Therapie der Hüftkopfnekrose sollten auch begünstigende Faktoren behandelt werden, z. B. Fettstoffwechselstörungen oder eine Reduzierung des Alkoholkonsums.

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Hüftkopfnekrose bei Erwachsenen

 

 




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