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Was ist eine Infektion?

Mikroorganismen dringen ein.

Eine Infektion bedeutet allgemein das Übertragen, Haften bleiben und Eindringen von Mikroorganismen in einen Makroorganismus. Konkret heißt das: Bakterien, Viren, Pilze, Würmer und Einzeller (Mikroorganismen) dringen in einen Menschen, ein Tier oder eine Pflanze (Makroorganismus) ein und vermehren sich dort. Infektionen lösen eine Entzündungsreaktion aus.

 

Die Krankheit wird durch den Erreger bestimmt.

Eine Infektion ist die Voraussetzung für die Entstehung einer Infektionskrankheit, etwa Mumps, Tuberkulose oder Syphilis. Dabei wir die Krankheit wesentlich durch die Eigenschaften des Erregers bestimmt. Ob und wie schwer eine Infektionskrankheit verläuft, steht im Zusammenhang mit der Empfänglichkeit und der Abwehrkraft des jeweiligen Menschen (oder eines anderen Makroorganismus).

 

Eine Einteilung ist oft hilfreich, wenn man Unterschiede genau festhalten will.

Man kann die verschiedenen Erreger einer Infektion nach unterschiedlichen Gesichtspunkten einteilen:
  • Eintrittspforten:
    a) Haut (perkutan), Schleimhaut (permukös) oder Atemwege (Inhalationsinfektion). Diese Eintrittspforten werden mit dem Begriff parenteral zusammengefasst.
    b) Darm (enteral)
    c) Wunden
  • Übertragbarkeit des Erregers:
    a) direkt von Mensch zu Mensch
    b) indirekt über Zwischenträger od. Zwischenwirte, z. B. Zeckeninfektionen
  • Zeitfolge der Krankheitserscheinungen:
    a) foudroyant: Schneller Beginn mit schwerster Verlauf, oft tödlich.
    b) akut: Plötzlicher. Beginn mit fieberhaftem Verlauf über Tage.
    c) chronisch: Allmählicher Beginn mit leicht fieberhaftem Verlauf über Wochen, Monate oder Jahre.
    d) rezidivierend: Wiederholt auftretend, meistens mit akut verlaufenden fieberhaften Krankheitsschüben.
    e) latent: Stumme Phasen ohne Beschwerden über Monate bis Jahre.
  • Krankheitserreger:
    a) Viren
    b) Bakterien
    c) Pilze (Mykosen)
    d) Protozoeninfektion, z. B. Amöbenruhr
  • Immunitätslage:
    a) opportunistisch auf der Basis einer gestörten Immunabwehr (z. B. bei HIV-Infektion, Tumorerkrankung)
    b) inapparent bei wirksamer Immunabwehr ohne Krankheitserscheinungen

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