Labormedizin

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Hb-Wert

Hb steht für Hämoglobin

Der Hb- oder Hämoglobin-Wert gibt die Konzentration des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin) im Blut an.

 

Hämoglobin transportiert Sauerstoff zu den Zellen

Hämoglobin ist ein wichtiges Molekül, da es innerhalb der roten Blutkörperchen den über die Atmung aufgenommenen, lebensnotwendigen Sauerstoff bindet. Dieser gebundene Sauerstoff wird über die Blutbahn zu den verschiedenen Organen transportiert und dort an die einzelnen Zellen abgegeben. Im Austausch nimmt das Hämoglobin das in den Zellen entstehende Kohlendioxid (CO2) auf und setzt es in der Lunge wieder frei. Dort wird es abgeatmet.

 

Normalwerte

Anhand des Hb-Wertes lässt sich erkennen, ob der Sauerstoffträger Hämoglobin in ausreichender Konzentration im Blut vorhanden ist. Der Normalwert beträgt für
  • Männer 14,0-17,5 g/dl (bzw. 8,7-10,9 mmol/l)
  • Frauen 12,0-15,5 g/dl (bzw. 7,5-9,6 mmol/l)

Von der Einheit g/dl kann man die Konzentration folgendermaßen in die Einheit mmol/l umrechnen: Konzentration in g/dl × 0,621 = Konzentration in mmol/l

 

Hb-Wert und Hämatokrit verändern sich stets gleich

Hämoglobin ist ausschließlich in den roten Blutkörperchen enthalten. Da der Anteil der roten Blutkörperchen am Gesamtblutvolumen durch den so genannten Hämatokrit wiedergegeben wird, verändert sich der Hb-Wert in gleicher Weise wie der Hämatokrit: Der Wert steigt bei Polyglobulie und Flüssigkeitsverlusten an, dagegen sinkt er bei Blutarmut (Anämie) und Überwässerung (vgl. "Hämatokrit").

 

Auch die Blutgewinnung für die Bestimmung des Hb-Wertes erfolgt in gleicher Weise wie für die Untersuchung des Hämatokrits.

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