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Anomalien der Hornhaut
Ursachen für Anomalien sind häufig unklar. Angeborene Fehlbildungen der Hornhaut und veränderte Strukturen der Hornhaut, z. B. durch verschiedene Einlagerungen, können zu ernsthaften Erkrankungen am Auge führen. Häufig sind die Ursachen für derartige Erkrankungen nicht geklärt. In den meisten Fällen spielen genetische oder altersbedingte Faktoren eine Rolle. Möglich ist aber auch der Einfluß von Entzündungen und Infektionen.

 

In einem kurzen Überblick wollen wir die häufigsten Hornhautanomalien darstellen. In den nebenstehenden Bildern finden Sie eine schematische Darstellung zu der jeweils im Text vorgestellten Erkrankung.

 

Makrokornea Der normale Durchmesser beträgt bei Erwachsenen zwischen 10 und 12 Millimeter, bei Neugeborenen etwa 8 bis 10 Millimeter. Bei der Makrokornea ist der Durchmesser der Hornhaut vergrößert. Diese Anomalie ist meisten angeboren und wird vermutlich vererbt. Obwohl die Makrokornea auch allein auftritt, kommt sie doch besonders häufig im Zusammenhang mit einem übermäßig großen Auge (Makrophthalmus) auf. In der Regel sind beide Augen betroffen. Meistens bleibt die Makrokornea ohne Folgen. Es kommt allerdings häufig zu Brechungsfehlern mit starkem Astigmatismus.

 

Mikrokornea Bei der Mikrokornea ist der Durchmesser der Hornhaut beim Erwachsenen kleiner als 10 Millimeter und beim Neugeborenen kleiner als 8 Millimeter. Die Mikrokornea findet sich häufig bei sehr kleinen Augen (Mikrophthalmus) oder bei Defekten wie z. B. Spaltbildungen oder (Weitsichtigkeit) Hypermetropie. Die Mikrokornea betrifft oft nur ein Auge. Als Folge ist außerdem noch eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung eines Glaukoms beobachtet worden.

 

Veränderungen der Krümmung der Hornhaut. Bei manchen Menschen kann die Hornhautkrümmung derart verändert sein, daß man sie mit dem bloßen Auge erkennen kann. Je nach der Form spricht man dann von einem Keratoglobus oder Keratokonus (Kerato: griech. für Hornhaut).

 

Keratokonus Beim Keratokonus ist die Hornhaut kegelförmig (konisch) vorgewölbt. Diese Anomalie ist anlagebedingt und tritt häufig zwischen dem 15. und 30 Lebensjahr auf. Oft findet sich der Keratokonus im Zusammenhang mit degenerativen Erkrankungen und Mißbildungen auf, z. B. beim Down-Syndrom. Diese Veränderung der Hornhautoberfläche ist verbunden mit starken Sehstörungen, die sich anfangs mit harten Kontaktlinsen korrigieren läßt. Wird die Vorwölbung mit der Zeit größer, kann der Tränenfilm die Kontaktlinse nicht mehr festhalten. Dann ist eine eine Hornhauttransplantation (Keratoplastik) notwendig. Diese hat, verglichen mit Nieren- oder Herztransplantationen, eine gute Chance, nicht abgestoßen zu werden. Die Heilung ist in der Regel sehr gut.

 

Beim Keratoglobus ist die Therapie komplizierter. Anders sind die Prognosen bei einem Keratoglobus, einer kugelförmigen Vorwölbung der Hornhaut. Diese kann entweder genetisch sein oder sich aus einem Keratokonus entwickeln. Beim Keratoglobus sind auch die Randbereiche der Hornhaut betroffen. Aus diesem Grunde ist der Heilungsprozeß bei einer Hornhauttransplantation kompliziert und es kann zu Abstoßungsreaktionen kommen.

 

Dysgenesis mesodermalis Dysgenesis mesodermalis ist auch unter dem Begriff Axenfeld- Rieger- Anomalie bekannt. Sie beruht auf einer angeborenen Fehlbildung, bei der eine Schädigung der untersten Hornhautschicht, des Endothels zu finden ist. Als Folge kommt es zu zentralen Eintrübungen der Hornhaut. Auch Defekte an der Iris und Verformungen der Pupille kommen vor. Durch eine Fehlbildung des Augenkammerwinkels kann es außerdem zu einer Vergrößerung des gesamte Auges kommen (Hydophthalmus). Hydophthalmus kann als eine "Sonderform" des Glaukoms angesehen werden und tritt vorwiegend im Kindes- und Säuglingsalter auf.

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