Diabetes

Physiologie
Typen, Symptome und Ursachen
Diagnostik und Selbstkontrolle 

Spätfolgen
Notfälle
Behandlung
Ernährung
Prävention

Diabetes bei Kindern
Diabetes und Haut
Diabetes und Herz
Diabetes und Schwangerschaft
Diabetes und Operationen

Schulung, Qualifikation, Weiterbildung
Mess- und Therapiegeräte

Regulation des Blutzuckerspiegels
Normalwert: 60 - 100 mg/dl Der Blutzuckerspiegel wird normalerweise in nüchternem Zustand gemessen. Dabei beträgt die normale Konzentration zwischen 60 und 100 Milligramm (mg) pro 100 Milliliter (dl) Blut. Der Körper ist bestrebt, diesen Wert immer wieder herzustellen.

 

Normalwert: 3,3 - 5,6 mmol/l Der Blutzuckerwert wird häufig in der neueren Maßeinheit mmol/l angegeben. Damit wird die Anzahl der Moleküle pro Liter Blut bezeichnet. Mit einer einfachen Formel lässt sich die Umrechnung vornehmen:
  • mmol/l multipliziert mit 18 ergibt den Blutzuckerwert in mg/dl
  • mg/dl dividiert durch 18 ergibt den Blutzuckerwert in mmol/l

 

Zu hohe Blutzuckerwerte werden durch vermehrte Speicherung der Glukose abgebaut Nach dem Essen steigt die Konzentration von Glukose im Blut an. Sehr schnell können dann Werte von 140 mg/dl (7,8 mmol/l) oder sogar mehr erreicht werden. Nun ist der Organismus bestrebt, so schnell wie möglich wieder den "Normalwert" zu erreichen. Das kann auf unterschiedliche Weise geschehen (vgl. Kohlenhydratstoffwechsel):
  • durch die Speicherung von Glukose als Glykogen in der Leber und im Muskelgewebe.
  • durch die Verbrennung von Glukose mit Hilfe von Sauerstoff.
  • durch den Umbau von Glukose zu Fett.

Bei allen diesen Prozessen spielt Insulin eine entscheidende Rolle. Es ist das einzige Hormon, dass den Abbau von Glukose fördert.

 

Zu niedriger Blutzucker wird durch vermehrte Ausschüttung von Glukose in das Blut reguliert Sinkt der Blutzuckerspiegel unter die Normalwerte ab, so setzt sich ein umgekehrter Mechanismus in Gang, denn auch in diesem Fall ist der Körper bestrebt, die Normalwerte so schnell wie möglich wieder herzustellen. Dazu wird verstärkt Glukose in das Blut abgegeben. Auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten:
  • Aufnahme von Glukose aus dem Darm und den Weitertransport in die Leber. Das bedeutet essen.
  • Abbau von Glykogen zu Glukose. Das geht aber nur mit dem in der Leber gespeicherten Glykogen. Das Glykogen in den Muskeln wird nur bei Muskelarbeit direkt in den Muskel verbrannt und nicht in den Blutkreislauf abgegeben.
  • Neubildung von Glukose aus Aminosäuren, Laktat und Glyzerin. Dieser Vorgang tritt vor allem bei Hunger und bei lang anhaltenden Anstrengungen in Gang. Es ist ein vergleichsweise langsamer Prozess.

 

Der Körper wählt für jede Situation das richtige Verfahren Die Mechanismen zur Steigerung und Senkung des Blutzuckerspiegels sind sehr fein aufeinander abgestimmt. Je nachdem, welche Situation für den Körper eintritt und wie schnell eine Reaktion erfolgen muss, werden die verschiedenen Prozesse in Gang gesetzt. Die Schlüsselstellung für die Regulation spielen dabei das Insulin und seine Gegenspieler Glukagon, Adrenalin und Cortison.

 

Das Gehirn ist besonders geschützt Das Gehirn ist besonders geschützt. Selbst der niedrige Wert von 70 mg/dl garantiert noch eine ausreichende Versorgung. Erst, wenn der Wert auf 60 mg/dl oder tiefer sinkt, besteht die Gefahr von schweren Funktionsstörungen. Es kann zu einem hypoglykämischen Schock bzw. hypoglykämischen Koma kommen.

Top

Zur Übersicht:
Physiologie: Stoffwechsel und Insulin

 




MedizInfo®Homepage
zur Startseite

zur Übersicht
des Unterthemas
zur Übersicht
des Oberthemas