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Nährstoffe in der Schwangerschaft: Folsäure

Ernährung in der Schwangerschaft

Kurzinfo:

Folsäure

Bedarf

Verdoppelung in der Schwangerschaft auf 0,8 mg.

Vorkommen

Spinat, Salat, Weizenkeimen, Grünkohl, Rosenkohl, Eigelb, Milchprodukten, Kartoffeln, Reis, Orangen, Trauben, Kirschen, Erdbeeren, Hülsenfrüchte, Fleisch und sehr viel in Leber. Vorsicht: In der Schwangerschaft keine Leber essen.

Achtung

Zusatzpräparate sollten nur in Absprache mit dem Arzt eingenommen werden.

Es müssen sich 100 Milliarden neue Zellen bilden.

Die Folsäure ist wohl das bekannteste Vitamin, wenn es um das Thema Schwangerschaft geht. Folsäure gehört, genau genommen, zu den Vitaminen der B-Gruppe. Der Körper braucht dieses Vitamin für die Zellbildung und Zellteilung. Das ist natürlich besonders in der Schwangerschaft der Fall, wo sich aus einer Zelle zu Beginn der Schwangerschaft ein Mensch mit ungefähr 100 Milliarden Zellen entwickelt. Folsäure wird schon von Beginn der Schwangerschaft an vermehrt gebraucht. Der Bedarf steigt um das Doppelte des Normalbedarfs an und liegt in der Schwangerschaft bei 800 µg oder 0,8 mg pro Tag.

Ein Mikrogramm (µg) ist ein Millionstel Gramm. Ein Milligramm (mg) ist ein Tausendstel Gramm.

 

Folsäure wird fast immer beim Kochen zerstört.

Folsäure ist in Spinat, Salat, Weizenkeimen, Grünkohl, Rosenkohl, Eigelb, Milchprodukten, Kartoffeln, Reis, Orangen, Trauben, Kirschen, Erdbeeren, Hülsenfrüchte, Fleisch und sehr viel in Leber vorhanden. In der Schwangerschaft sind Innereien und Leber nicht empfehlenswert, weil sie einen sehr hohen Anteil an Vitamin A haben. Eine zu hohe Aufnahme von Vitamin A ist für das Kind gefährlich. Folsäure hat den Nachteil, dass es sehr hitzeempfindlich ist. Deshalb wird ein Großteil der Folsäure beim Kochen der Nahrungsmittel zerstört. Auch lange Lagerung vermindert den Anteil der Folsäure in der Nahrung. Häufig nehmen Frauen schon vor der Schwangerschaft einen zu geringen Anteil an Folsäure zu sich. Da der Bedarf auf natürliche Weise kaum gedeckt werden kann, wird schwangeren Frauen in der Regel ein Nahrungsergänzungspräparat verordnet, das unbedingt eingenommen werden sollte.

 

Mangel an Folsäure kann schwere Schäden beim Kind verursachen.

Die Einnahme von Folsäure ist besonders zu Beginn einer Schwangerschaft wichtig. Ein Mangel an Folsäure kann zu sogenannten Neuralrohr-Defekten beim Kind führen. Das Neuralrohr ist eine Struktur in der Embryonalentwicklung, die schon in der zweiten bis dritten Schwangerschaftswochen entsteht. Aus dieser Struktur entwickelt sich das zentrale und periphere Nervensystem des Kindes. Neuralrohr- Defekte sind z. B. offener Rücken (Spina bifida), Wasserkopf (Hydrozephalus), Lippen- Kiefer- Gaumen- Segel- Fehlbildung, kurz LKGS-Fehlbildung oder Entwicklungsstörungen des Gehirns. Folsäuremangel wird ebenfalls mit Fehlgeburten in Verbindung gebracht.

 

Nahrungsergänzung schon vor Beginn der Schwangerschaft.

Wenn eine Schwangerschaft geplant wird, ist es sinnvoll, schon vor der Empfängnis mit der Einnahme von Folsäure zu beginnen. So wird sicher jedes Risiko vermieden. Schädigungen durch Folsäuremangel entstehen in der Regel in einer Zeit, in der Frauen noch gar nicht wissen, dass sie schwanger sind. Zusatzpräparate sollten nur in Absprache mit dem Arzt eingenommen werden.

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