Schlaganfall

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TIA

Akute arterielle Durchblutungsstörungen
Inhaltsübersicht:
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TIA
Eine TIA dauert höchstens 24 Stunden. TIA bedeutet "transitorische ischämische Attacke". Als TIA werden alle neurologischen Ausfälle bezeichnet, die wenige Minuten, selten länger als 1 bis 2 Stunden dauern. Definitionsgemäß ist eine TIA auf 24 Stunden begrenzt. Innerhalb dieser Zeit bilden sich die Symptome vollständig zurück. Während einer TIA bleibt das Bewusstsein erhalten.

 

Die Symptome sollte jeder kennen. Als Symptome der TIA gelten:
  • Gleichgewichtsstörungen mit und ohne Schwindel,
  • Seh- und Hörstörungen,
  • Störungen der Sprache oder des Sprachverständnisses,
  • die Unfähigkeit zu lesen, zu rechnen oder zu schreiben,
  • Taubheitsgefühle in Arm oder Bein und Einknicken der Beine.

 

Sofort zum Arzt und Gegenmaßnahmen treffen. Diese Symptome gelten als Frühsymptome. Sie weisen auf eine mangelhafte Durchblutung des Gehirns hin. Aus diesem Grunde sind sie unbedingt ernst zu nehmen, auch wenn die oben beschriebenen Symptome nur sehr kurz (z. B. nur wenige Minuten) und/oder nur schwach aufgetreten sind. Sie sollten sofort zum Arzt gehen. Fachärztliche Maßnahmen sollten sofort eingeleitet werden, um einem Fortschreiten der Ischämie Einhalt zu gebieten.

 

TIA`s:Risikofaktor für einen Schlaganfall. Die ärztlichen Maßnahmen dienen der Vermeidung einer schwerwiegenderen Attacke bzw. eines kompletten Schlaganfalls. Das Auftreten einer TIA erhöht das Schlaganfallrisiko um das Sechsfache. Hier finden Sie weitere, ausführliche Informationen zur TIA.

 

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PRIND
Verzögertes Auftreten des Symptome deuten auf PRIND hin. PRIND heißt "prolongiertes reversibles ischämisches neurologisches Defizit" und ist eine verzögert verlaufende Durchblutungsstörung des Gehirns. Diese Störung entwickelt sich im Verlauf von 24 bis 28 Stunden.

 

Symptome wie bei TIA. Die Symptome sind denen der TIA vergleichbar.

Die Folgen eines PRIND sind reversibel. Der Zeitraum der Rückbildung kann bis zu drei Wochen betragen.

 

Sofort ins Krankenhaus! Der Betroffene muß sofort in ein Krankenhaus eingewiesen werden. Durch eine Magnetresonanztomographie (Kernspintomographie) lässt sich auch nach erfolgreicher Behandlung meistens abgestorbenes Gewebe nachweisen. Wie bei der TIA ist das weitere Schlaganfallrisiko erhöht.

 

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Progredienten Hirninfarkt
Häufige Folge beim progressive stroke sind Ödeme. Als progredienten Infarkt (progressive stroke) wird ein Hirninfarkt bezeichnet, der über Stunden bis hin zu Tagen dauert. In dieser Zeit kommt es zu  zunehmenden neurologischen Ausfällen. Häufig bilden sich mit Zunahme des Infarktes Ödeme. Ödeme sind Flüssigkeitseinlagerungen in Geweben, hier des Gehirns. Sie vermehren den Druck auf das gesunde Gehirngewebe und es kommt als Folge davon zu Bewusstseinsstörungen bis hin zu Bewusstlosigkeit.

 

Hier lassen sich nicht alle Symptome zurückbilden. Die Symptome eines progredienten Hirninfarktes sind nur teilweise reversibel, weil mit zunehmender Dauer der Durchblutungsstörung im Gehirn Nervenzellen untergehen.

Beim progredienten Hirninfarkt bestehen häufig schwere oder auch mehrfache Stenosen (Verengungen)  der Blutgefäße.

 

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Vollendeter Hirninfarkt
Complete stroke. Ein vollendeter Hirninfarkt (complete stroke) ist ein ischämischer Schlaganfall.

 

Symptome sind nicht, oder nur teilweise reversibel. Beim complete stroke  treten neurologischen Störungen in ihrer gesamten Ausprägung auf. Die Symptome sind meistens schwerwiegend und lassen sich nicht oder nur teilweise zurückbilden. Ausschlaggebend ist u.a. die sofortige ärztliche Hilfe.

 

Folgen sind sehr unterschiedlich. Dauerhafte Folgen sind häufig die Schwäche einer Körperhälfte oder eine Sprachstörung. Die Art der neurologischen Ausfälle werden durch die Größe und den Ort des Schlaganfalls bestimmt und sind äußerst unterschiedlich.

 

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Intrazerebralblutung
Intrazerebrale Blutungen haben verschiedene Ursachen. Eine intrazerebrale Blutung ist eine Blutung in das Gehirn. Ursache sind häufig Mikro-Aneurysmen (krankhafte Erweiterungen von Blutgefäßwänden), Tumore oder Blutgerinnungsstörungen.

Das Beschwerdebild wird durch den Ort der Blutung und durch ihre Schwere bestimmt.

 

Unterscheidung zwischen Schlaganfall und Blutung. Im engeren Sinne gehört die intrazerebralen Blutungen nicht zu den ischämischen Schlaganfällen, obwohl sie ähnliche bis gleiche Symptome aufweisen.

 

Therapeutisches Vorgehen ist unterschiedlich. Entscheidend ist die unterschiedliche therapeutische Vorgehensweise:
  • Bei ischämischen Schlaganfällen wird häufig eine Lyse-Therapie zur Beseitigung der Durchblutungsstörung eingeleitet.
  • Bei Hirnblutungen wird keine Lyse-Therapie durchgeführt, weil sie die Einblutung in das Gehirngewebe noch verstärken würde.

 

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Subarachnoidalblutung
Aneurysma als Ursache.
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Die Subarachnoidalblutung ist eine Blutung in den Raum zwischen Arachnoidea (mittlere der drei Hirnhäute) und Hirnoberfläche. Ursache ist meistens ein angeborenes oder erworbenes Aneurysma (Ausweitung eines arteriellen Blutgefäßes aufgrund einer Wandveränderung).

 

Jüngere Menschen sind häufiger betroffen. Auftreten kann die Subarachnoidalblutung in jedem Alter, wobei im jüngeren und mittleren Lebensalter ihr Auftreten besonders häufig ist. Ihr Anteil an allen Schlaganfällen liegt ungefähr bei 5 Prozent.

 

Eine Angiographie gibt Aufschluss. Wenn möglich, wird ein Aneurysma frühzeitig operativ entfernt. Dazu ist eine schnelle Diagnosenstellung z. B. durch einen angiographischer Nachweis des ursächlichen Aneurysmas erforderlich.

 

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Subduralblutung
Unfälle und Stürze können zu subduralen Blutungen führen. Subdurale Blutungen bzw. ein Subduralhämatom sind Blutungen in den Raum zwischen Hirnhaut und Arachnoidea. Sie werden in der Regel durch ein Trauma verursacht, das zurückzuführen ist auf Gewaltanwendungen z. B. durch Unfälle oder Stürze.

 

Auch Wochen nach dem Unfall ist die Gefahr noch nicht vorüber. Die Krankheitszeichen können plötzlich auftreten, aber auch noch mehrere Wochen nach dem ursächlichen Ereignis. Bei Subduralblutungen kann eine operative Entfernung des Blutes erforderlich sein.

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