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Grenzsteine kindlicher Entwicklung
Inhaltsübersicht:
Kindliche Entwicklung
Grenzsteine am Ende des 18. Lebensmonats
Grenzsteine am Ende des 5. Lebensjahres
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Kindliche Entwicklung
Der Kinderarzt beurteilt verschiedene Bereiche der Entwicklung. Bereiche, die bei der Beurteilung der Entwicklung eines Kindes untersucht werden:
  • Körpermotorik
  • Feinmotorik
  • kognitive Entwicklung
  • Sprachentwicklung
  • sozioemotionale Entwicklung

 

Die Entwicklung unterliegt verschiedenen Einflüssen. Häufig wird davon ausgegangen, dass sich Kinder zeitlich in festgelegten Stufen entwickeln, wobei die einzelnen Entwicklungsschritte streng aufeinander aufbauen. Das würde bedeuten, dass die kindliche Entwicklung genetisch so weit festgelegt ist, dass sie genau vorhersehbar wäre. In der Praxis zeigt sich aber nur allzu oft, dass sich Kinder individuell unterschiedlich entwickeln. Obwohl die meisten Kinder sich nach einem aufeinander aufbauenden Schema entwickeln, gibt es doch auch genau so viele Abweichungen. An dieser Stelle wird der Einfluss der Umweltfaktoren deutlich. Zu den Faktoren, die die Entwicklung beeinflussen gehören unter anderem auch die Art der Erziehung, kulturelle Einflüsse, gesellschaftliche Einflüsse und Umweltbedingungen.

 

Grenzsteine stellen ein Maß für die Beurteilung der kindlichen Entwicklung dar. Diese Einflüsse machen es schwer, die Entwicklung eines Kindes zu beurteilen. In der medizinischen Praxis setzt sich deshalb immer mehr ein Verfahren durch, dass sich an bestimmten Entwicklungszielen festmacht. Ein solches Ziel könnte z. B. das freie Sitzen sein. Aus Untersuchungen weiß man, wann 90 bis 95 Prozent der Kinder einer bestimmten Bevölkerung dieses Ziel erreicht haben. Diese Zeit wird dann zum Maßstab genommen, nach dem alle Kinder, die dieser Bevölkerung zuzurechnen sind, beurteilt werden. Solche Ziele werden von den Medizinern "Grenzsteine" der Entwicklung genannt.

 

Abweichungen sollten geklärt werden. Stellt sich bei einer Untersuchung heraus, dass sich ein Kind nicht nach diesen Grenzsteinen entwickelt, so sollte untersucht werden, welchen Grund es für diese Entwicklungsverzögerungen gibt. So können schon früh mögliche neurologische Erkrankungen oder auch vererbte Erkrankungen entdeckt und behandelt werden.

 

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Grenzsteine am Ende des 18. Lebensmonats
Quelle:
Buch dazu anzeigenPädiatrie. Lehrbuch mit CD-ROM.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Grenzsteine der Entwicklung, die ein Kind am Ende des 18. Lebensmonats erreicht haben sollte. Bei Abweichungen sollte nach den Ursachen gesucht werden.
  • Körpermotorik: Freies Gehen mit sicherer Gleichgewichtskontrolle.
  • Handmotorik: Gegenstände, vom Kind in den Händen gehalten, werden auf Verlangen hergegeben oder in ein Gefäß hineingetan und wieder herausgeholt.
  • Sprache: Symbolsprache (z.B. "wau-wau" für Hund), "Pseudosprache" (nicht verständliche Kindersprache) und Einwortsprache wird zur Kommunikation verwendet.
  • Kognitive Entwicklung: Turm aus 2 - 4 Holzklötzchen wird gebaut. Genaues betrachten von Bildern in altersentsprechenden Bilderbüchern, zeigen auf Bekanntes auf einem Bild und in der Umwelt.
  • Sozialisation: Kind ist in der Lage, sich alleine spielend in einem Raum aufzuhalten, wenn es weiß, dass sich die Mutter im Nebenzimmer/Wohnung aufhält.
  • Emotionale Entwicklung: Stabile Gebundenheit an Bezugsperson. Kind lässt sich bei Kummer, Ärger mit Zuspruch - auch ohne Versprechungen - trösten.

 

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Grenzsteine am Ende des 5. Lebensjahres
Quelle:
Buch dazu anzeigenPädiatrie. Lehrbuch mit CD-ROM.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Grenzsteine der Entwicklung, die ein Kind am Ende des 5. Lebensjahres erreicht haben sollte. Bei Abweichungen sollte nach den Ursachen gesucht werden.
  • Körpermotorik: Treppen werden auf-/ absteigend ohne Festhalten im Wechselschritt bewältigt.
  • Handmotorik: Schere kann benützt werden, einfaches Basteln, Kleben möglich. Malen von Baum, Haus, Mensch mit den wichtigsten Charakteristika möglich.
  • Sprache: Fehlerfreie Aussprache. Erlebtes wird in logisch und zeitlich korrekter Reihenfolge berichtet; richtige, aber noch grammatikalisch einfach strukturierte Sätze.
  • Kognitive Entwicklung: Intensives, detailliertes Rollenspiel (Puppenspiele, situatives Nachspielen), allein oder mit anderen Kindern. Konstruktionen mit Bauelementen mit oder ohne Vorlagen.
  • Sozialisation: Kooperation im Spiel mit anderen Kindern, Spielregeln werden befolgt. Einfügen in den familiären Tagesablauf und Übernahme kleiner Aufgaben und Aufträge.
  • Emotionale Entwicklung: Keine Schwierigkeiten, sich von Bezugspersonen über Stunden oder über Nacht zu trennen, wenn Betreuung durch gut bekannte Personen garantiert ist. Zunehmend Identifizierung mit der eigenen Geschlechterrolle in Kleidung, Handeln, Verhalten.

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Allgemeine kindliche Entwicklung

 




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