Schmerz bei Tumorerkrankungen

Bücher zum Thema aussuchen Bücherliste: Tumorschmerz

Einführung: Bedeutung, Häufigkeit und Intensität von Tumorschmerzen
Schmerzanamnese
Therapieplanung
Dokumentation und Messsysteme

Strahlen-, Chemo- und operative Schmerztherapie
Medikamentöse Schmerztherapie
Invasive Tumorschmerztherapie

Psychotherapie bei Tumorschmerzen
Parenterale Tumorschmerztherapie
Physikalische Therapie und Rehabilitation

Tumorschmerzsyndrome
Spezielle Tumorerkrankungen
- Gehirntumoren
- Kopf- und Halstumoren
- Lungentumoren
- Speiseröhrentumoren
- Magentumoren
- Bauchspeicheldrüsentumoren
- Lebertumoren
- Gallengangstumoren
- Gallenblasentumoren
- Dickdarmtumoren
- Enddarmtumoren
 

Notwendigkeit und Nutzen einer Dokumentation der Tumorschmerztherapie

Dokumentation macht Therapie effektiver

Die Dokumentation von Beschwerden und deren Verlauf wird häufig als lästige Aufgabe angesehen. Diese Aufgabe ist aber äußert nützlich und für die Beurteilung der Therapie von großer Bedeutung: Nur auf diese Weise kann auch später noch nachvollzogen werden, unter welchen Beschwerden mit welcher Intensität der Patienten zu welchen Zeitpunkten gelitten hat und welche Auswirkungen verschiedene Medikamente oder andere Maßnahmen hatten. 

Dokumentation vereinfacht die Verständigung der verschiedenen Berufsgruppen

Die Dokumentation hat den positiven Effekt, dass die Betroffenen regelmäßig nach dem Vorhandensein von Schmerzen, der Art und der Stärke von Schmerzen sowie nach weiteren Beschwerden gefragt werden – von sich aus sprechen viele Krebskranke dies kaum an. Auch wird die Weitergabe von Informationen durch eine sorgfältige Dokumentation vereinfacht, beispielsweise bei der "Schichtübergabe" des Pflegepersonals oder bei der Verständigung zwischen verschiedenen Berufsgruppen. So ist sichergestellt, dass keine wichtigen Informationen verloren gehen, wenn einzelne Teammitglieder frei haben oder plötzlich krank werden.  

Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung

Eine gründliche Dokumentation der Tumorschmerztherapie ermöglicht auch eine nachträgliche Qualitätskontrolle. Im Zuge der Qualitätssicherung, beispielsweise für eine Station, eine Abteilung oder ein ganzes Krankenhaus, kann aus aufgedeckten Fehlern oder Versäumnissen für die Zukunft gelernt werden. In einem größeren Zusammenhang dienen die erfassten Daten außerdem als Grundlage für Studien, beispielsweise zur Erfassung von Symptomhäufigkeiten und Behandlungserfolgen im Bereich der Palliativmedizin.

 

Ein Schmerztagebuch verbessert und konkretisiert die Situation des Patienten

Der Patient selbst kann ein Schmerztagebuch führen. Diese persönliche Art der Dokumentation kann die "amtliche" Dokumentation durch medizinisches Personal wirkungsvoll ergänzen. Im Schmerztagebuch enthalten ist beispielsweise das Auftreten von Schmerzen samt Uhrzeit, die Art und die Stärke der Schmerzen sowie den Zusammenhang mit äußeren Umständen fest (beispielsweise Schmerzverstärkung durch körperliche Anstrengung oder seelische Aufregung). Gleichzeitig wird die Gabe von Schmerzmedikamenten einschließlich der Dosierung und der jeweiligen Wirksamkeit erfasst. Beachtet werden sollte aber, dass der Patient sich durch das Führen des Schmerztagebuches nicht zu stark auf seine Tumorerkrankung und seine Beschwerden konzentriert und darüber die positiven Dinge im Leben vergisst.

Top

Zur Übersicht
Dokumentation und Messsysteme bei Tumorschmerzen

 




MedizInfo®Homepage
zur Startseite

zur Übersicht
des Unterthemas
zur Übersicht
des Oberthemas