Schmerz bei Tumorerkrankungen

Bücher zum Thema aussuchen Bücherliste: Tumorschmerz

Einführung: Bedeutung, Häufigkeit und Intensität von Tumorschmerzen
Schmerzanamnese
Therapieplanung
Dokumentation und Messsysteme

Strahlen-, Chemo- und operative Schmerztherapie
Medikamentöse Schmerztherapie
Invasive Tumorschmerztherapie

Psychotherapie bei Tumorschmerzen
Parenterale Tumorschmerztherapie
Physikalische Therapie und Rehabilitation

Tumorschmerzsyndrome
Spezielle Tumorerkrankungen
- Gehirntumoren
- Kopf- und Halstumoren
- Lungentumoren
- Speiseröhrentumoren
- Magentumoren
- Bauchspeicheldrüsentumoren
- Lebertumoren
- Gallengangstumoren
- Gallenblasentumoren
- Dickdarmtumoren
- Enddarmtumoren
 

Wirkungsweise der Strahlentherapie zur Behandlung von Tumorschmerzen

 

Wie wirksam die Strahlentherapie gegen Tumorschmerzen ist, hängt von den Gewebeeigenschaften des Tumors ab. Es gibt Tumoren mit stärkerer und schwächerer Strahlenempfindlichkeit.

 

Strahlen schädigen die Erbsubstanz der Zellen

Strahlentherapie wirkt, weil die Strahlen die Erbsubstanz der Tumorzellen schädigen und so den Tod der Zelle herbeiführen. Weil die Strahlen aber nicht so gezielt angewandt werden können, dass sie ausschließlich das Tumorgewebe treffen, wird auch benachbartes gesundes Gewebe durch die Strahlen geschädigt. Dadurch kommt es zu Nebenwirkungen. Das Ausmaß der Zellschädigung gesunder Zellen ist dabei von verschiedenen Faktoren abhängig, unter anderem:

  • verabreichte Strahlendosis
  • Zeitraum, in dem die Bestrahlung durchgeführt wird
  • Fraktionierung (Aufteilung der Gesamtstrahlendosis auf mehrere kleine Einzeldosen, die über einen bestimmten Zeitraum verabreicht werden)
  • Art der Strahlen (beispielsweise Röntgen- oder Gammastrahlen)
  • Strahlenempfindlichkeit des Gewebes

 

Fraktionierung auch wichtig für Nebenwirkungen

Die Fraktionierung spielt auch eine Rolle beim Auftreten von Nebenwirkunken: Durch die Pausen zwischen den einzelnen Bestrahlungen hat das bestrahlte Gewebe die Gelegenheit, sich zu erholen. Da sich gesundes Gewebe rascher erholt als Tumorgewebe, ist die Zeit zwischen den einzelnen Bestrahlungen für die Erholung des gesunden Gewebes ausreichend, jedoch nicht für die Erholung des Tumorgewebes – dieses bleibt beschädigt und wird durch die nächste Strahlendosis weiter beeinträchtigt.

 

Strahlen verkleinern die Tumormasse und der Druck des Tumors auf das Gewebe wird kleiner

Die Schmerzlinderung durch die Strahlentherapie erklärt sich durch folgenden Mechanismus: Durch die Strahlentherapie kommt es unter anderem zu einer Verringerung der Tumormasse. Der Tumor wird kleiner. Dadurch verringert sich der Druck auf das benachbarte Gewebe und die Schmerzen werden geringer. Über diesen Zusammenhang hinaus hat die Strahlentherapie einen weiteren schmerzlindernden Effekt. Die genauen Mechanismen dieser ergänzenden Wirkung sind noch nicht genau bekannt. Diskutiert wird eine Verringerung der Empfindlichkeit von Schmerzrezeptoren. Insbesondere bei schmerzhaften Tochtergeschwülsten (Metastasen) in den Knochen kommt dieser Effekt zum Tragen.

 

Weitere positive Wirkungen

Neben der reinen Schmerzlinderung lassen sich durch die Strahlentherapie mitunter weitere positive Wirkungen erreichen, unter anderem:

  • Verhinderung von Komplikationen der Tumorerkrankung, beispielsweise Knochenbrüche bei Vorliegen von Tochtergeschwülsten in den Knochen
  • Verbesserung der Lebensqualität (durch die Schmerzreduktion und durch die Verhinderung von Komplikationen)
  • Verbesserung der Lebenserwartung durch eine Verringerung der Tumormasse

Top

weiter mit: Einleitung, Bestrahlungstechniken, Arten der Strahlentherapie bei unterschiedlichen Schmerzsyndromen, Nebenwirkungen

Zur Übersicht
Strahlen-, Chemo- und operative Schmerztherapie bei Tumorerkrankungen

 




MedizInfo®Homepage
zur Startseite

zur Übersicht
des Unterthemas
zur Übersicht
des Oberthemas