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Guar

Guar quillt im Magen-Darm-Trakt auf

Guar ist ein Ballaststoff, der im Magen-Darm-Trakt durch Aufnahme von Flüssigkeit aufquillt. Daher ist es erforderlich, Guar zusammen mit reichlich kalter Flüssigkeit aufzunehmen (mindestens 250 ml, dies entspricht etwa einem normalen Trinkglas).

 

Aufnahme von Glukose wird verlangsamt

Durch das Aufquellen kommt es zu einer Verzögerung der Magenentleerung. Außerdem benetzt dieser Ballaststoff die Darmwand. Durch diese beiden Mechanismen - Verlangsamung der Magenentleerung und Benetzung der Darmwand - wird die Aufnahme von Glukose aus dem Magen-Darm-Trakt in das Blut verlangsamt. Außerdem kommt es zu einer Verbesserung der Glukoseaufnahme aus dem Blut in die Leber.

 

Schneller satt sein

Weiterhin vermittelt das im Magen aufquellende Guar ein Sättigungsgefühl, so dass weniger gegessen wird. Auf diese Weise lässt sich eine Verringerung der Blutzuckerspiegel nach dem Essen erzielen. Guar kann als Zusatzbehandlung eingesetzt werden, insbesondere dann, wenn auch erhöhte Blutfettwerte bestehen.

 

Dosis langsam steigern

Die Therapie mit Guar wird mit einer geringen Dosis begonnen, die im Laufe der Zeit langsam gesteigert werden kann. Dieses "einschleichende" Vorgehen ist erforderlich, weil sich der Darm erst an die Belastung durch den Ballaststoff gewöhnen muss.

 

Andere Medikamente zeitversetzt einnehmen

Zu beachten ist, dass das aufgequollene Guar die Aufnahme anderer Medikamente aus dem Magen-Darm-Trakt in das Blut beeinträchtigen kann. Daher sollten andere Medikamente möglichst in einem zeitlichen Abstand eingenommen werden. Auch die Aufnahme der mit der Nahrung zugeführten Elektrolyte und Spurenelemente kann unter der Guar-Behandlung leiden. Daher sollte der Arzt während einer Guar-Therapie regelmäßig die Konzentrationen verschiedener Elektrolyte und Spurenelemente im Blut bestimmen.

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